🚨 Elena Withe/ Walker 🚨.

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Mein Bruder, mein richtiger Bruder, steht keine drei Meter vor mir, ich kann seine Augen nicht lesen, ist er wütend? Verwirrt? Oder traurig?

Dafür bin ich alles. Ich denke an alles, als meine Familie gestorben ist, ich hatte darum gebetet, nie seinen Namen zu hören.

„Endlich habe ich dich gefunden„, seine tiefe Stimme wird so viel lauter als meine Gedanken, ich renne auf ihn zu, ich werfe mich förmlich in seine Arme und seine Arme halten mich sofort fest.
Ich verfeabe mein Gesicht an seinem Hals, ich kann nicht anders als zu weinen, ich habe ihn so sehr vermisst meinen Bruder so sehr, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich weiß nicht wie lange wir dort stehen, keiner von uns bewegte sich auch nur einen Millimeter. „Elena, mein Gott, ich habe dich jahrelang gesucht, Mama sagte, du seist tot, aber ich konnte kein Grab finden, ich, oh Scheiße, endlich habe ich dich wieder„, also erzählten meine Eltern wirklich allen, dass ich tot sei, eine Traurigkeit, die ich längst überwunden glaubte, zberkommt mich, ich verkrampfe mich in Grahams Armen.

„Ich hatte keine Codes mehr für dein Telefon, Mama und Papa haben mich rausgeschmissen ohne alles. Grahm, ich war doch nur schwanger und trotzdem haben sie mir nicht mal einen Code gegeben, damit ich dich anrufen kann, ich konnte dich nicht erreichen„, jetzt zitter ich richtig in seinen Armen, ich weiß nicht, wie viel er wusste, aber für mich zählte jetzt nur, dass ich meinen Bruder wieder hatte.

„Schwanger?" Als ob er meine Schwangerschaft sehen könnte, schiebt er mich ein Stück von sich weg und betrachtet meinen Bauch. Er schaut sich überall um, bis ich begreife, dass er meine Tochter sucht.

„Ich habe Sophia in der Schwangerschaft verloren", das ist ein Thema über das ich nicht so schnell hinweg gekommen bin, aber ich kann mittlerweile gut darüber sprechen, lange Sitzungen bei meinem Therapeuten haben mir geholfen.

„Elena, ich wusste von nichts, ich kam vom Einsatz nach Hause, dein Zimmer war leer, alle Bilder von dir waren weg, auch deine rosa Haarspange war nicht mehr da, Mama sagte, sie könne das alles nicht mehr ertragen. Ich bin in so ein Loch gefallen, ich habe wochenlang getrunken, als ich endlich dein Grab besuchen wollte, sagte Papa, es gäbe keins, du wärst mit Maik in einem Auto verbrannt. Aber nicht mal eine Gedenktafel? Irgendwas? Ich habe Maiks Eltern gesucht, aber die waren verschwunden, erst fünf Monate später habe ich seinen Vater gefunden, begraben auf einem Friedhof neben Maik. Von da an habe ich dich gesucht oder viel mehr gewütet, ich habe Mama und Papa angeschrien und einige Einrichtungsgegenstände kaputt gemacht. Da haben sie mich angeschrien, dass du weggelaufen bist, im gleichen Atemzug haben sie mich weggeschickt.
Ich habe alles durchsucht, Elena, jedes Dokument, in dem dein Name stand, ich habe Ämter abgeklappert. Warum bitte konnte ich dich nicht finden? Aber nein nichts. Städte habe ich nach dir abgesucht. Irgendwann bin ich wieder in die Dienststelle gegangen, in der Hoffnung mehr zu finden, aber auch da fand ich rein gar nichts. Erst als ich in die Firma rekrutiert wurde, versprach man mir das man mir helfen würde. Elena ich hatte keine Ahnung das ich dich hier finden würde. Eine Mission und wen finde ich hier? Keine Frage ich bin gerade verdammt glücklich, aber wozu zum Teufel brauchst du fünf von uns? „

Er sieht sich um. Nate, Dante, Alex und noch zwei Typen neben meinem Bruder. Aber keiner sagt etwas. „Ähm, wann hast du das letzte Mal mit Mama und Papa gesprochen? „ Scheiße, wie soll ich das jetzt erklären?.

„Ich weiß, dass sie alle tot sind, Elena, aber warum zum Teufel? Und was hat das mit dir zu tun? Ich scheiß drauf, du lebst, das ist die Hauptsache„, wieder drückt er mich an seine Brust. Ich weiß nicht warum, aber jetzt weiß ich, dass nicht meine ganze Familie tot ist.

Grahm geht mit mir an den Tisch wo Dante meine Tasse oder den Rest davon aufhebt. „Ich weiß nicht wer er ist, ich weiß nicht was er von mir will, Grahm", ich habe das Bedürfnis ihm zu sagen, dass es nicht meine Schuld ist. „Du bist so groß geworden", ich lasse Grahm erst einmal mit seinen Gedanken in Ruhe, auch er muss das erst einmal verdauen.

Als mein Blick zu den beiden anderen wandert, versteife ich mich.

Die beiden sehen aus wie verdammte Schränke, ihre bösen Blicke, die sie mir zuwerfen, helfen mir auch nicht, mich zu beruhigen.

„Das sind Phil und Olli, mit denen arbeite ich schon seit gut sechs Jahren zusammen. Vor denen brauchst du keine Angst zu haben", beruhigt mich Grahm. Und verdammt, das brauche ich auch. Ich bin jetzt offiziell mit fünf sehr gefährlichen Männern in einem Haus.

„Also Phil und Olli, schaut nicht so, als hätte jemand gerade eure Katze umgebracht, setzt euch", ja, das ist ein kleiner Befehl von mir, im Stehen sind die beiden sehr groß. Nate steht neben meinem Bruder, der mich wiederum ansieht, als hätte er ein Gespenst vor sich.

Die Situation wird immer beklemmender. Dante stellte für jeden eine Tasse Kaffee auf den Tisch, ich schnappe mir sofort eine, ich brauchte dringend etwas in den Händen.

Und dann sage ich etwas, was ich besser nicht gesagt hätte.

„Grahm, das ist Nate, mein Mann. Das ist Dante und Alex da hinten hat noch Redeverbot", das ist nur zur Auflockerung. Ein kleiner Scherz. Der nach hinten los geht, Grahm brüllt „Mann?" und dreht sich zu Nate um, er sieht ihn hasserfüllt an. „Äh", da ist weder hilfreich noch wortgewandt.

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meine BodyguardsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt