Mit rasenden Kopfschmerzen wachte ich auf. Das Klingeln meines Weckers löste sofort weitere Schmerzen aus, sodass ich ihn so schnell wie möglich ausschaltete.
Ich setzte mich auf, fasste mir an den Kopf und schloss die Augen wieder.
Was war gestern noch passiert? Ich wusste noch, wie ich mit Giovanni an der Bar saß und ihm mein Leid geklagt hatte. Das nächste, an das ich mich noch erinnerte, war, wie ich in der Mitte der Bar mit Giovanni zu lauter Musik Tango getanzt hatte. Dabei konnte ich gar kein Tango.
Zumindest war mein Plan aufgegangen. Ich hatte so viel getrunken, dass ich gar nicht mehr an heute gedacht hatte. Jetzt bereute ich es aber. Ich trank so selten Alkohol, dass ich ganz vergessen hatte, wie es ist, einen Kater zu haben. Das mache ich nie wieder.
Ich hatte mir den Wecker für acht Uhr gestellt. Dann hätte ich jetzt genügend Zeit, um mich fertig zu machen. Am liebsten würde ich mich jedoch wieder hinlegen. Mir egal wie ich an der Strecke aussehen würde. Ich wollte einfach nur schlafen. Aber ich durfte nicht. Ich musste wach bleiben.
Also griff ich nach meinem Handy. Erst da fiel mir auf, dass ich nicht mehr wusste, wie ich auf mein Zimmer kam. Enttäuscht über mich selbst schüttelte ich den Kopf. Manno man Kiera. Das passt doch so gar nicht zu dir.
Ich schaltete mein Handy an und ging meine Nachrichten durch. Eine sprang mir besonders ins Auge.
Ron: Bist du noch da?
Ron: Hallo?
Ron: Kiera? Ist alles okay?
Verdammt. Ich kam gestern gar nicht mehr dazu ihm zu antworten.
Ich entschied mich dazu schnell eine Audio zu machen und ihm alles zu erklären.
„Hey. Es tut mir so leid, dass ich dir nicht mehr geantwortet habe. In der Bar, in der ich saß, gab es eine kleine Auseinandersetzung." Er musste ja nicht wissen, dass ich Teil davon gewesen war. „Die Situation musste entschärft werden. Danach hab ich einfach vergessen dir zu antworten. Ehrlich gesagt hab ich auch ein bisschen tief ins Glas geschaut. Was ich jetzt übrigens bereue." Meine Stimme gab nach und ich musste mich räuspern. „Tut mir auf jeden Fall leid. Ich mache mich jetzt für den Track fertig. Wir sehen uns Ron." Dann schickte ich sie ab.
Den anderen Leuten konnte ich auch noch später antworten. Da war nichts Dringendes bei.
Das Erste, was ich tat, nachdem ich aufgestanden war, war, eine Scherztablette zu nehmen. Schritt zwei war ganz viel Wasser trinken. Schritt drei war duschen. Ich roch noch total nach Alkohol.
Frisch gewaschen stand ich vor meinem Spiegel. Ich hatte so lange geduscht, dass ich jetzt noch kaum Zeit hatte, um mich ordentlich fertig zu machen.
Ich griff mir irgendein Outfit was halbwegs zusammenpasste. Meine Wahl fiel auf eine weiße Bluse und eine schwarze Schlaghose. Eine richtige Frisur konnte ich eh nicht machen, da ich Carlos Kappe tragen würde. Also flocht ich mir meine braunen Haare zu einem seitlichen Zopf. Danach trug ich noch Makeup auf, was dezent, aber nicht zu dezent wirkte. Zu guter Letzt setzte ich mir die Kappe auf.
Zufrieden mit meinem Look sah ich auf die Uhr. Halb 10. Ich musste los. Es würde Stau in Monza geben. Das musste ich mit einberechnen. Ich würde Gas geben müssen.
Ich verließ das Hotel, während ich gleichzeitig in meiner Handtasche nach meinem Autoschlüssel suchte. Ich hatte den doch hier reingeworfen. Da war ich mir ganz sicher. Der musste hier drin sein.
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A longer Bathroom Break - Carlos Sainz x OC
FanfictionDie 22-jährige Kiera verbringt mit ihrer Freundin ein Wochenende in Zandvoort, um sich den Traum zu erfüllen, einen Grand Prix live zu sehen. Das Wochenende läuft super, bis zwischen zwei Qualifying-Runden etwas Unvorhergesehenes geschieht. Durch ei...
