🚨 Nate Walker 🚨.

67 8 4
                                    

„Mom würde uns nie verzeihen, wenn wir dich allein lassen", stöhnend winde ich mich innerlich.
Das ist mir klar.

Als ich meine Geschwister gesehen habe, war es mir doch bereits klar, ich bekomme Ärger.
„Mama wird verstehen, dass ich so handle. Ich und die anderen passen auf Elena auf und ihr sollt auch eure Arbeit machen und nicht auf mich aufpassen" und das ist der einzige Grund warum sie hier sind.

Und das kann ich nicht zulassen. Niemals, sie wissen dass ich absolut dagegen bin.

„Ich bleibe bei dir, die beiden gehen wieder nach Hause, kein Wort mehr Nate. Ich will meine Schwägerin kennenlernen", Rahm lässt keine wieder Rede zu. Das weiß ich, also nickte ich ihn an.
Als ich Elena ansehe, ist sie schon lange nicht mehr bei uns, sie ist so in Gedanken versunken, dass sie Dante anstarrt.

Dante spricht ihr Mut zu. „Elena, Schatz, wir landen gleich", ich bin mir sicher, dass sie mich nicht hört. Notfalls werde ich sie tragen. „Ich weiß, danke", antwortet sie leise. Elena blinzelt ein paar Mal, sieht mich an und kuschelt sich ohne zu zögern in meine Arme.

Ihr Duft steig mir in die Nase. Ich bin die ganze Zeit so angespannt gewesen, dass ich erst jetzt merkt, wie angespannt ich wirklich bin. Sofort entspanne ich mich ein wenig. Ich ziehe sie näher zu mir. Leise flüstere ich ihr zu, dass ich sie liebe, dass ich bei ihr bin und dass sie keine Angst zu haben braucht. Ich werde bis zu meinem Tod dafür sorgen, dass sie glücklich ist.
Es ist eine einfache Rechnung. Ich und Elena für immer, komme was wolle.

Wenige Minuten später steigen wir direkt in ein neues Flugzeug. Geräumiger, Ledersitze und im hinteren Teil ein großes Bett. Ich will Elena schon dorthin drängen, bis mir die Worte meines Chefs einfallen.

Elena muss es gemerkt haben und fängt an zu kichern. Ich setze mich zu ihr auf ein Sofa. Wir warten, bis wir wieder in der Luft sind, erst dann beruhigt sich alles wieder.

Mein Chef schaltet den großen Bildschirm vor uns ein. Dante, Grahm und Phil schauen in den Vierer zu, Alex verteilt gerade Getränke.

„Hey Prinzessin, alles gut überstanden?" Prinzessin? Hallo, was ist denn jetzt los?
„Guck nicht so böse Nate, mit der Schönheit in deinen Armen musst du lernen zu teilen", zwinkert er Elena zu.
Die Fünf fangen an zu lachen, genau wie der Rest. Arschloch.

„Finger weg", mehr bringe ich nicht heraus.
„Hey Sebastian, ja mir geht's super. Wird nie langweilig wie man sieht. Also ähm wie läuft das jetzt? Ich kann nicht so gut mit Namen, eher mit Gesichtern", sie traut sich meinem Chef nicht ins Gesicht zu schauen, was wohl auch besser ist.

Denn der ist direkt auf hundert achtzig. „Kein Problem. Du erzählst einfach grob aus deinem Leben wo du alles gelebt hast, Schulen, Orte wo du gerne warst. Ich werde alles durchgehen, damit wir alles herausfiltern", Elena lässt erleichtert die Schultern hängen.

Sie nickt zuversichtlich. Ich weiß, es wird ein langer Flug werden, aber wenigstens sind wir hier in Sicherheit.

Nach mehreren Stunden steht Elena die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. Sie beißt die Zähne fest zusammen. Ich wundere mich, dass ihr Kopf nicht anfängt zu rauchen.

Wir sind gerade erst bei ihrem anfängliche Pupertät angelangt.
Es war alles andere als ein Klacks, all die Männer zu hören, die ersten Erfahrungen, Gefühle, mal wurde sie rot, mal träumte sie. Gott steh mir bei, aber ich habe mir fest vorgenommen, der letzte Mann für sie zu sein.

„Na ja, damals auf dem Spielplatz von diesem Campingplatz. Da habe ich mich mit einem Jungen unterhalten. Ich hatte ihn schon ein paar Mal beobachtet, irgendwie schien er nie mit uns anderen Kindern spielen zu wollen, deswegen war ich ziemlich Naja schüchtern. Ich weiß wirklich nicht mehr, warum ich seinen Namen nicht mehr weiß, immerhin habe ich meinen ersten verdammten Kuss von ihm bekommen".

Scheiße, mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Ich weiß, dass sie eine Vergangenheit hat, ich weiß auch, dass Männer darin vor kommen. Aber es aus ihrem Mund zu hören tut weh.

Jetzt muss ich mich zusammenreißen.
„Es war ziemlich spät, es war stockdunkel, nur das Restero gab etwas Licht auf die Schaukel. Irgendwann sind wir rüber zu dem kleinen Kletterauto Richtung See gegangen. Wir haben uns über den nächsten Tag unterhalten, ich wollte wieder mit meinem Brett über den See fahren. Die DLRG kannte mich, also war das überhaupt kein Problem, manchmal war ich schneller bei den Schwimmern als das Boot. Sie überschätzen sich beim Schwimmen, schätzen ihre Kräfte falsch ein. Ein Jahr vorher hat man mich beiseite genommen und mir den Erste-Hilfe-Kurs angeboten und den Schein, den man braucht, um helfen zu dürfen. Er meinte, er hätte mich schon öfter zu den Liras surfen sehen. Daraufhin habe ich ihn gefragt, warum er nicht auch schwimmen kommt, wenn er mich dort sieht. Ich weiß noch wie er mich so intensiv angeschaut hat und irgendwie haben wir uns dann geküsst. Wir haben uns dann für den nächsten Tag verabredet, aber er ist nicht gekommen.Als ich zu seinem Zelt gegangen bin, war alles verschlossen. Zuerst dachte ich, er wäre einkaufen gegangen, aber nach ein paar Tagen kam er auch nicht zurück. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Aber Sebastian, die Eltern von ihm hatten einen Platz für ein Jahr. Evt. gibt es Aufzeichnungen? „
„Welches Jahr war das? „

„Ach, hm. Ich war zwölf, also muss es 2002 gewesen sein."
„Ich bin dran. Überleg mal, wer dir als nächstes einfällt ."

„Tja, da kann ich es dir leicht machen. Von da an und auch davor kannte ich so ziemlich jeden, der einen festen Platz hatte und der nur Urlaub machte. Na ja, ich war halt ein Teenager. Die neuen Urlauber waren interessant. Die hatten Musik, Bier und interessante Geschichten", grinst Elena anzüglich.

Und mir wird schlecht. Na toll, eine ganze Horde.

„Im Prinzip fand dort meine Pubertät statt. Zu Hause hatte ich nicht wirklich Freunde, die waren verklemmt und sehr unreif. So gar nicht meins. Die meisten Klassenkameraden waren, naja, kindisch, ein paar waren okay."
Sebastian hämmerte auf die Tastertur.

„Kann ich was trinken? „ Sie blickt traurig in das Gesicht meines Chefs, sie ist müde und kraftlos. Ein kurzes Nicken und Elli geht zum Kühlschrank.
Sie streckt ihre Glieder, lässt die Finger knacken und den Nacken kreisen.

Erst dann kommt sie wieder.

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
meine BodyguardsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt