Zurück in meinem Büro hatte ich mich gerade erst auf meinen Stuhl nieder gelassen und wollte die Überwachungskameras aus dem Keller checken, als schon meine Türe aufgerissen wurde.
Genervt hob ich meinen Kopf und sah zum Eingang, um zu schauen, wer es noch nicht gelernt hat, anzuklopfen.
Verwirrt runzelte ich die Stirn.
"Wo ist sie?", fragte die kleine Dame sauer und trat an meinen Tisch heran.
Ungläubig sah ich sie an und konnte es nicht fassen, wie diese Frau auf einmal respektlos mit mir sprach. Es konnte doch nicht sein, dass jetzt alle den Respekt vor mir verloren hatten?!
Die keine Faust landete aggressiv auf meiner Tischplatte, wobei ich nur wütend meine Zähne aufeinander beißen konnte.
"Entschuldigen Sie, Sir.", kam es von der Türe hastig von der Türe, wo ich einen gehetzten Ivar sah, der geradewegs auf Edith zu rannte.
Still schaute ich dabei zu, wie der 1,80 große Mann die winzige Frau zu sich zog und ihr was entgegen flüsterte, bevor er sie hinter seinen Rücken schob und sich mir zuwandte.
Mit ausgeprägtem Kiefer und einer wütenden Miene schaute ich ihn auffordern an.
"Tut mir leid, Sir", entschuldigte er sich immer och etwas unruhig. "Ich und Frau Aguilar hätten da allerdings eine sehr dringende Frage."
"Konnte ich sehen.", meinte ich kalt uns blickte noch ein mal zornig zu dem Kampfhuhn hinter Ivar.
Ich machte eine Hand Gestik und zeigte dem Arzt damit, dass er fragen durfte.
"Wo ist das Mädchen, Sir?", fragte Ivar interessiert
"Katelyn, um genau zu sein.", korrigierte Edith Ivar aggressiv und schaut dabei drohend zu mir rüber.
Ivar verdreht nur die Augen und sieht mich wieder fragend an.
"Was wollt ihr von ihr?", frage ich gelangweilt und lehne mich in meinem Stuhl zurück.
Ivar guckt hilfesuchend hinter sich, wobei sich das Kampfhuhn wieder neben ihn stellt und mir sauer entgegen sah.
"Ich hörte Schreie, die aus der Richtung ihres Büros kamen, kurz nachdem Katelyn abgeholt wurden war und zu ihnen gebracht wurde. Sie haben einen kurzen Geduldsfaden und sie ist anscheinend schon öfters gegenüber Ihnen aufmüpfig gewesen, wie es gestern aussah. Zudem sind wir gerade nur zu dritt hier in ihrem Büro und das noch ohne Katelyn. Viktor hat sie nicht mehr vorbei gebracht und sie scheint auch nicht bei ihnen zu sein. Ich mach mir einfach sorgen. Schließlich haben Sie schon Menschen für deutlich kleinere Vergehen umgebracht.", verpackte Edith einen respektlosen Satz höfflich und schaute mir dabei sogar noch komplett emotionslos entgegen.
Was sie sagte machte mich unglaublich wütend. Ich spannte meinen Körper an und meine Miene verdunkelte sich. Doch Edith schüchterte ich damit keinesfalls ein. Immerhin kennt sie mich seit ich vier Jahre alt bin. Obwohl genau das der Punkt ist. Sie kennt mich seit ich ein Kleinkind war und sollte deshalb genau wissen, dass man sich nicht mit mir anlegen sollte.
Ivar wollte gerade ansetzten und die Situation entschärfen, so wie er es immer macht, als ich die Stimme von meinem kleinen Bruder aus dem Flur höre, die direkt auf mein Büro zukommt.
"Wen hast du eigentlich in den kleinen Kellerraum gesper-", fragt er, unterbrach sich aber direkt, als er um die Ecke bog und die Situation sah. "Oh. Ich wollte natürlich stören. Wenn ihr einen Dreier haben wollt, verschwinde ich selbstverständlich sofort wieder und lass euch die Ruhe.", sagt er komplett trocken und langt bereits an die Türklinke, um sie zuzuziehen, als er grinsend wieder los lässt und ganz lässig an die Wand neben mir geht.
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You saved me
Roman d'amourEin einfaches Mädchen wird eines Tages von Anhängern der Mafia entführt und sollte eigentlich für Geld wieder zurück gehen. Aber was ist, wenn die falsche Person entführt wurde? Textausschnitt: „Pack deine Sachen!", befahl er ruhig aber trotzdem so...
