Ich folgte der Strasse und suchte jeden winkel in Sargent ab, ich fand nur ein verlassenes Lager und ein paar Beißer Leichen, aber keine Spuren oder Anzeichen von Alice. Jeden Tag schlief ich woanders, mal in meinem Auto, mal in ein gesäubertes Haus. Immer auf der suche nach Nahrung und Wasser.
„Wäre ich bloß damals nicht mit Daryl mitgefahren!" Schrie ich mich selbst, des Öfteren an. Langsam begann ich Daryl dafür die Schuld zu geben. Obwohl ich wusste, dass es nicht wirklich seine Schuld war. Im Zickzack fuhr ich durch das Land und suchte sie. Ich fand niemanden! Garkeinen! Nur immer Beißer, die öfters mal meine blanke Wut zu spüren bekamen. Es begann die heiße Zeit, ich glaubte es musste fast August sein.
Und ich glaubte wieder einen Monat unterwegs gewesen zu sein. Ich zählte nicht die Tage, ich aß wenn ich Hunger hatte, wenn ich was fand und schlief wenn ich müde war. Selbst wenn eine riesige Horde Beißer an meinem Auto vorbei liefen, blieb ich ganz ruhig. Es war Normalität.
Ewigkeiten streifte ich durch die Gegend, mal mit Auto, mal zu Fuß. Immer wieder fand ich Tankstellen, oder Autos, in denen noch etwas Sprit war. Ich zapfte jeden Tropfen ab und fütterte meinen Mustang. Wer weiß wie lange ich ihn noch fahren könnte!
>Komm zurück! < Schallte es in meinem Kopf. Ich wusste nicht was in mich gefahren war. Ich hörte diese Stimme immer wieder. Jedes Mal wenn sie kam, kramte ich eine CD heraus und stellte sie an so laut es ging und fuhr über den High Way wie eine besengte entlang.
Doch dann fing dieses Lied an. Es war das Lied! Das Lied als Daryl mich geküsst hat. Das Lied als er mir das Herz brach.
Das Herz brach? Ich war doch nicht in ihn verliebt! Nein, dass stimmte alles nicht! Ich holte schnell die CD raus und warf sie auf den Beifahrersitz. Und schob eine andere hinein. Es war einfach nur Techno Musik drauf. Ich mochte sie zwar nicht, aber es lenkte mich von Daryl ab, sie lenkte mich von Alice ab.
Mich beschlich das Gefühl, dass ich sie niemals fand. Auf dem High Way sah ich das Schild Gefängnis in 3 Meilen.
Sollte ich mir wirklich die Reue geben und dort hin zurück fahren?
Ich schaute auf den Tacho, noch 2 Meilen...
In mir rang es, sollte ich die Suche aufgeben? Oder zurück in Sicherheit gehen und versuchen Routine aufzunehmen? Die Gefängnis Ausfahrt kam immer dichter... Was soll ich Bloß tun?
„Scheiße!" Rief ich. Die Ausfahrt raste an mir vorbei und wie im Affekt, machte ich eine Vollbremsung und wendete das Auto.
„Scheiße!" Rief ich wieder und klopfte auf das Lenkrad. Ich überwand mich und nahm die Ausfahrt. Es dauerte eine Weile bis ich da wäre. Ich drehte die Musik leiser und fuhr normale Geschwindigkeit, was mir so vor kam als würde ich durch den Wald schleichen. Plötzlich sprang jemand aus dem Wald und ich trat voll auf die Bremse.
„Beth!" Schrie ich auf und stieg sofort aus. Sie hatte Judith im Arm und weinte. Sie lief auf das Auto zu und stieg ein. Judith weinte bitterlich.
„Fahr los! Schnell! Bitte!" Flehte sie und ich sah das ein schwarzer Pickup die Strasse entgegen kam.
„Los!" Schrie sie mich an, und ich gehorchte und stieg ein, wendete das Ding und gab Vollgas und fuhr einfach nur fort.
„Was ist los?" Wollte ich aufgekratzt wissen.
„Sie haben das Gefängnis Überfallen! Mit einem Panzer! Ich weiß nicht was passiert war!" Schluchzte sie.
„Wer hat das Gefängnis überfallen?" Bohrte ich weiter.
„Der...der Governor!" Stammelte sie.
Was war bloß passiert? „Was ist mit den Anderen?" Sie schüttelte den Kopf und fing an zu weinen.
„WAS IST MIT DEN ANDEREN!" Schrie ich sie an, ich war sehr besorgt.
„Ich weiß es nicht! Sie sind alle geflohen!" Sie klang sehr verzweifelt. Ich hielt mich nun zurück. „Wohin könnten sie sein?"
Sie versuchte Judith zu beruhigen. „Ich weiß es nicht..." Ich schaute in den Rückspiegel, ich konnte den schwarzen Pickup locker abhängen. Ich fuhr eine Abzweigung ab und fuhr auf einer unbefestigten Strasse in den Wald.
Und hielt an. „Was nun?" Fragte ich sie. Judith beruhigte sich. Und sie starrte mich an. Und sagte nichts.
„Wir warten hier eine Nacht und fahren dann zurück und sehen nach, ob jemand dort ist." Sagte ich nun. Sie nickte einfach. Ich stieg aus und ging zum Kofferraum, holte zwei Flaschen Wasser raus und ging stieg wieder ein.
„Hier trink!" Sie nahm die Flasche dankend an. Wir warteten bis es dämmerte, bis mir sich eine Frage aufdrängte, die ich nicht zurück halten konnte.
„Was ist mit Daryl?"
Sie schaute mich traurig an. „Weiß ich nicht!"
„Was genau war passiert?" Wollte ich nun wissen. Sie erklärte mir dass der Governor das Gefängnis als seines beanspruchte. Die Gruppe hatte wohl Stress gehabt mit einer Anderen Gruppe, sie wohnten in Woodbury. Er griff sie schon einmal an und nahm sie unter Beschuss. Nur wenige Tage später griff er sie mit schwereren Kalibern an. Mit einem Panzer. Sie hatten sich alle verstreut und sind in verschiedene Richtungen geflohen.
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The Walking Dead - Jane
FanfictionKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
