Ramon Ruíz
Der Flur explodierte an genau der Stelle, an der sie er mit dem Saal verbunden war. Die Leute schrien panisch auf und drückten sich weiter in Richtung der Fenster, während der Flur in großen Steinen ineinander brach.
Der kleine Körper unter mir bebte wie Espenlaub und schien gar nicht aufzuhören, laute Schluchzer von sich zu geben. Das poltern hinter uns war immer noch nicht vollends verstummt, weshalb ich immer noch auf dem zierliche Körper lag und nicht wagte, mich einen Zentimeter von ihm fort zu bewegen, ehe es aufgehört hat.
"Ramon!", hörte ich die panische Stimme von meinem Bruder Renée, der auch schon zu mir gerannt war.
Ich hob den Kopf und sah um mich herum. Das Material des Flures war gefallen und rutschte jetzt nur noch an den bereits unten liegenden Sachen herunter.
Ich stellte mich hin und versuchte die Hand des verängstigten Mädchens unter mir zu nehmen, um sie wieder aufrecht hinzustellen, was allerdings nur so halb funktionierte. Sie stand so unter Panik, dass ihre Beine ganz weich waren und ich sie abstützen musste, indem ich sie an ihrer Taille hielt.
Alle Augen wanderte von uns auf diesen miesen Drecksack, der am Eingang stand. Ich schaute zu meinen Eltern, die beide erleichtert ausatmeten, als sie sahen, dass ich aufrecht da stand.
"Meine Güte!", motzte das dumme Arschloch, dass Kate und mich in die Luft sprengen wollte. Sofort schellte mein zorniger Blick zu ihm, der ebenfalls zu mir sah. "Ja, jetzt schau nicht so! wollte es doch auch anders. Aber wie es scheint, muss man wieder alles selber machen!", regte er sich auf und zog auch schon eine Knarre aus seinem Hosenbund, die er direkt in unsere Richtung hielt. Die Menschen versuchten auszuweichen, wobei er natürlich eine freie Sicht auf Kate und mich hatte.
So schnell ich nur konnte drückte ich die benommene Kate hinter mich und versuchte so zügig, wie es nur ging, zur Seite zu kommen. Doch ich schaffte es nicht.
Er drückte ab und die Kugel flog direkt auf uns zu. Ich machte mich so klein wie möglich und verkrampfte meine Hand um Katelyns Taille. Ich hörte den lauten Schrei meiner Mutter, der aus dem verstummen der Menschen, deutlich hervor drang.
Und da war es auch schon: Ein brennendes ziehen an meinem Arm.
Kräftig biss ich die Zähne zusammen um keinen Schrei von mir zu geben, als auch schon einer hinter mir kam. Schnell drehte ich mich zu ihr um. Ihr Blick war auf ihren Arm gerichtet, aus dem Blut drang.
Dieser Sohn einer blutpissenden Hafennutte hatte auch Katelyn angeschossen!
Gefährlich langsam drehte ich mich wieder nach vorne und sah ihm mit mörderischen Augen direkt in seine. Eine anerkennende Miene liegt auf seinem verschrumpelten Gesicht, was mich nur noch wütender machte.
"Der kleine Ruíz ist wohl einfach nicht Tod zu kriegen, genauso wie seine kleine Begleiterin, wobei sich ihr Name wirklich noch auf ihre Größe beziehen könnte.", labert diese fehlgeschlagene Abtreibung scheiße vor sich her.
Fragend schaute ich zu meinem Vater, da ich diesen Idioten da vorne nicht kannte, er aber anscheinend mich. Doch er sah nicht zu mir. Er war zornig fokussiert auf das Arschloch da vorne, der mich gerade in die Luft sprengen wollte und danach erschießen.
"Aber nagut, dann eben nicht. Ich hoffe, ihr habt jetzt alle gesehen, dass ich keine Witze mache und versteht, dass ich mich nicht zieren werde, diesen Raum ebenfalls in die Luft fliegen zu lassen, wenn mir jetzt keiner das Mädchen bringt.", zog er wieder die volle Aufmerksamkeit auf sich.
"Keiner? Okay, dann ne-", schaute er gerade wieder auf seine Fernbedienung, als jemand aus der Menge sich meldete.
"Sie wurde mit ihren Eltern aus der Stadt gefahren und sind gerade auf dem Weg außer Landes!", schrie er und verratet die gesamte Familie von Bonita.
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You saved me
RomansaEin einfaches Mädchen wird eines Tages von Anhängern der Mafia entführt und sollte eigentlich für Geld wieder zurück gehen. Aber was ist, wenn die falsche Person entführt wurde? Textausschnitt: „Pack deine Sachen!", befahl er ruhig aber trotzdem so...
