Wir flogen über die braunen Berge, über die kalten klaren Seen und die satten grünen Wälder und Wiesen, es wirkte alles so Idyllisch. Von Oben konnten wir die stinkenden Beißer Horden sehen, sie drehten alle ihre verfaulten Hälse nach oben und folgten den Helikoptern, natürlich hatten sie keine Chance uns zu folgen... Eine Horde war riesig, wirklich, es müssen tausende gewesen sein, sie gingen in die Richtung aus der wir geflogen kamen, und nun folgten sie uns.
Hätten die das Hotel erreicht, würde es nicht stand halten, da war ich mir sicher. Daryl saß steif neben mir und hielt die ganze Zeit meine Hand fest.
Wir flogen über New York hinweg und alles war ganz still dort unten, kein Leben war zusehen, nur auf den Straßen standen die langsam vor sich hin rostenden Autos und in einer Straße entdeckte ich wieder Beißer. Und Straßen sperren, Panzer und Leichen, viele Leichen nicht nur wandelnde.
„Wir überqueren nun die Grenze von Kanada!" Sagte eine schnarrende Stimme durch das Headset. Und langsam kamen die Berge und Seen näher, vollkommen unberührte Natur. Nichts und niemand war unter uns.
Hunderte Flüsse durchzogen das Land und die Kristallklaren Seen glitzerten wunderschön in der Sonne. Ich legte meinen Kopf auf Daryls Schulter, er strich mir durch mein Haar und küsste mich auf meinen Kopf. Jetzt schloss ich einfach die Augen und versuchte diese Nähe einfach zu genießen, lange hatten wir das nicht gehabt.
„Wir sind gleich da!" Schnarrte es wieder hindurch.
„Verstanden!" Antwortete ich knapp und drehte meinen Kopf zu Daryl und küsste ihn sanft auf den Mund. Plötzlich erkannte ich den Ringförmigen See und in der Mitte war eine hohe Insel und man konnte einen grauen Staudamm sehen. Kurz darauf landeten wir und die Soldaten stürmten auf uns zu und zerrten uns in ein Gebäude, das von außen nicht sehr groß aussah. Sie schrien uns an und wir sollten ihnen folgen, die Mädchen weinten bitterlich und nur langsam klang der Lärm von den Rotoren ab. Ich riss mich von dem Soldaten los und starrte ihn in die Augen.
„Nimm die Pfoten von mir!" Schrie ich ihn an, er wich zurück und die Rotoren verstummten jetzt völlig. Die Mädchen liefen auf mich zu und einige hielten sich an mir fest und wimmerten.
„Itu terjadi diam-diam, tidak buruk! Mereka hanya ingin membantu! Biarkan hanya dilakukan." Sagte ich leise zu den Mädchen, sie wollten einfach nur helfen und schon beruhigten sich die Mädchen.
„Was haben Sie gesagt?" Fragte einer der Soldaten.
„Ich sagte ihnen, sie sollen ruhig sein, das ihr uns nur helfen wollt! Also, bringt zuerst die Mädchen rein, erst dann werde ich gehen!" Forderte ich streng und die Soldaten begannen, erst die Mädchen rein zu bringen und dann die Männer, zum Schluss mich. Drinnen war es furchtbar steril und weiß. Die Soldaten nahmen uns die Waffen ab und führten uns alle samt in eine Art Duschkammer, Menschen mit gelben Anzügen standen darin und schossen mit Schläuchen Wasser auf uns, ich schrie auf und versuchte den Mann mit dem Schlauch zu erreichen und ihm eine rüber zu hauen. Doch ich erreichte ihn nicht, der Wasserstrahl war zu heftig um dagegen anzukommen.
„Verdammte Scheiße! Jetzt hört auf mit dem Dreck!" Schrie ich und die Mädchen fingen wieder an zu weinen.
„Zieht eure Sachen aus!" Befahl eine Stimme.
„Einen Scheiß werden wir!" Schrie ich zurück.
„Zieht eure Sachen aus!" Forderte die Stimme nun fester. Verdammt was war hier los? Ich konnte mich alleine Baden, ich brauchte doch niemanden dafür! Ich sagte den Mädchen es und nur zögernd taten sei es, nachdem ich mich auszog. Schnell suchte ich nach allen mir bekannte Gesichter, aber anscheinend waren Männer von Frauen getrennt worden. Ich ließ meine nassen Sachen zu Boden fallen und versuchte meine Blöße zu bedecken, auch die Mädchen machten es, nun kamen noch mehr dieser Leute zu uns und schrubbten unsere Körper rein. Ich fühlte mich so elend! Das fremde Menschen mich wuschen und desinfizieren. Zum Schluss wurden wir nochmal abgespült und wir wurden nackt weiter geleitet in einen weiteren weißen Raum, hier waren die ersten Menschen ohne diesen gelben Seuchenanzug.
Sie reichten uns Handtücher und Sachen, Army Sachen... Toll so aussehen wie einer der Idioten hier! Ich zog es mir an und wartete bis endlich Daryl und die Männer zu uns gelassen wurden. Sofort schloss ich ihn in die Arme und hielt ihn fest.
„Waren sie auch so freundlich, wie zu uns?" Fragte ich Sarkastisch.
„Sehr freundlich..." Klang es schon fast drohend, eine ganze Weile passierte gar nichts und wir waren in diesem sterilen weißen Raum gefangen. Bis sich eine Tür öffnete und sich vier Männer in weiß auf uns zu traten.
„Verzeiht uns die Unangenehme Situation eben, verstehen Sie, wir müssen oberste Vorsicht walten lassen!" Erklärte einer der Männer.
„Sie haben uns hier eingesperrt wie Tiere! Das sind kleine Mädchen die das alles hier nicht kennen! Sie wurden Gestern noch vergewaltigt und mussten sich eben Nackt ausziehen! Was fällt ihnen eigentlich ein!?" Schrie ich ihn an, Daryl musste mich zurück halten, ich hätte ihm sicher eine rein gehauen!
„Bitte entschuldigen Sie uns, aber davon wussten wir nichts. Wir wären sicher vorsichtiger mit ihnen umgegangen!" Sagte ein anderer.
„Seid ihr aber nicht! Und nun bring sie hier raus! Sie hassen es eingesperrt zu sein!" Motzte ich weiter und der Kerl nickte und führte die Mädchen raus. Nur kurz hinter zwei Türen strahlte uns das Sonnenlicht entgegen und wir standen mitten im Grünen, die Mädchen wurden ganz Still und schauten sich um.
„Hier sind fast 2000 Quadrat Kilometer Wald und Wiesen, hier können sich ihre Leute austoben, das komplette Gelände ist eingezäunt oder von hohen Klippen umrahmt, also... völlige Sicherheit." Erklärte der Mann mit schwarzen kurzen Haaren.
„Wenn ihr weiter dort entlang geht, werden Sie eine Siedlung finden. Wir sind hier ungefähr 500 Seelen, Soldaten, Wissenschaftler und einfache Überlebende, wie ihr. Der General sagte uns, das die Ureinwohner gerne im Wald leben, also haben wir Westlich von hier, etwas vorbereitet. Wenn Sie wollen, bringen wir sie sogleich hin." Erzählte er weiter. Ich stimmte zu und folgte dem Kerl in den Wald.
Nur wenig später kamen wir an einer Siedlung an, komplett aus Holz gebaut, als ob hier schon jemand lebte. Eine kleine Feuerstelle brannte in der Mitte.
„Und sagen Sie ihnen, es gibt hier auch Tiere, die sie aber bitte nicht jagen. Wenn sie Hunger haben, dann sagen Sie uns bescheid. Für Heute Abend ist schon alles in den Hütten vorbereitet." Sagte er bevor er uns verließ, ich sagte es den Mädchen und den Männern. Sie verstanden es und bezogen die Hütten, es war ein merkwürdiges Gefühl, ohne Waffen im Wald zu gehen, aber hier, hier war es sicher. Kein Beißer würde es hier rein schaffen, nicht hier. Ich ging in eine kleine Hütte und Daryl folgte mir, drinnen waren zwei Stühle, ein Tisch, auf dem Obst und Teller mit dampfender Suppe standen, und ein großes richtiges Bett. Sogleich setzte ich mich auf die Kante und stöhnte auf, Daryl setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm und ließ sich auf den Rücken sinken und zog mich mit sich.
„Glaubst du, es ist jetzt alles vorbei? Glaubst du, wir können wieder ohne Angst leben?"
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The Walking Dead - Jane
Fiksi PenggemarKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
