🚨 Nate Walker 🚨.

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Sie weinte zwar nicht, aber sie ist totenbleich. Ihr Körper zittert. Wir wissen alle nicht, woran sie sich erinnert. Ich werde immer nervöser.

Ich rüttel an ihrem Arm. Meine Hände finden ihr Gesicht fast panisch versuche ich sie wieder zu mir zu ziehen.
Mit zitternden Händen berührt sie meine Brust. Sie konzentriert sich auf mich. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Ich weiß sofort, dass mir das, was sie zu sagen hat, überhaupt nicht gefallen wird.

„Es tut mir leid", ihre Worte so leise geflüstert.
Es klingt wie ein eisiger Abschied. Aber ich bin nicht bereit, sie gehen zu lassen.
Dante, zum Glück weiß er, was jetzt zu tun ist. Ich bin mit meinen Nerven am Ende. Ich trage sie zum Sofa. Grahm macht noch eine Tasse Kaffee, auch er ist blass. Seine Schwester so zu sehen, ist auch für ihn nicht leicht.

Keiner meiner Kollegen rührt sich von Elena weg. Alle sind in Alarmbereitschaft. Ich setze mich vor Elena auf den Tisch. Ich muss ihre Hand halten. Sie ist plötzlich so kalt, so zittrig. Ich muss sie halten.

Aber sie sieht mich keine Sekunde mehr an. In ihrem Blick liegt Wut und Verzweiflung. Sie sieht Dante an, ignoriert mich. „Dante, ich wünschte, ich könnte ihn dir jetzt genau beschreiben. Wirklich. Aber...„

Sie bricht ab bekommt kaum einen Ton heraus, ich muss mich zusammenreißen, um sie nicht zu schütteln.

„Ich habe mit ihm geschlafen."
Mit wem?
Sie meint doch nicht...

Ich kann kaum atmen. Meine Augen verlieren sich im Blick unserer Hände. Kein Wort kommt über meine Lippen.
Nur Dante, er stellte die Fragen.
Meine Elli hat mit diesem Irren geschlafen?
Mein Mädchen.

Nein.
„Wann? „
„Letzten Sommer."
„Warum?„, auch Dante schlägt einen Ton an, der es ihm erlaubt, das Gehörte zu ertragen. Ich spüre, wie Elena mir entgleitet. Ich bekomme es mit der Angst zu tun.

„Verurteile mich nicht Dante, seit der Geburt von Sofie konnte ich keinen, also verdammt, ich konnte keinen Orgasmus mehr haben. Es ist verdammt frustrierend, wenn man will, aber irgendwie nicht kann. Die Mädels wussten nichts davon, also hab ich mich eines Abends selbst auf den Weg gemacht, zwei Tage vorher hatte ich eine Sitzung bei meinem Therapeuten, da hab ich das erst mal angesprochen. Es ist mir jetzt noch unangenehmer, aber ihr, ihr müsst das verstehen wieso.

Jedenfalls haben wir geredet, ich und der Therapeut. Er versuchte mit mir herauszufinden, warum es nicht klappte, vom Körper her sagte mein Gyn, es sei alles in Ordnung, also musste es an meinem Kopf liegen. Jedenfalls ermutigte er mich, es noch einmal unter anderen Bedingungen zu versuchen.

Aber da meine Freundin nichts wusste, bin ich alleine in einen Club gegangen. Ich fühlte mich sicher, natürlich war ich nervös, aber ich war fest entschlossen, es endlich hinter mich zu bringen. Nach ein paar Drinks hat mich ein Mann angesprochen. Ich war nicht besonders erfreut, dass er es war, das weiß ich noch, aber ich weiß nicht warum. Jedenfalls kamen wir ins Gespräch. Tranken noch ein paar Gläser zusammen. Danach ist alles ziemlich verschwommen.

Der Typ, mit dem ich mich unterhalten hatte, war weg, als ich auf der Toilette war. Dafür war ein anderer da. Naja, in dem Moment war es mir völlig egal. Ich hab versucht ein bisschen zu flirten und Naja ihn heiß zu machen. Wir sind zu mir gegangen. Am nächsten Morgen war er weg und ich hatte einen Höllenkater. Dabei hatte ich gar nicht so viel getrunken.

Ich wusste, dass es genauso ein Reinfall war wie die Male zuvor und schwor mir, nie wieder Sex zu haben. Ich verdrängte den Tag so gut es ging. Der Typ kam nie wieder. Ich kann mich nur nicht mehr daran erinnern, wie er ausgesehen hat. Ich meine, ich hab ihn nicht mal angeschaut."

Ich kann es kaum hören, der Gedanke, dass meine Elli sich diesem kranken Bastard nackt hin gegeben hat, lässt mich aufspringen. Ich renne in den Keller.

Ich kann an nichts anderes denken als an den Boxsack. Ich achlage auf ihn ein, bis er zerfetzt in der Ecke liegt. Ich renne auf dem Laufband, bis ich keine Luft mehr bekomme. Irgendwo am Rande meines Sichtfeldes sehe ich Dante. Aber er bleibt auf Distanz.

Weitere Runden auf der Hantelbank bringen mich endlich zur Ruhe. Allein der Gedanke an Elli mit einem anderen Mann lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen, aber der Gedanke an sie und diesen Mörder? Das ist pure Wut und Abscheu. Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll.

„Warum, warum musste er es sein? Ich weiß nicht, wie ich diesen Gedanken ertragen soll. Allein, ein anderer Mann, aber das jetzt? Sie ist doch mein Mädchen. Ich sollte sie beschützen, aber es ist viel zu spät. Ich, verdammt Dante, was soll ich jetzt machen?"
Dante sieht mich ruhig an.

„Da ihr nicht zu überhören wart, weiß ich, dass ihr euch nahe Sehr nahe seid. Was sollst du tun? Sie weiter beschützen, sie glücklich machen, was auch immer. Das ist jetzt über ein Jahr her, Nate. Sie selbst hat kaum Erinnerungen daran, ich bin fest davon überzeugt, dass sie unter Drogen gesetzt wurde. Aber das dir bei dem Gedanken übel wird kann ich verstehen, aber was glaubst du wie es ihr geht? Sie fühlt sich beschmutzt, bedroht, wenn nicht sogar schuldig. Und du hast es nur noch schlimmer gemacht als du gerade gegangen bist. Seit drei Stunden liegt sie in Bett und weint. Grahm versucht alles, um sie zu trösten, aber Kumpel, das kannst nur du."

Mit diesen Worten verlässt Danke den Keller.
Drei Stunden? So lange habe ich alles kaputt gemacht. Scheiße, Dante hat recht. Wenn ich mich schon so fühle, was ist dann mit ihr?

Fast hätte ich mich in meinem Zustand nicht getraut, zu ihr zu gehen. Aber ich hielt es nicht mehr aus, nicht zu ihr zu gehen.

 Aber ich hielt es nicht mehr aus, nicht zu ihr zu gehen

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meine BodyguardsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt