Good idea?

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"Ich.. werd mal darüber nachdenken.
Mach mal deine Tasche zu. Die Pistole fällt gleich raus", sagte er grinstend.
Ich machte die Tasche zu und lachte verlegen.
Als ich zurück zu Dad guckte, bemerkte ich, dass er mich beobachtete.
"Ähm, ist.. irgendwas?", fragte ich leise.
"Hm? Oh, nee, ich war nur in Gedanken.. Das ist eine schöne Kette, die du da um hast", sagte er und lächelte ein bisschen.
"Danke, ich hab sie bei uns im Haus gefunden"
"Ich hab sie damals Mary zu unserem Jahrestag geschenkt"
"Ist es okay, wenn.. ich sie trage?"
"Ja, sie steht dir sehr gut. Es.. sie hat mich gerade nur sehr an Mary erinnert.."
"Tut mir leid.."
"Es muss dir doch nicht leid tun", sagte er und lächelte mich sanft an. "Ich freue mich, dass du diese Kette trägst"
"Ich lege sie so gut wie nie ab. So ist irgendwie ein Teil von ihr immer bei mir"
Dad grinste ein bisschen und sah durch den Raum.
Kurz danach fing sein Handy an zu klingeln.
Er sah mich entschuldigend an. "Ist gut, geh schon ran", meinte ich lächelnd.

Er nahm den Anruf an.
"Ja? .. .. Willst du..das ist jetzt nicht dein Ernst? .. .. Muss das denn unbedingt jetzt sein? .. .. Das kann doch nicht so schwer sein .. .. zehn Minuten"
Er beendete den Anruf und steckte das Handy zurück in seine Tasche.
"Wenn man will, dass es gut wird, muss man es selber machen..", sagte er genervt.
"Darf ich fragen worum's geht?"
"Komplikationen bei einer wichtigen Lieferung, ich muss da schnell hin.."
"Ist nicht schlimm", sagte ich und stand auf. Wir verließen den Club. Mein Dad fuhr mit seinem Auto und ich ging langsam durch die Straßen.

..
An der Ecke zu der mir gut bekannten Gasse bei Jacks Wohnung blieb ich stehen. War das wirklich eine gute Idee..? Vielleicht hatte Eddie recht, und ich sollte mich von Jack fernhalten. Aber er wird ja wohl nicht immer noch sauer auf mich gewesen sein.
Ich überlegte noch kurz, nahm schließlich aber meine Pistole in die Hand.
Vorsichtig sah ich um die Ecke, doch dort war nicht viel zu sehen. Niemand war hier. Ich ging langsam bis zur Haustür und versuchte sie zu öffnen. Natürlich, abgeschlossen.
Ich stöhnte genervt und lehnte mich gegen die Tür.
Kurz danach wurde sie aufgeschlossen, doch ich konnte nicht schnell genug reagieren. Die Tür öffnete sich und ich fiel nach hinten.

Whatever doesn't kill you simply makes you strangerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt