Elena White, 26 Jahre jung und in Zeugenschutzprogramm.
Dieses Zeugenprogramm läuft nur ganz anders als gedacht.
Ein Psycho Stalker tötet all ihre Verwandten, Freunde und sogar bekannte erst war sie die Hauptverdächtige und dann plötzlich das Schu...
Keine zehn Minuten später stehe ich frisch geduscht und glücklich vor dem Kleiderschrank.
Nate wollte sich noch rasieren, also ziehe ich mich bequem an. Eine schwarze, sehr enge Jeans Short mit einem gelben, schulterfreien T-Shirt. Es passt perfekt. Eigentlich habe ich keinen Grund, Trübsal zu blasen. Dennoch spuckt mir dieses Unbekannte im Kopf herum, etwas lässt mich nicht in Ruhe.
Ich spüre, dass da noch etwas ist, etwas, das mein Gedächtnis mir noch nicht zurückgegeben hat. Ich versuche dieses Gefühl festzuhalten. Aber je mehr ich mich darauf konzentriere, desto mehr entgleitet es mir.
Frustriert gehe ich in die Küche. Ich achte nicht einmal darauf, wem ich begegne. Ich kann nur erahnen, wie ihr Gesicht aussieht. Aber das ist mir auch egal. Ich bin so in Gedanken versunken, dass ich schließlich mit meinem Kaffee in der Hand, den Rücken an die Wand gelehnt, ins Leere starre.
Da war etwas, etwas Wichtiges. Warum kann ich mich nur nicht erinnern?
Ich weiß nicht, wie lange ich dort stehe, bis ich bemerke, dass die ganze Gruppe mit einem panischen Gesichtsausdruck vor mir steh. Allen voran Nate.
„Was, warum schaut ihr so? „ Ich bin verwirrt, fast hätte ich erwartet, dass ein Killer hinter mir steht. „Hörst du uns? „ Es ist Dante.
Ich sehe ihn entgeistert an. „Ja klar höre ich dich, was ist los, warum schaut ihr so komisch?" Ich schnalzte mit der Zunge. Verdammt, ich habe andere Probleme. Zum Beispiel herauszufinden, was mir mein Gefühl sagen will.
„Baby, du siehst aus, als hätte jemand deine Katze umgebracht, du bist wortlos aus dem Zimmer gegangen, alle versuchen seit einer halben Stunde mit dir zu reden, was ist los?" Wieder gleitet mein Blick in die Ferne. Nur diesmal teile ich meine Gedanken mit allen.
„Etwas nagt an mir, es ist wie ein Gefühl, eine Erinnerung an etwas. Aber ich kann es nicht fassen, jedes Mal, wenn ich versuche, mich darauf zu konzentrieren, entgleitet es mir. Ich weiß, oder besser gesagt, ich spüre, dass es wichtig ist, aber ich komme nicht drauf. Sein Zeigefinger irgendwas ist damit", ich komme nicht mehr davon los.
Ich spüre wie sich alle um mich herum verkrampften. Ich spüre, wie sie mit mir redeten. Aber ich kann nicht mehr weg. Ein Bild taucht vor meinem geistigen Auge auf. Es lässt mich zusammenzucken.
Eiskalte Schauer laufen mir den Rücken hinunter. Ich finde keine Worte für das Grauen. Der letzte Mann mit dem ich vor Nate geschlafen habe. Er war es. Ich kann sein Gesicht nicht mehr erkennen. Ich war frustriert, weil ich keinen verdammten Orgasmus bekommen konnte. Er gab sich sehr viel Mühe. Süße Worte, viel Geduld. Ich konnte ihm nicht einmal in die Augen sehen. Zumal ich das Gefühl hatte voll wie ein Bauarbeiter zu sein. Mir wird schlecht. So richtig schlecht. Am Rand höre ich, wie meine Tasse fällt. Wie meine Knie auf den Boden aufschlagen.
„NEIN, GOTT NEIN" Ich schreie erstickt die Worte, ich fühle es.
Jemand rüttelt an meinem Arm. Ich verstehe nichts, ich höre nichts.
Das Bild verfestigte sich, es brennt sich in mir ein. Der Abend. Der einzige Abend, an dem ich allein unterwegs war.
Ich trank nicht so viel. Weil ich auf die verdammte Jagd gehen wollte. Mir selbst beweisen, dass es nicht an meiner Vergangenheit liegt. Mein Therapeut sagte ich müsse meine Ängste in den Griff bekommen nur ich habe seine Worte falsch verstanden. Anstatt an meinen Ängsten zu arbeiten, habe ich sie absichtlich falsch gedreht und den einfacheren Weg gewählt. Ich wollte Sex wie jeder normale Mensch auch. Einen Orgasmus genießen können, nicht davor weg laufen. Langsam komme ich zu mir.
Ich weiß das ich mit meinem schlimmsten Albtraum im Bett lag.
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