Einem ziemlich intensiven Kuss.
Seine weichen Lippen waren so fordernd, dass er mich nach hinten drückte und ich mich mit meinen Ellbogen auf der Tischplatte abstützen musste. Automatisch machte ich dadurch ein Hohlkreuz, wo Carlos Hand sofort Platz fand. Die andere legte er an meine Taille, wo sich sofort eine Gänsehaut ausbreitete.
Seine Hand unter meinem Rücken hielt mich hoch, dass ich mich kaum auf meinen Ellbogen abstützen musste. Dadurch konnte ich einen Arm lösen und eine Hand in Carlos Nacken legen.
Er brummte, als meine Fingernägel über die Haut an seinem Nacken kratzten. Für einen kurzen Moment löste er sich. „Heb dir das für heute Abend auf.", nuschelte er gegen meine Lippen. Ich fing an zu Grinsen. „Hast du was geplant, von dem ich nichts weiß?" Er zuckte nur mit den Schultern und küsste mich dann weiter.
Meinte er das ernst? Hatte er überhaupt Zeit dafür? Wollte ich das überhaupt? War ich bereit dafür?
Oh Gott, mein Herz schlug noch schneller, als es wegen des Kusses sowieso schon tat. War das Nervosität? Vorfreude? Angst?
Verdammt du Dussel, hör auf nachzudenken. Carlos Sainz küsst dich gerade, konzentrier dich darauf!
In der Sekunde, in der er mich noch weiter auf den Tisch drückte und damit seine Hüfte gegen mich presste, wodurch ich etwas sehr Hartes zwischen meinen Beinen spüren konnte, war es automatisch vorbei mit dem Denken.
Aus Reflex presste ich mich noch näher an ihn und drückte meinen Rücken weiter durch. Carlos nahm das als Einladung. Seine Hand, welche eben noch meine Hüfte gestreichelt hatte, wanderte nach oben an meine Wange. Von dort fand sie ihren Weg zu meiner Schläfe und strich mir meine Haare hinter mein Ohr. Dann lösten sich seine Lippen von meinen und fanden an der Stelle Platz, welche er gerade von meinen Haaren befreit hatte. An meinem Hals.
Bei jedem seiner zärtlichen Küsse musste ich scharf die Luft einsaugen, weil sie jedes Mal Stromstöße durch meinen Körper sendeten. Als er dann auch noch an meinem Ohrläppchen knabberte, sammelten sich die Stromstöße alle in meinem Unterbauch.
Verdammt, ich hoffe, er würde sein Versprechen heute Abend wahrmachen.
Oder wie wäre es... hier im Büro? Nein, unmöglich. Es könnte jederzeit jemand reinkommen. Oder war das der Reiz daran? Nein, auf gar keinen Fall. Sollte einer Mitarbeiter mich und Carlos erwischen... das wäre absolut unprofessionell.
Das könnten sie aber auch jetzt schon tun. Au weia.
Ich öffnete meine Augen wieder, welche ich zwischen zwei seiner Küsse geschlossen hatte, und legte Carlos eine Hand auf seine Brust, welche eben noch in seinem Nacken geruht hatte.
„Stopp.", flüsterte ich atemlos, während ich ihn sanft von mir wegdrückte.
Mit verhangenen braunen Augen sah Carlos mich an. „Ist alles okay?", fragte er mich besorgt. Seine Lippen waren von den ganzen Küssen geschwollen und dadurch noch voller als sonst. Sehr attraktiv.
„Ja, alles okay.", beruhigte ich ihn. „Ich muss jetzt aber langsam wirklich wieder runter. Ich fühle mich schon ein wenig schlecht, dass wir so lange weg sind."
Zuerst rührte Carlos sich nicht von der Stelle, sondern sah mir einfach nur weiter in die Augen. Dann seufzte er kaum hörbar, streichelte mir noch einmal über die Wange und half mir dann vom Tisch hoch.
Ich bedankte mich bei ihm und drehte mich dann zu meinem Schreibtisch um.
Na geil. Das würde wohl das erste sein, wenn ich wieder zur Arbeit kommen würde. Den Tisch aufräumen. Ich hatte nämlich gar nicht gemerkt, dass meine komplette Stiftebox auf den Boden gefallen war. Das schlimme war, dass dort unendlich viele Büroklammern drin waren. Also dürfte ich dann schön auf dem Boden rumkrabbeln und alle wieder einsammeln. Zumindest waren es keine Nadeln. Dann würde ich die ganzen Papiere erstmal wieder glatt machen und dann sortieren müssen. Denn die waren komplett durcheinander und zerknittert.
Apropos durcheinander. Waren meine Haare wohl noch okay? Mit flachen Händen fuhr ich mir über meinen Kopf, doch es fühlte sich alles noch in Ordnung an.
„Wie sieht mein Makeup aus?", fragte ich Carlos, da ich gerade keinen Spiegel parat hatte. Er machte einen Schritt auf mich zu und kam mit seinem Gesicht ganz nah an meines. „Perfekt.", sagte er dann und hauchte mir einen Kuss auf die Wange.
Das führte dazu, dass mir Röte ins Gesicht stieg. „Jetzt komm." Ich griff ihn an der Hand, schnappte mir mit der anderen Hand mein Bier und versuchte ihn hinter mir her zu ziehen, damit er nicht bemerkte, dass mein Gesicht seine Farbe geändert hatte.
DU LIEST GERADE
A longer Bathroom Break - Carlos Sainz x OC
FanfictionDie 22-jährige Kiera verbringt mit ihrer Freundin ein Wochenende in Zandvoort, um sich den Traum zu erfüllen, einen Grand Prix live zu sehen. Das Wochenende läuft super, bis zwischen zwei Qualifying-Runden etwas Unvorhergesehenes geschieht. Durch ei...
