Es dauerte nicht lange und die Sonne ging endlich auf. Ich streckte mich und sah diesen John an. Er war verdreckt und Blut verschmiert, echt kein schöner anblick.
Aber draußen scheint alles ruhig zu sein. Und ich beschloss einfach nachzusehen und los zu gehen. Ich wusste ungefähr wo diese Stadt lag.
Als ich die Bank wegschob, knarrte sie laut und John sprang auf.
„Du willst doch nicht alleine gehen, oder?" Fragte er ängstlich.
„Wenn du mir folgen willst, bitte! Aber ich werde nach Sargent gehen und Alice suchen." Erklärte ich ihm. Er nickte und folgte mir aus der Kirche.
Mir ging dass kleine Mädchen nicht mehr aus dem Kopf, aber ich musste damit abschließen, wahrscheinlich war sie schon Tod, mehr oder weniger.
Doch noch kurz bevor wir den Waldrand erreichten, schrie ein Mann hinter uns her.
„Hey! Hey ihr Verräter!" Sagte er immer wieder.
Schnell zückte ich meinen Revolver und zielte auf ihn. Ein grauenhafter Anblick ereilte uns. Der Mann war mit Blut getränkt. Er krümmte sich vor Schmerzen und schlug sich immer wieder an den Kopf.
„ARGH!" Schrie er.
„John! Lauf! Wir müssen weg!" Sagte ich schnell zu ihm. Doch der Dreckskerl hört es und zückte eine Knarre.
„IHR! IHR MÜSST JETZT STERBEN!" Sagte er und lachte laut los.
„Der ist doch total durch geknallt!" Sagte ich hektisch. Völlig unzurechnungsfähig!
Ich ging Rückwärts. Der Kerl wirkt wild und schrie und lachte immer wieder abwechselnd. Ich war eine miese Schützin, ich hätte ihn nie aus der Distanz getroffen, da blieb mir nur noch eins übrig: weglaufen!
„Bleib ruhig Kay!" Sagte John jetzt zu dem Mann gerichtet.
„Lauf und suche Alice. Ich halte ihn auf, solange ich kann." Flüsterte er mir zu.
„Ich habe alles verloren, du nicht, also lauf!" Sagte er ernst.
„JOHN!" Brüllte der Typ und zielte auf ihn. Ich erkannte genau, dass er zitterte, ich habe schon schlimme Verwandlungen gesehen, aber dies war die Krönung. Er spuckte Blut und kam immer dichter. Mir wurde flau im Magen und meine Beine wurden taub, ich war bereit für die Flucht.
„JETZT!" Rief John und lief auf den Typen zu.
Er riss ihm die Waffe weg und ich drehte mich um und lief in den Wald. Nur drei Schritte weiter hörte ich einen Schuss und drehte mich um. Ich konnte John doch nicht einfach mit so einem Irren alleine lassen. Er hatte doch auch das Recht auf Leben! Doch es war zu spät nur wenige Schritte hinter mir war dieser verrückte Kerl, er lief auf mich zu und blieb schwankend stehen. Er zielte auf mich.
„Du wolltest mich töten! Jetzt töte ich dich!" Sagte er mit kratziger Stimme. Jetzt oder nie. Ich hob meine Waffe und schoss.
Ein ruck zog mich zurück und ich landete unsanft auf dem von Blättern überzogenem Waldboden. Erst war alles Taub und ich spürte nichts mehr. Ich dachte es geht vorbei mit mir.
Doch plötzlich spürte ich ein brennendes Stechen in meiner linken Schulter. Ich hielt meine Hand darauf und musste einen Schrei unterdrücken, ich spürte dass meine Hand warm wurde und ich führte sie zu meinem Gesicht und sah dunkelrotes Blut an ihr hinunter laufen.
Er hatte mich erwischt, so ein Arschloch! Ich hob meinen Kopf und sah, dass auch ihn es erwischt hatte und dass voll ins Schwarze. Der steht nicht mehr auf!
Zufrieden legte ich meinen Kopf nieder, nur um im nächsten Moment festzustellen, dass mich irgendwas am Stiefel zog.
Den Kopf ruckte ich hoch und sah John der mir am Stiefel kaute.
„Verdammte Scheiße!" Sagte ich und John, der Beißer begann zu stöhnen. Mit aller Kraft trat ich gegen seinen Schädel, solange bis sich der Nasenrücken in sein Gehirn bohrte und er endlich ruhe gab.
Nun musste ich etwas schneller reagieren. Ich stand auf, die Schüsse lockten sicher jede Menge dieser Beißer an. Also was nun? Zurück zur Kirche oder weiter durch den Wald?
Als ich aufstand, erledigte sich die Frage. Mir wurde so schwindelig und mein Arm schmerzte heftig. Mit gezogener Waffe ging ich zurück zur Kirche und schob die Bank, soweit es ging wieder vor die Tür und legte mich auf eine andere Bank.
„Nicht einschlafen!" Sagte ich mir. Das wäre mein sicherer Tod gewesen. Mit der rechten Hand kramte ich in meinem Rucksack, den ich nur schwer vom Rücken holen konnte. Ich fand eine Mullbinde und eine Taschentücher Packung.
„Perfekt!" Sagte ich zu mir selber. Und nun kam zum allen Überfluss auch noch Übelkeit hinzu. Das Blut lief heiß und klebrig meinen Arm hinunter. Ich versuchte meine Jacke auszuziehen, es gelang zwar, aber nur unter großen Schmerzen. Ich stöhnte und biss die Zähne zusammen. Mein Blick wurde immer verschwommener. Unter der Bank bildete sich eine Pfütze von meinem Blut.
„Scheiße, scheiße, scheiße!" Fluchte ich immer wieder. Ich zerriss die Taschentücher Packung mit meinen Zähnen, sammelte sie wieder ein und drückte sie auf die Wunde. Nur wenige Zentimeter weiter runter und ich wäre Hops gegangen.
„Man Alice!" Schimpfte ich. Warum musste sie auch verschwinden!?
Ich versuchte mir die Wunde zu verbinden, was mir nur teilweise gelang. Sie diente eher dazu dir Tücher festzuhalten. Immer wieder sank mein Kopf ab. Nun drehte sich auch alles und es pochte in meinem Kopf.
>Du stirbst jetzt nicht! < War das Alices Stimme? Ich öffnete die Augen und suchte nach ihr. Aber es war nur meine Einbildung, aber diese Einbildung hatte recht. Aber schlafen...Das geht... Antworte ich und war kurz darauf weggetreten.
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The Walking Dead - Jane
FanficKlappentext: Was würdest du tun? Wenn die Welt, wie du sie kennst zu Ende ist... Jane und Alice machen diesen Horror durch, immer auf der suche nach Sicherheit. Zwischen Liebe und Tod, getrieben und verfolgt von Lebenden, sowie Untoten verschwindet...
