"Clarke? Warum liegst du hier?", hörte ich jemanden fragen. Ich öffnete meine Augen. Es war Edward, der neben mir kniete und mich fragend ansah.
"Schreckliche Therapie. Hab mich hier versteckt, weil ich allein sein wollte.. Und warum bist du hier?"
"Es ist Ausgang. Ich hab dich gesehen, als ich an der Hecke vorbei gegangen bin. Warst du die ganze Nacht hier draußen?"
"Ja. Es war zumindest Abend als ich mich hier hinlegte"
Edward und ich freundeten uns im Verlauf der letzten Wochen gut an.
"Das ist aber nicht sehr gut, dass du die ganze Nacht hier warst. Ähm darf ich.. mich zu dir setzen?", fragte er und kratzte sich am Nacken, als wenn er nervös sei. Ich nickte und machte ein wenig Platz damit er sich hinsetzen konnte.
"Möchtest du darüber reden?"
"Über die Therapie?"
"Ja"
"Ja.. Es war schlimm. Crane hat sich eine Maske aufgesetzt und dann kam irgendein Gas daraus. Dann hatte ich höllische Schmerzen und hab Halluzinationen gehabt, die mir den letzten Nerv raubten", erzählte ich und spürte, wie sich Tränen in meinen Augen bildeten. Ich sah auf den Boden um es zu verstecken, aber er schien es bemerkt zu haben. Edward legte einen Arm um mich und mir liefen einige Tränen die Wangen hinunter.
"Ich will hier einfach nur noch weg"
< Joker P.o.V. >
Ich saß in meiner Zelle und starrte an die Decke. Seit Stunden überlegte ich, wie ich von hier wegkommen konnte. Vorhin hab ich mitbekommen, wie jemand meinte, in Blackgate sei ein Feuer ausgebrochen. Wenn ich Glück hatte, würden die Insassen ins Asylum kommen. Dann wäre das Asylum überfüllt und man würde einfacher den Überblick verlieren. Bei dem Gedanken fing ich an zu lachen. Der Ausbruch wäre so einfach.
< Clarke P.o.V. >
Ich lag noch sehr lange so in Edwards Armen.
"Ist dir kalt? Du zitterst ein wenig"
Ich sah zu ihm auf und meinte, mir sei nicht kalt. In Wirklichkeit fror ich ein bisschen, aber das war nicht wichtig.
"Och ist das süß, der Nerd hat eine Freundin gefunden!", meinte jemand der hinter der Hecke zu stehen schien. Ich drehte mich um, doch als ich sah, wer dort stand, stöhnte ich genervt und drehte mich wieder zurück. Dort stand Twoface und mit ihm waren noch zwei andere Männer, die ich nicht kannte - und auch nicht kennenlernen wollte.
"Ich bin nicht in einer Beziehung mit Clarke und es wäre angenehm, wenn du dich jetzt verpissen würdest", sagte Edward zu ihm und setzte ein Fakelächeln auf.
"Pass auf was du sagst, Rätselmann!"
Edwards Miene versteinerte sich.
Er stand auf und stellte sich vor Twoface.
"Und wenn nicht?", meinte er.
Twoface lachte ein wenig in sich hinein. Danach sah er zu mir. Edward bekam das mit und blickte ihn giftig an.
"Ich habe dir eine Frage gestellt!"
"Und ich werde sie dir nicht beantworten", meinte er provokant.
"Dann sehe ich keinen Grund, diese Unterhaltung fortzusetzen"
Damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Viel mehr hab ich jetzt einen Kampf oder mindestens ein paar Schläge erwartet. Edward ging zum Block mit den Zellen und sagte mir im Vorbeigehen, dass ich mitkommen sollte, was ich auch tat.
"Wohin gehen wir?", fragte ich ihn, als wir allein auf dem Flur waren.
"Meine Zelle"
"Warum?"
"Dort nervt niemand. Der Typ, mit dem ich mir die Zelle teilen muss, ist in ein Basketball-Spiel vertieft. Das heißt, dort ist niemand, der dumme Sprüche klopfen kann"
Als er den Satz beendete, waren wir in seiner Zelle.
"Du hast fast den gleichen Ausblick hier wie ich aus meiner Zelle", stellte ich fest, als ich kurz aus den Fenster sah. Danach setzte ich mich auf den Tisch und Edward sich auf das Bett gegenüber.
"Etwas, das alles und jeden verschlingt:
Baum, der rauscht, Vogel, der singt,
frisst Eisen, zermalmt den härtesten Stein,
zerbeißt jedes Schwert, zerbricht jeden Schrein,
Schlägt Könige nieder, schleift ihren Palast,
trägt mächtigen Fels fort als leichte Last."
Ich sah zu Eddie und sah ihn fragend an. Nebenbei überlegte ich. Das Rätsel hab ich schon einmal gehört.
"Kennst du des Rätsels Lösung?"
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
