Keine Ruhe

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Ich sollte nicht mehr sooft auf dem Dach rum lungern und so wurde ich mit Beth zu Judi verbannt. Es war nicht schlimm, aber es nervte etwas, die Kleine Tag und Nacht bei mir zu haben.

Nachts kuschelte ich mich immer dicht an Daryl, auch wenn ich kaum schlaf finden konnte, hielt er mich fest in seinen Armen. Manchmal vergaß ich, was dort draußen auf mich wartete. Ich dachte die Truppen würden irgendwann weiterziehen, aber immer wieder sah ich die Militärfahrzeuge, oder Späher. Sie ließen mich einfach nicht in Ruhe und ich war mir sicher, dass sie wussten wer oder was ich war. Aber der Doktor war doch Tod! Es gibt nichts mehr...

Ab und zu schaute der Kerl von den Soldaten noch mal vorbei und unterhielt sich mit Rick am Tor. Rick sagte mir, dass er nur Fragte ob jetzt jemand Neues bei uns aufgetaucht wäre.

Auch brachte Rick in Erfahrung dass es weiter kleine Enklaven gibt und das es sogar Z-Hunter gibt, er erklärte es so dass es einfache Söldner sind, die es sich zum Hobby gemacht haben, die Beißer zu jagen. Und das man sich vor ihnen in Acht nehmen sollte, gerade die Frauen. Sie halfen zwar die Beißer zu minimieren, doch sie nahmen sich alles, wirklich alles. Hier kam, Gott sei dank, noch keiner dieser Truppen vorbei. Und wenn sie vorbei schauen würden, dann hätten sie es sicher nicht leicht mit uns! Oft drehte ich, mit Judi, Runden an den Mauern. Selbst hier entdeckte ich Späher die in anderen Gebäuden saßen und mich beobachten.

Drei Wochen waren vergangen, seid dem der Soldat das erste Mal hier war. Es war wieder Nacht und ich schlief, das erste Mal wieder fest ein. Bis mich unruhige Schreie weckten.

„ANGRIFF! AUFWACHEN! WIR WERDEN ANGEGRIFFEN!" War es Michonnes Stimme, die auf den Fluren hallte? Ich sprang auf und war im nu angezogen und hielt meine Waffen bereit, Daryl war ebenso bereit. Wir liefen in die Lobby, einige standen schon aufgelöst hier und die Restlichen kamen noch nach.

Michonne stand mit aufgerissenen Augen in Mitten der Leute.

„Panzer!" Keuchte sie auf.

„Was ein Panzer?" Schrie ich auf.

„Nein! Nicht einer, Fünf..." Hauchte sie. Meine Augen wurden groß und ich keuchte auf.

„Nicht schon wieder!" Maulte Rick und lief nach draußen, ich folgte ihm und musste mit entsetztem Feststellen, dass Michonne Recht behielt. Wahrlich, 5 Panzer standen vor unserem Tor.

„Was hat das zu bedeuten!?" Schrie Rick in die Nacht. Aus einem Militärwagen tauchte ein Mann auf den ich zuvor noch nie gesehen hatte. Ich konnte erkennen dass er eine Augenklappe trug. Und ein lautes Ächzen fuhr durch die Runde.

„So sieht man sich wieder!" Schrie der Mann zu uns rüber.

„Was, wer ist das?" Fragte ich leise. Alice stand neben mir und hielt ihr Messer fest.

„Das ist Phillip, der Governor..." Hauchte sie leise.

„Der, der das Gefängnis...?" Ich musste schlucken und Alice nickte nur. Mir wurde ganz schlecht, was wollte er von uns?

„Du hattest deine Rache! Lass uns in Ruhe!" Brüllte Rick ihn zu.

„Ja, die hatte ich! Doch nun liegt mein Augenmerk woanders. Gebt mir die Testperson!" Schrie er und mir rutschte das Herz in die Hose. Alice suchte nach meiner Hand ich drückte sie fest und ich merkte wie sie zitterte, es blieb mir keine Wahl ich musste wieder fliehen, alles was ich über diesen Mann gehört hatte, man will diesem Mann nicht begegnen...

„Nun mach schon! Ansonsten ist euer schickes Hotel genau so ein Schutt Haufen wie euer Knast!" Drohte er grollend. Woher wusste er bloß, dass ich hier bin, das ich die Testperson bin? Ich biss den Kiefer zusammen, es war soweit, entweder gehe ich mit ihm, oder verschwinde hier.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt