Auf zur Wanderschaft

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Ich ließ den Revolver fallen, das trockene Laub machte ein raschelndes Geräusch.

„Was willst du?" Fragte ich gereizt.

„Ha! Der Governor wird sich freuen einen aus dem Gefängnis, als Geisel zu bekommen!" Sagte eine kratzige Stimme.

„Aus dem was? Governor? Wer soll das sein?" Stellte ich mich dumm, ich wusste genau, das waren die von denen Beth geredet hatte. Ich merkte wie der kalte Stahl meinen Kopf runter rutschte.

„Wie... Du gehörst doch zu dem Haufen!?" Fragte er skeptisch.

„Zu wem soll ich gehören? Ich bin seit Monaten auf der Suche nach meiner Schwester! Ich gehöre zu niemanden!" Meckerte ich nun schon fast.

„Dreh dich um! Ich will dein Gesicht sehen!" Sagte er streng. Ich tat es und schaute unbeeindruckt.

„Und? Was jetzt?" Ich schaute ihn an und hob eine Augenbraue.

Er war erstaunt. „Du gehörst wirklich nicht zu denen! Ich habe dich hier noch nie gesehen!" Stellte er fest. Er hatte schwarze Haut und blutete stark aus einer Wunde am Kopf.

„Ist ja auch kein Wunder, ich war noch nie hier!" Log ich ihn überzeugend an. Er nickte, ich zog ein Taschentuch aus einer meiner Tasche an der Hose und wollte ihn damit abtupfen.

„Hey! Was soll das werden!" Fragte er skeptisch und hielt hektisch meine Hand fest.

„Du blutest, das sieht nicht gerade appetitlich aus!" Sagte ich und er ließ meine Hand los und ich tupfte ihm sein Kopf etwas sauber.

„Hat einer deiner Leute mein Auto geklaut?" Ich musste mich auf seine Seite schlagen, er hätte mich sonst sicher erschossen.

„Nein, das war eine Schlampe aus dem Gefängnis!" Fluchte er. Ich biss die Zähne zusammen, ich musste um jeden Preis mitspielen! Obwohl ich im am liebsten eine Klatschen wollte! Ich versorgte etwas seine Wunde weiter.

„Wie heißt du?" Fragte er stürmisch.

„Ich? Ich bin Jane! Und wer bist du? Wenn ich fragen darf?" Heuchlerisch fragte ich nach, es war mir eigentlich scheißegal.

„Leif..." Sagte er und zischte Luft zwischen seine Zahnlücke.

„Und was nun?" Fragte ich nach, ich hoffte, dass er einfach gehen würde.

„Wir gehen nach Woodbury, dann werden wir sehen..." Sagte er.

SCHEIßE! Rief es in mir. Ich konnte nur hoffen, dass Beth in Appling blieb, oder hinfuhr. Widerwillig stimmte ich ihm zu.

„Gut dann lass uns gehen!" Er deutete in eine Richtung und wir gingen los. Es wurde Mittag und auch Nachmittag und endlich sah ich die Barrikaden von Woodbury. Die Beißer die uns entgegen kamen, wurden von ihm erbarmungslos erschossen, obwohl wir ihnen hätten entkommen können, sie sahen uns nicht mal und dieser Irre schoss auf alles was sich bewegte! Gott sei dank suchte ich nicht hier nach Alice... Alice! Sie platzte einfach in meine Gedanken.

„He habt ihr vielleicht ein junges Mädchen mit schwarzen Haaren in den letzten 3Monaten bei euch aufgenommen?" Dies musste ich wissen, unbedingt.

Er verzog die Mine. „Ne, nicht das ich wüsste." Wir gingen um die Barrikade, doch dahinter sah es nicht gerade Rosig aus. Alles war Chaotisch und lag in Trümern, waren es die Leute aus dem Gefängnis?

„Scheiße!" Rief Leif und schlug die Hände über den Kopf zusammen.

„Ok! Du bleibst hier und bewegst dich nicht! Ich suche den Governor!" Sagte er laut. Ich nickte ihm zu, das war meine Chance, jetzt konnte ich entkommen. Leif lief in ein Haus und ich nutzte die Chance und verschwand in den Wald.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt