In den letzten Tagen ging ich nicht oft aus dem Haus. Naja, ich lag oft im Garten, aber ich ging nicht in die Stadt. Nachmittags war Eddie manchmal unterwegs.
John rief mittlerweile nicht mehr gefühlte tausend Mal am Tag an und auch seine Nachrichten sind weniger geworden.
Jetzt gerade lag ich auch wieder im Garten. Die Sonne schien und es war schön warm. Ich schloss die Augen atmete tief durch.
Ein paar Minuten später fiel mir etwas ins Gesicht. Ich öffnete die Augen und suchte dieses Etwas. Es dauerte nicht lang, bis ich es fand. Es schien eine Eichel, die vom Baum gefallen war, gewesen zu sein. Ich sah nach oben und sah ein Eichhörnchen auf einem Ast sitzen. Ich lächelte und pfiff danach leise. Es sah zu mir. Die Eichel warf ich ein paar Meter von mir entfernt ins Gras, so, dass das Eichhörnchen sie sehen konnte.
Dass es sofort dort hin lief, erwartete ich nicht, aber man weiß ja nie.
Abends kam Eddie nachhause und setzte sich neben mich.
"Lagst du die ganze Zeit hier?"
"Ja", antwortete ich lächelnd. "Ich hab mal eine Frage"
"Und die lautet?"
"Hast du eine Pistole für mich?"
"Ähm, ja. Wofür?"
"Ich hab was zu erledigen und brauch dafür 'ne Waffe"
"Ich glaub, ich weiss schon, worums geht. Komm mit"
Er stand auf und ging ins Haus. Ich folgte ihm.
Er holte aus einem Schrank eine Pistole und gab sie mir.
"Kannst du behalten, wir haben genug", sagte er und lächelte ein bisschen. "Mach aber nichts Dummes"
"Würde ich nie", erwiderte ich grinsend.
"Weißt du, wo du ihn findest?", fragte er während ich mir aus der Küche ein kleines Klappmesser holte.
"Nicht wirklich, aber ich kenn einige Orte, wo ich suchen kann"
..
Einige Orte.. zwei Orte wohl eher. Ich war auf dem Weg zu dem Parkhaus, in dem ich ihn damals angetroffen hatte. Vielleicht war er wieder dort. Ich bezweifelte es ein wenig, aber hoffte, dass er dort sei, weil ich keine Lust hatte, die ganze Stadt abzusuchen. Ich ging langsam in die erste Etage. Dort hörte ich Stimmen. Ich entsichterte meine Pistole und ging langsam weiter. Zwei Vans standen auf der Etage. Ich konnte keine weiteren Wagen sehen, aber auch nicht Scarecrow.
Ich runzelte die Stirn, belauschte aber weiter so gut es ging das Gespräch.
"Wo bleibt der denn? Er meinte zehn"
"Beruhig dich, du hast keinen Grund dich aufzuregen. Schließlich hast du die Waffen"
Zwei Männer gingen umher. Einer trug mehrere Pistolen und ähnliches bei sich.
"Seid endlich still! Ich ertrag das langsam nicht mehr", sagte ein Dritter. Ich sah etwas weiter um die Ecke um ihn sehen zu können, doch das brachte nicht viel.
Kurz danach hörte ich einen Wagen schnell nach oben fahren. Ich stand direkt an der Auffahrt.
"Scheiße! Nein, bitte nicht jetzt", fluchte ich und schaute schnell, wo ich mich verstecken könnte. Ich rannte die Auffahrt hinunter und versteckte mich an einer Wand, wo man mich nicht direkt sah, außer sie sahen in die Rückspiegel, aber das war gerade besser als gar nichts. Nur wenige Sekunden später fuhr ein weiterer Van die Auffahrt hinauf. Ich suchte hinter der Ecke Deckung bis das Gefährt weg war.
Dort atmete ich ein paar Mal tief durch und ging wieder zurück.
An meinem alten Platz angekommen sah ich, wie die Türen des nun dritten Wagens aufgingen. Scarecrow und ein bewaffneter Mann kamen heraus.
Also noch ungünstiger konnte die Situation kaum noch werden. So konnte ich mich definitiv nicht rächen ohne nicht selber draufzugehen.
Ich verließ langsam und aufmerksam das Parkhaus und wartete an der Ausfahrt des Gebäudes. Jetzt hatte ich einen neuen Plan. Zwar nicht sehr intelligent, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen. Ich wollte unbedingt meine Rache.
Nach fünfzehn Minuten hörte ich einen Wagen aus dem Haus fahren.
"Nein!", fluchte ich erneut. Die Wagen sahen fast gleich aus und in der Dunkelheit erwischte ich sicher den falschen..
Ich sah um die Ecke, zog meinen Kopf aber sofort zurück. Der erste Wagen war definitiv der richtige!
"Bitte hab mich nicht gesehen, bitte", nuschelte ich.
Sie hielten nicht an. Wahrscheinlich wurde ich nicht entdeckt. Als der Wagen vorbei fuhr sprang ich zu den Hintertüren und hielt mich an den Griffen fest.
Die Fahrt dauerte wahrscheinlich nur zehn Minuten. Diese fühlten sich jedoch wie Stunden an.
Der Wagen hielt dort, wo ich als nächstes nachgeschaut hätte, bei den Lagerhallen, wo Scarecrow mich damals hinbrachte. Ich sprang vom Wagen und lief zu den Hallen. Der Van hielt einige Meter von mir entfernt. Scarecrow stieg aus und betrat die Halle. Ein Mann folgte ihm. Der Andere fuhr mit dem Wagen davon.
Ich wartete bis sie in der Halle waren und ging ihnen nach.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanficDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
