Carlos nahm meine Hand und zog mich hinter sich her. Jedoch ganz anders, als Julius es bei Lexy gemacht hatte. Carlos war sanft und während wir über den Platz liefen, streichelte sein Daumen meinen Handrücken.
Wir gingen zum Eingang des Autohauses. Auf dem Weg dorthin warfen meine Arbeitskollegen mir teils verwirrte, teils aber auch besorgte Blicke zu. Oh man, die hatten das bestimmt mitbekommen. Wie unangenehm.
Der Spanier öffnete die Glastür des Gebäudes und hielt sie mir auf. Ich trat in das kühle Gebäude und während er hinter uns die Tür wieder ins Schloss fallen ließ, trank ich einen großen Schluck von meinem Bier. Eventuell brauchte ich nach diesem noch eins.
„Wo ist dein Büro?" Carlos dunkle Stimme hallte durch den großen Vorraum. „Da oben." Mit meiner Bierflasche deutete ich die Treppe hoch.
Dann setzte sich Carlos in Bewegung und ich lief ihm hinterher. Sobald wir dann im Flur angekommen waren, übernahm ich die Führung und leitete ihn zu meinem Büro.
Die Tür hatte ich nicht abgeschlossen, da ich bis vor kurzem eh noch hier rein und rausgerannt war. Also konnte ich sie schnell öffnen.
„Da sind wir.", hieß ich Carlos willkommen. Er schloss die Tür hinter uns und schaute sich um. „Klein aber fein.", war sein Fazit.
Bisher war ich mit meinem Büro ganz zufrieden gewesen. Immerhin hatte ich ein eigenes und musste mir keines mit meinen Kollegen teilen. „Nicht mehr lange. Bald sitze ich ja im Büro von Herrn... von Peter. Das ist dreimal so groß.", erinnerte ich ihn.
Carlos nickte anerkennend und sah mir dabei zu, wie ich auf meinen Schreibtisch zuging.
„Hier ist mein Handy!" Es lag auf einem Papierstapel direkt neben meiner Tastatur. Ich wusste doch, dass ich es hier vergessen haben musste. Woanders hätte es nicht sein können. Mein Bier stellte ich erstmal auf dem Tisch ab.
„Weißt du eigentlich, dass ich es sehr attraktiv finde, dass du unternehmerisch so viel Erfolg hast?" Carlos stand noch immer direkt an der Tür, hatte seine Hände in seine Hosentaschen gesteckt und sah mich an.
Mir wurde warm und musste mir Mühe geben nicht rot zu werden. „Nein, das hast du bisher noch nicht gesagt." Ich musste mich wegdrehen, weil ich unter Carlos Blick plötzlich total nervös wurde.
Also drehte ich mich zum Fenster und sah nach unten. Dort war die Sommerparty im vollen Gange und es sah aus, als hätten alle Spaß. Keiner saß alleine oder stand irgendwo am Rand herum. Peter war noch immer mit grillen beschäftigt, während um den Ferrari rum immer noch Leute herumstanden.
Ich spürte, wie Carlos sich hinter mich stellte und mir über die Schulter sah. „Und Feste organisieren kannst du auch sehr gut."
Ich lächelte und schüttelte den Kopf. „Hör auf mit den Komplimenten. Ich werde ganz verlegen." In Wahrheit wollte ich jedoch, dass er weitermachte und niemals damit aufhören würde.
Dann merkte ich, wie er seine Hand auf meinen Nacken legte und meine Haare zu einer Seite strich. Jedes Mal, wenn seine Fingerspitzen meinen Hals berührten, bekam ich eine Gänsehaut.
„Du hast das aber verdient Guapa. Du bist fleißig, gebildet, wunderschön.", redete er weiter. „Das sind alles Attribute, die ich in einer Frau suche."
Bevor ich etwas erwidern konnte, landeten seine Lippen auf meinem Nacken und verteilten sanfte Küsse. Automatisch musste ich die Augen schließen und genoss seinen warmen Atem auf meiner Haut.
Von meinem Nacken aus arbeitete er sich mit weiteren leichten Küssen zur Seite meines Hals vor. Ich musste meinen Mund öffnen, weil ich das Gefühl hätte, dass ich anders keine Luft mehr bekommen würde.
Dann plötzlich entzog er sich meinem Hals. Ich öffnete meine Augen wieder und bevor ich etwas machen konnte, packte Carlos mich an den Schultern und drehte mich um.
Augenblicklich landeten seine Lippen auf meinen. Plötzlich war alles vergessen. Wo wir waren, die Party, der Stress mit Julius. Ich konnte nicht mehr denken.
Als er dann auch noch eine Hand auf meinen unteren Rücken legte und mich näher zu sich heran zog, war auch der letzte Gedanke verschwunden.
Ich legte meine Hände an sein Gesicht und streichelte mit meinen Daumen über seinen Bart. Dort blieben sie aber nicht lange. Seine Küsse wurden fordernder und meine Hände wanderten weiter. Eine legte ich auf seinen Nacken, um ihn noch weiter zu mir runterzuziehen. Die andere verschwand in seinen Haaren und machte seine ordentliche Frisur zu Nichte.
Als ich ein wenig an seinen Haaren zog, seufzte er leicht in den Kuss hinein, sodass seine Lippen an meinen vibrierten und ich lächeln musste.
„Das findest du also witzig?" Carlos unterbrach unseren Kuss und sah mich belustigt an. „Ja.", antwortete ich vorlaut.
Er grummelte irgendwas auf Spanisch. Dann legte er seine Hände an meine Hüfte und plötzlich hob er mich hoch.
„Carlos!", schrie ich erschrocken auf und griff mit meinen Händen reflexartig nach seinen Schultern, damit ich nicht fallen würde. Bevor ich mich weiter beschweren konnte, spürte ich etwas unter mir und mit einem Mal saß ich auf meinem Schreibtisch. Ich hatte ihn nicht aufgeräumt, wodurch ich auf irgendwelchen Zetteln saß und diese komplett zerknitterte.
Das war mir aber so egal, weil Carlos jetzt meine Beine auseinander drückte und sich dazwischen stellte. Erwartungsvoll sah ich zu ihm hoch. Mein Blick blieb jedoch nicht lange auf seinem Gesicht, sondern wanderte seinen Körper weiter runter und blieb an seiner Hüfte hängen. Diese war nämlich genau auf der Höhe von meiner.
Carlos legte eine Hand unter mein Kinn und zwang mich somit, ihm wieder ins Gesicht zu schauen. „So, jetzt wo du bessere Laune hast, erzähl mir was los war."
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A longer Bathroom Break - Carlos Sainz x OC
FanfictionDie 22-jährige Kiera verbringt mit ihrer Freundin ein Wochenende in Zandvoort, um sich den Traum zu erfüllen, einen Grand Prix live zu sehen. Das Wochenende läuft super, bis zwischen zwei Qualifying-Runden etwas Unvorhergesehenes geschieht. Durch ei...
