Sicher aber gefangen

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Ich schrie vor Schmerzen, aber bekam meinen Mund nicht auf.

Mir war so heiß! Ich brannte, mein Kopf stand in Flammen, solange bis alles auf einmal Still wurde...

Eine seltsame aber angenehme Stille. Ich fühlte diesen stechenden Schmerz nicht mehr, er war einfach weg. Jetzt konnte ich auch meine Augen öffnen, es ging ganz leicht...

Ich öffnete sie und sah nur weißes Licht. War ich Tod? Stand ich vor den Toren des Himmels? Nein, dieses Licht war nicht angenehm... Es war künstliches Licht.

Gott hat wohl keine Neon röhren verbaut! Dachte ich und musste leicht lachen, naja ein krächzen entfuhr mir.

Ich hörte Schritte. Und plötzlich stand eine vermummte Person vor mir, sie sah aus wie ein Arzt, mit Mundschutz oder sowas.

Ihre Hände waren an meinen Wangen und ich spürte die wärme.

Schallend dumpfe Geräusche drangen an mein Ohr. Ich verstand sie nicht. Bis es nachließ und sich mein Blick langsam festigte und ich erkannte wo ich war.

In einem OP Saal... In mir wuchs Nervosität und ich wollte mich aufstemmen, doch irgendwas hinderte mich daran.

„Bleiben Sie ruhig, Miss!" Sagte eine sanfte Stimme mir zu. Ich blinzelte und ich dachte ich verhörte mich, ich kannte diese Stimme nicht, wer war sie?

„Was..." Krächzte ich, sie sah mir erschrocken in die Augen.

„Miss? Sie sind in Sicherheit! Beruhigen Sie sich!" Forderte sie mich auf. Ich zappelte an den Beinen und versuchte meine Hände zu bewegen. Plötzlich war da wieder dieser beißende Schmerz und ich schrie.

„ES BRENNT!" Schrie ich immer wieder. Ich spürte etwas Kaltes an meinem Arm und sah hin. Die Frau drückte eine riesige Spritze in meinen Arm.

„Keine Sorge, es hört gleich auf!" Sagte sie ruhig und wollte sich abwenden als ich die Augen schloss.

„Was..." Brachte ich wieder krächzend heraus. Und öffnete die Augen sofort wieder. Jetzt stand sie wieder über mir und sah mich erschrocken an.

„Sie müssten jetzt schlafen! Das war die doppelte Dosis Morphium!" Sie wirkte ängstlich, aber interessiert.

„Ich denke gar nicht daran zu schlafen!" Flammte ich sie an. Ich zog wieder an den Armen, die sich kein Stück bewegten. Sie schüttelte erstaunt den Kopf.

„Bitte... Machen Sie mich los! Es tut weh!" Sagte ich krächzend. Sie zog sich den Mundschutz weg und lächelte.

„Noch nicht, wir sind noch nicht sicher ob du ansteckend bist, aber in ein paar Stunden sind wir uns sicher!" Sagte sie Nett und schob mir erneut eine große Nadel in den Arm. Ansteckend? Was war passiert?

„Miss? Miss, sind Sie wach?" Fragte eine sanfte männliche Stimme.

Ich klimperte mit den Augen.

„Ja..." Sagte ich leise und versuchte durch das Licht zu sehen. Ich erkannte nur Schemenhafte Gestalten.

„Wie fühlen Sie sich Miss?" Wollte er wieder wissen, ich erkannte dass er eine Brille trug und eine Glatze hatte.

„Beschissen!" Antworte ich patzig.

„Beschreiben Sie die Symptome..." Wollte er wissen. Ich stöhnte auf.

„Meine Gelenke schmerzen... Mein Hals ist verdammt trocken... Und ich bin scheiße Müde durch ihre scheiß Medikation!" Sagte ich leicht gereizt. Er lachte auf.

„Sind Sie immer so Aggressiv?" Fragte er betonungslos, jetzt lachte ich, auch wenn mir der Hals wehtat.

„Das war noch freundlich!" Sagte ich lachend.

The Walking Dead - JaneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt