Heute Morgen war ich schon früh wach, sehr früh. Heute sollte der Joker zum Asylum gebracht werden. Eine genaue Zeit wusste ich nicht. Ich hatte John gestern beim Telefonieren belauscht.
Als ich das Haus verließ schlief er noch.
Ich machte mich auf den Weg zu Montie. Er wartete rauchend und mit der Clownsmaske in der Hand vor der Tür.
"Hey, Montie. Wo sind die Anderen?"
Er sah zu mir und warf die Zigarette in eine Pfütze. "Die sind drinnen. Hast du nicht Schule?"
"Erst in 'ner Stunde"
Wir gingen ins Wohnzimmer im Erdgeschoss. Alle saßen verteilt im Raum.
"Hey", meinte ich und setzte mich auf den Tisch. So hatte ich alle im Blick.
Sie begrüßten mich auch und wir besprachen den Plan. Miles hielt sich mit dummen Kommentare bisher zurück, was mich sehr wunderte.
Nach einer halben Stunde machte ich mich auf den Weg zur Schule.
Am Ende der letzten Stunde verließ ich schnell das Gebäude. Luke rief mir draußen noch hinterher und wollte wissen, wohin ich wollte.
Ich rief ihm zu, dass ich etwas Wichtiges zu erledigen hatte; stimmte irgendwie auch.
Nach dreißig Minuten war ich bei der Wohnung und ging ins Wohnzimmer. Meine Tasche stellte ich neben die Couch. Miles und Carlos standen an einem Regal und sortierten einige Waffen. Carlos sah kurz zu mir. "Hey, Clarke. Wenn du Montie suchst, der ist nebenan und geht mit den Anderen nochmal alles durch"
Ich ging in den Raum nebenan und sah Montie in der Mitte des Raumes stehen. Er drehte sich zu mir und begrüßte mich. Danach beendete er den Satz, bei dem ich ihn unterbrochen hatte, und ging ins Wohnzimmer. Die Anderen kamen nach. Nun ergriff Miles das Wort.
"Also, wir haben hier die Waffen" Er stellte eine große Tasche auf den Tisch. "Jeder zwei Pistolen. Montie, Clarke, ihr nehmt euch noch jeder eine Maschinenpistole"
Alle nahmen sich ihre Waffen. Wir verstauten sie unauffällig. Danach fuhren wir mit zwei Autos zu den entsprechenden Orten. Per Funkgerät hielten wir Kontakt zu den Anderen. Montie und ich setzten uns an die eine Straßenseite, Miles sich an die gegenüberliegende Seite.
Wir haben uns dazu entschieden, bei der Straßensperrung nur drei Männer einzusetzen. Nick blieb in der Nähe vom GCPD und sollte per Funk bescheid geben, wenn der Wagen losfuhr.
Dieses Signal kam dann auch recht schnell. Ich nickte Miles zu und gab das Funkgerät Montie. Danach versteckte ich mich hinter einer Werbetafel. Montie ging zu einer Hauswand und hielt mit mir Blickkontakt.
Zwei Minuten später kam dann auch die Meldung von Carlos. Die Straße war nun gesperrt. Ich griff nach einer der Pistolen und sah zur Straße. Es dauerte ein paar Minuten, aber dann kam auch schon der Transporter. Das dachte ich zumindest. Es waren stattdessen zwei!
"Scheiße", nuschelte ich und sah rüber zu Miles. Er schien genauso wenig damit gerechnet zu haben. Montie konnte ich nirgends entdecken. Ich beobachtete die Transporter und sah danach wieder zu Miles. Er gab mir Zeichen, dass ich auf den hinteren Wagen schießen sollte. Das machte ich auch. Ich duckte mich und hörte schon die ersten Schüsse von Miles. Daraufhin eröffnete auch ich das Feuer und schoss die Vorderreifen kaputt. Die Passanten rannten schreiend weg. Ich kletterte schnell an einer Feuerleiter hoch und schoss vom Geländer aus weiter.
Die ersten Cops stiegen aus dem Wagen und schossen in meine Richtung. Ich duckte mich und schoss so gut es ging auf ihre Füße oder Beine. Einen traf ich sehr gut. Er fiel auf die Straße und konnte nicht aufstehen. Die anderen wurden auch angeschossen, auch aus meiner Richtung. Ich war es aber nicht, weshalb ich mich kurz umsah. Mein Blick blieb an einem Fenster eines Gebäudes schräg neben mir hängen. Dort stand Montie mit einer Maschinenpistole.
Ich sah zurück auf die Straße und entdeckte weiter hinten einige Streifenwagen vorfahren. So schnell es ging sprang ich vom Geländer und rannte zum hinteren Transporter. Ich schoss das Schloss auf und öffnete die Tür. In diesem Transporter war nichts und niemand. Ich sprintete zum Anderen, doch die Tür war schon offen. Kurz darauf hörte ich einen Knall und ein fürchterlicher Schmerz verbreitete sich von meiner rechten Schulter aus. Ich drückte meine linke Hand stark darauf und duckte mich beim Transporter. Tränen bildeten sich in meinen Augen und ich bekam starke Kopfschmerzen. Zu meiner Schulter gucken wollte ich auf keinen Fall. Mir reichte schon das Blut an meiner Jacke. Ich sackte langsam zusammen. Das letzte, was ich sah, war jemand mit Lederschuhen, der sich vor mich stellte.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanficDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
