Elena White, 26 Jahre jung und in Zeugenschutzprogramm.
Dieses Zeugenprogramm läuft nur ganz anders als gedacht.
Ein Psycho Stalker tötet all ihre Verwandten, Freunde und sogar bekannte erst war sie die Hauptverdächtige und dann plötzlich das Schu...
Wir kommen gerade an eine Brücke, die genauso schön ist wie alle andere. Wir sind schon seit Stunden unterwegs. Ich genieße alles, was ich sehe, es ist so normal, ein Tourist.
Aber jetzt knurrt mein Magen. Dante bemerkt es als Erster. Lachend zeigt er auf ein kleines Bistro. Draußen vor dem Laden setzten wir uns alle hin.
Da die Tische zu klein sind, stellen die Männer sie um uns herum auf. Es ist lächerlich, aber ich fühle mich sicher. Nate beobachtet mich genau, aber ich ignoriere ihn und lasse die Eindrücke auf mich wirken.
Gerade kommt eine junge Kellnerin, die offensichtlich keine Italienerin ist. Sie feierte Nate, sie tanzt auf ihn zu. Ich beobachte, wie sie mit ihrem kurzen Minirock und dem roten Schürzchen näher rückt. Ihre Beine sind endlos lang. Aber das stört mich nicht. Es ist der Blick, mit dem sie ihn ansieht. Als würde sie ihn kennen. Als würde sie sich freuen, ihn bald wieder näher kennen zu lernen.
Ich versteife mich ein wenig. Ihre langen roten Haare fallen ihr über die Schulter. Ihr ganzes auftreten schreut fast nach Sex.
Sie beachtet weder mich noch einen der anderen Männer. Nein, ihr Blick ruht auf Nate, der mich anstarrt. Er überlegt immer noch, warum ich so schaue. Bei aller Liebe, ich werde ihr die Haare ausreißen, wenn sie nicht bald woanders hinschauen wird.
Ich will gerade etwas sagen als ihre samtweiche Stimme ertönt. Selbst ich musste zugeben, dass sie absolut sexy klingt. Aber das verstärkt meine Abneigung ihr gegenüber nur noch mehr. Nate erkennt diese Stimme anscheinend wieder, ihm läuft sichtbar ein Schauer über den Rücken, ob vor Erregung oder Ekel kann ich nicht sagen.
„Hey Baby, was für eine Überraschung dich hier zu sehen. Hast du mich gesucht?" Ich lehne mich entspannt zurück. Ich weiß, dass Nate mich liebt, ich vertraue ihm. Aber nach Patricia lasse ich ihm jetzt den Vortritt. Ich werde nicht noch einmal so einen sinnlosen Streit anfangen. Nate sieht die Rothaarige an.
„Becca, was machst du denn hier?" Sogar ihr Name ist schön. Innerlich verdrehe ich die Augen. „Nach dem Studium wollte ich reisen, Italien war die vierte Station, ich habe mich so in das Land verliebt, dass ich hier geblieben bin." sie lächelt ihn an, doch Nate er wirkt irgendwie erleichtert. „Ach, du warst schon immer ein Freigeist." „Ja. Obwohl ich das Gefühl habe, dass dieses Land mich geerdet hat. Was führt dich hierher?"
Nates warme Augen fanden meine, ich bin immer noch mutig genug zu lächeln. Sein Lächeln wird liebevoll. „Meine Frau und ich machen hier Urlaub. Mit der Familie, wie es aussieht", seine Hand schließt schnell einen Kreis um alle, die ihn böse anstarren. Ich muss kichern.
Ausnahmslos alle sehen ihn an, als würden sie Nate jeden Moment den Hals umdrehen. „Du hast geheiratet? Wann denn?" Ihre endlose Enttäuschung geht weder an mir noch an Nate vorbei. Er sieht sie verwirrt an. „Vor ein paar Monaten. Elena, das ist Becca, Becca, das ist Elena, meine Frau", ich reiche ihr freundlich, wie ich bin, die Hand. Die sie nicht ergreift. Ich räuspere mich etwas unangenehm berührt und sage: „Schön dich kennen zu lernen, Becca" Gott, ich bin zu freundlich erzogen worden. Ein Tritt ins Gesicht wäre wohl angebrachter gewesen.
Becca sieht mich immer noch an als wäre ich das Letzte. „Dir ist schon klar, dass du nie an sein Geld herankommst, oder?", schon wieder dieses Thema. Ich verdrehe die Augen. Ich habe selbst genug davon. „Becca" Nate klingt wütend, doch ich lächel nicht mehr gezwungen. „Geld, immer das liebe Geld. Wenn man keins hat, will man unbedingt welches, wenn man welches hat, will man unbedingt mehr. Es ist schon frustrierend, wenn die anderen direkt davon ausgehen, dass man selbst nicht arbeitsfähig ist". Aber das wird auch nicht ewig so bleiben. „Ich kann dir versichern Becca, ich bin nicht auf Nates Geld angewiesen", zwinkere ich ihr zu. Ein Kichern stehlt sich aus meinen Lungen, als Dante versucht ein Lachen zu verbergen.
„Nate, sag mir, dass ihr wenigstens einen Ehevertrag habt, sonst kann sie dir deine Millionen direkt aus der Tasche ziehen", ich verdrehte wieder die Augen. Als ob Nate Millionen hätte und selbst wenn, würde mich das nicht interessieren. Warum ist das für andere so schwer zu verstehen?
Mit Geld kann man vieles kaufen, aber nicht das, was wichtig ist. Ich würde alles gegeben nur um mein Kind zurückzubekommen Nate verkrampft sich am ganzen Körper.
„Becca, ich glaube nicht, dass dich das etwas angeht", Becca wird sichtlich wütend und errötet. „Nate wir sind schon so lange zusammen. Ich mache mir nur Sorgen" ich spitzte die Ohren. Er war mit dieser wunderschönen Frau zusammen? Wow.
Warum hat es nicht gehalten? „Becca, wir waren nie zusammen. Wir waren Freunde, bis du sagtest, du hättest dich in mich verliebt. Ich denke wir sollten langsam bestellen. Und Becca, du musst dir keine Sorgen machen."
Bei Nates Worten verkrampfte sich Becca, sie schien immer noch sehr zu trauern. Sie ist wirklich verliebt in Nate. Diese Frau hat mein vollstes Mitgefühl. Nate hat anscheinend nicht gesehen, dass sie wirklich Gefühle für ihn hatte oder immer noch hat.
Obwohl ich zugeben muss, dass mich die ständige Anspielung auf sein Geld irritiert. Steht nicht der Mensch im Vordergrund? Warum immer Geld? Wütend geht Becca ohne ein weiteres Wort zu sagen.
Bevor ich nachdenken kann, spreche ich. „Komisch, alle machen sich mehr Sorgen um dein Geld als um dein Herz. Ehrlich gesagt stört mich das. Geld ist nichts wert, wenn andere leiden. Warum sagt nicht jemand, dass du auf dich aufpassen sollst und nicht auf dein Geld. Bin ich zu blond oder verstehe ich etwas nicht. Ich meine verdammt ich würde alles geben was ich habe ohne zu fragen nur um mein Kind noch einmal zu sehen. Aber mit Geld kann man so was nicht kaufen. Außerdem, Baby, Becca hat wirklich Gefühle für dich. Oder hatte zumindest welche. Du hast sie mit diesem Satz verletzt", ich schaue immer noch zu Becca, die aufgelöst bei ihrer Kollegin steht.
Ich sehe die Männer nicht an, aber ich spüre, wie sie mich anstarren. Alle. Irritiert von dieser Intuition blicke ich in ihre Gesichter. „Was?" Ich komme mir plötzlich ziemlich blöd vor.
Nate muss Geld haben, wenn jeder darauf achtet, dass ich ihn nicht ausnehme wie eine Weihnachts Ganz.
„Hey Nate, wo hast du diese Frau her, ich will auch so eine" Victor starrt mich voller Verlangen an, mir ist dieser Blick so unangenehm, dass ich auf meine verschränkten Hände schaue.
„Baby, ich bin mir sicher, dass du jetzt weißt, dass ich Geld habe", Nates Blick wird ungeduldig, fast unangenehm. Als ob er jetzt auch Angst hat das ich nur das von ihm will. Dabei weiß ich das noch nicht einmal mit Sicherheit, abgesehen davon das er sein Geld während der Arbeit nicht anrührt.
„Wie kommst du denn darauf? Als Patricia diese Andeutungen gemacht hat, dachte ich, sie meint die paar Pennys in der Schale neben dem Eingang. Also wirklich, Nate, ich bin doch nicht blöd, natürlich habe ich das mitbekommen. Aber das ändert nichts, außer dass wir wirklich einen Ehevertrag machen sollten", denke ich laut. Es ändert wirklich nichts, es ist Nates Geld. Nicht meins und ich will es auch nicht.
Ich habe eine Versicherung, sogar mehrere. Alle wurden ausbezahlt, das hat das Büro veranlasst. Auf meinen Wunsch hin wurden fünfundsiebzig Prozent angelegt, der Rest schmückt nun ein Konto auf einen anderen Namen für mich. Ich bin im Prinzip reich. Irgendwann werde ich es zurückbekommen. Mein Geschäft wieder aufbauen können. Ich brauche und will verdammt noch mal kein Geld von meinem Mann.
Die Entschlossenheit in meinem Blick lässt Nate nachdenken. „Ich will keinen Ehevertrag, Schatz. Du hast nicht mal eine Ahnung was meine Konten hergeben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du mich nicht über den Tisch ziehen würdest. Und selbst wenn, es würde mir nichts ausmachen." Ich ziehe die Augenbrauen hoch. Nicht stören? Ist er jetzt blöd geworden?
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