Ich wusste wir waren irgendwo zwischen Chicago und Detroit. Wir fuhren immer Nordwestlich. Immer wenn wir uns irgendwo niedergelassen hatten, waren in wenigen Stunden uns schon Soldaten auf den Fersen, jedes Mal konnten wir nur knapp entkommen. Es ging schon so seit Wochen...
Daryl war angespannt und völlig entkräftet, mir erging es nicht anders. Der Mangel an Schlaf zerrte an unseren Leibern.
Mein Mustang musste nun schon so einiges Mitmachen, Daryl kachelte damit etliche Beißer um, nur damit wir fliehen konnten.
Wir waren kurz vorm Wahnsinn! Ich hatte es aufgegeben auf mein Auto acht zu geben...
Wieder wurde es Nacht und wir fuhren in einen Wald neben einer Kleinstadt, ich merkte mir nicht mehr die Namen der Städte in der wir schliefen.
Wir liefen in ein kleines Fachwerkhaus und stiegen durch ein Fenster ein.
Drinnen ließ Daryl sich auf ein Sofa fallen, viel Nähe zueinander hatten wir kaum noch. Es war einfach zu anstrengend gewesen.
Unsere Tränen waren längst versiegt. Wir dachten nur ans Überleben.
Mein Magen krampfte furchtbar, wir hatten kaum etwas zu Essen gefunden.
Ich schleifte mich in die Küche, hier wurde schon alles geplündert. Doch ein Silbernes etwas erregte meine Aufmerksamkeit. Ich beugte mich runter und hob eine Dose auf. Ich zog mein Messer und rammte ihn in die Dose, Ravioli kamen zum Vorschein. Ich suchte in der Küche nach zwei Löffeln und fand auch welche, ich ging in die Wohnstube und setzte mich auf das Sofa auf dem Daryl lag.
„He, ich habe was zu Essen gefunden..." Flüsterte ich. Sofort öffnete er seine Augen und richtete sich auf und nahm einen Löffel aus der Hand und aß langsam. Auch ich steckte mir ein Löffel nach den anderen in den Mund.
Es dauerte nicht lange und die Dose war leer.
„Scheiße..." Schnaufte Daryl und schmiss seinen Löffel weg.
Eine Decke lag auf dem Boden und ich nahm sie auf. Er schaute mich traurig an und winkte mich zu sich rüber.
Ich lächelte etwas und setzte mich nah an ihn ran. Er legte einen Arm um mich und lehnte sich nach hinten und zog mich mit sich.
„Es wird kälter..." Flüsterte ich und zog die Decke über uns.
Er streichelte meinen Arm, aber antwortete nicht.
„Meinst du... wir können bald zu ihnen zurück?" Es war schwer ein Gespräch zu führen.
„Sobald uns keiner mehr folgt..." Sagte er leise und stöhnte leicht auf, denn diese Frage stellte ich in den letzten Tagen einfach zu oft.
Ich vermisste die Anderen schmerzlich, selbst Daryl, obwohl er es nicht zeigte.
„Schlaf jetzt, wer weiß wie lange wir Zeit haben..." Sagte er leise, und ich spürte seinen Regelmäßigen Atem.
Kaum war ich eingeschlafen, hörte ich Reifen auf dem Asphalt fahren.
„Scheiße..." Flucht Daryl leise. Wie haben die uns so schnell gefunden?
Ein Lichtstrahl drang durch die Fenster.
„Beweg dich nicht!" Flüsterte Daryl leise. So lag ich fest in seinem Arm, ich spürte seine Anspannung. Sie ließ erst nach als sie weiter fuhren.
Ich schlich mich zum Fenster um zu erspähen ob sie zum Wald fuhren, dort stand mein Mustang, wenn sie ihn finden, würden sie sicher jedes Einzelne Haus durchsuchen.
Ich konnte ihre Stimmen hören.
„Es hat doch keinen Sinn mehr! Wir haben kein Kontakt mehr zur Basis!"
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The Walking Dead - Jane
FanficKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
