Kapitän Blackbeard

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Nim, meine Katze, war wie ein Hund und besser! Sie hörte aufs Wort, folgte mir, egal wohin und war die liebste Katze die ich je kennenlernen durfte. Sie krallte nicht, wenn Judith ihr am Schwanz zog und manchmal durch das ganze Hotel schliff. Egal wie oft und wie viel sie die Katze nervte, Nim knurrte noch nicht mal. Sie schlief in meinem Zimmer auf der Couch und war stubenrein, sie hatte sofort gelernt in eine flache Schale zu machen, die ich in das Badezimmer stellte und mit Sand füllte.

Ich hatte Rick von den schnellen Beißern erzählt, ich nannte sie spöttisch Runner, aber es passte! Er war sich sicher, dass wenn es mehr Runner gebe, sie sicher auch irgendwann springen könnten! Ich wollte mir das nicht mal im geringsten Vorstellen, das diese Biester vielleicht springen könnten!

„Auch wenn es nicht der Fall wäre, es werden immer mehr und wir können sie nicht ständig mit den Autos ablenken..." Gab er in einer ruhigen Minute zu. Wir standen gemeinsam wache am vorderen Tor, es war dunkel, nur der Mond erhellte etwas seine Silhouette und ich konnte seine Augen glänzen sehen.

„Meinst du, wir sollten uns etwas anderes suchen?" Sagte ich Monoton und schaute wieder in die dunkle Nacht, ich dachte an die Wassertanks, die sich fast täglich leerten und dann die Bedrohung der Beißer Horden, sie wurden immer mehr.

„Vielleicht... Etwas mit dicken Mauern, oder auf einem Berg..." Flüsterte er.

„Ein Schloss auf einem hohen Berg mit einem tiefen Graben drum herum... Klingt wie ein Märchen!" Spaßte ich etwas, er drehte sich zu mir und das Mondlicht traf ihn von der Seite.

„Ich will dass wir sicher sind! Wenn so eine Horde sich hierher bewegt, können wir nicht unser Leben aufs Spiel setzten und sie weiter ablenken. Da draußen sind Tausende von denen, wenn sie sich alle zusammen schließen und jeder Hundertste ist ein Runner... Sie würden Kleinholz aus dem Laden machen!" Sagte er etwas streng.

„Ja Rick, ich weiß! Aber wo willst du hin? Ist man irgendwo sicher, kommen andere und wollen es auch haben! Und so ein Gefängnis, wie wir es schon mal hatten... du hast gesehen, das die Zäune auch nicht lange halten. Hochhäuser stürzen mit der Zeit ein. Und wenn wir irgendwas finden, was sicher ist, was kein anderer als seines beansprucht... Sie werden uns auch dort finden... meinst du es ist das alles Wert?" Fragte ich schon demotiviert.

„Willst du einfach so weiter machen und warten bis es soweit ist? Du hast doch gefragt!" Hakte er nach.

„Nein, natürlich nicht... Aber wir können nie wieder Normal leben..." Sagte ich und drehte meinen Blick weg. Lange sagten wir nichts und ich drehte eine Runde an der Mauer, bis ich wieder auf Rick traf.

„Ich werde einen Trupp zusammen stellen..." Informierte er mich.

„Einen Trupp? Für was?" Wollte ich wissen.

„Für ein neues Heim!" Sagte er und lächelte leicht, was nicht wirklich ernst gemeint war, wie ich glaube.

„Wenn wir uns aufteilen, wird es noch gefährlicher. Für Alle!" Sagte ich ernst und kniff die Augen zusammen.

„Ja, aber wenn..." Wollte er anfangen, bis ich ihn unterbrach.

„Wohin willst du uns schicken? An die Küste, auf ein Schiff und eine Insel suchen, die wir säubern und dort wie Robinson Crusoe leben? Oder mitten in der Wüste und dort wie Nomaden hausen? Wenn du willst ich habe noch mehr Theorien!" Sagte ich scharf und funkelte ihn an.

„Weiter, ich höre..." Sagte er und verschränkte die Arme. War das jetzt sein Ernst? Na gut wenn er so wollte...

„Wenn du unbedingt willst! Gut dann hätte ich noch: Wir verziehen uns in die Berge zurück und richten uns ein Dorf ein mit festen Palisaden, die Winter würden hart werden... Wir können auch wie Höhlenmenschen leben und den Eingang mit einem Felsen blockieren!

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt