Ramon Ruíz
Kaum hatte ich sie ins Wasser gezogen kam sie auch wieder direkt vor mir aufgetaucht, wischte sich noch immer etwas geschockt das Wasser aus dem Gesicht, bis sie mich direkt vor sich erblickte und sich ihre Miene schlagartig wieder änderte.
Wie ein Bulle in Filmen schnaubte sie und schlug mir auch schon mit der Faust gegen die Brust.
Gespielt verletzt hielt ich mich an dieser Stelle fest und krümmte mich vor Schmerzen.
"Verdient hast du's", nuschelte Kate stinkig und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust.
"Ist da jemand etwa zickig?", zog ich sie grinsend auf, wobei selbst sie sich ein schmunzeln verkneifen musste. "Außerdem hätte ich dich anders niemals ins Wasser bekommen und auch wenn ich es wirklich schmeichelnd finde, wie du die ganze Zeit deine Augen nicht von meinem Sixpack kriegen kannst, geht es mir langsam so richtig auf den Sack."
Geschockt schaute sie zu mir. "Das hab ich gar nicht gemacht!", bestand sie drauf, wurde aber bei meinem belustigten Blick wie auf Knopfdruck rot und wendete ihr Gesicht von mir ab.
"Ja, ja... Wer glaubt wird selig.", machte ich mich zugegebenermaßen über sie lustig. Stumm stand sie da und wurde anscheinend so langsam nervös. "Komm.", meinte ich und wollte sie damit dazu bringen, weiter zu schwimmen, an einen Punkt, wo sie nicht mehr stehen kann.
"Ne- Nein, danke. Ich geh wieder raus.", meinte sie verlegen und musste sich selbst dabei wirklich konzentrieren, mir nicht die ganze Zeit auf meinen Bauch zu schauen.
Wie sie es gesagt hatte, war ich wieder bei ihr und griff sie sanft an ihrem Oberarm. "Oh nein, Querido. Ich hab dich nicht ohne Grund hier reingezogen. Schau", schaute ich kurz runter auf ihr Dekolleté und bemerkte da auch schon gleich einen unglaublich heißen weißen spitzen BH, der wirklich an meinen Nerven zog, weshalb ich auch schnell wieder in ihre Augen schaute. "Jetzt hast du nichts mehr zu verstecken. Außerdem hab ich auch nur eine Boxershorts an und lass dich die ganze Zeit auf meinen Oberkörper starren, wie eine Irre, also stell dich nicht so an."
Kurz schaute sie mich Kopfschütteln an. "Okay... Aber dann lass mich kurz den Rock ausziehen. Mit diesem Teil kann ich mich schon trocken überhaupt nicht bewegen und im nassen erst recht nicht.", bat sie mich darum, sie loszulassen und an den Rand gehen zu dürfen.
Schon war meine Hand wieder von ihrem Arm. "Solange die Madam wieder zurückkommt, ist es mir recht.", hob ich abwertend die Hände in die Höhe und merkte auch schon wieder ein leichtes lächeln auf ihren Lippen, was wirklich mein Herz erwärmte.
Wirklich keine Ahnung woher der ganze Scheiß mittlerweile kam. Ich wollte sie Glücklich sehen und nie traurig. Wenn ich das tat, war es schon fast so, als würde ich mir die Schuld für ihre Trauer geben. Zugegeben: Meist war ich auch daran Schuld, aber das vorhin, als ich ihr einfach eine Freude machen wollte und mit ihr deshalb zu ihrer Verwandtschaft gefahren bin, war ich nicht Schuld. Einen Teil trug vielleicht schon ich, da Javier nur wegen mir so ausgerastet war, aber ich hatte sie nicht zusammen geschrien und ihr gesagt, dass sie kein Teil der Familie sei.
Das würde ich schon aus purem Anstand und Prinzip nie. Sie weiß es zwar nicht, aber in meiner Familie hat sie schon längst festen Fuß gefunden. Jeder mag sie, auch wenn Fernando ab und zu etwas provozierend und meine Mutter kühl wirkte, war sie schon ein Familienmitglied.
Sie stellte sich an den Stein, an dem ich meine Klamotten hingelegt hatte und zog ihren Rock aus. Ich konnte irgendwie meinen Blick nicht von ihr nehmen und beobachtete sie schon fast wie ein kleiner Stalker dabei, wie sie sich diesen schwarzen Rock von den Beinen Strich und darunter ein dunkelblauer oder schwarzer- so genau konnte ich das nicht sagen- Slip hervor kam, der aber auch gleich wieder von dem Hemd überdeckt wurde, das lang genug war, dass man sich es in den Rock stecken konnte und so einen luftigen Effekt erwecken konnte.
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You saved me
Storie d'amoreEin einfaches Mädchen wird eines Tages von Anhängern der Mafia entführt und sollte eigentlich für Geld wieder zurück gehen. Aber was ist, wenn die falsche Person entführt wurde? Textausschnitt: „Pack deine Sachen!", befahl er ruhig aber trotzdem so...
