Ich hörte meinen Herzschlag unnormal laut. Meine Arme zitterten und ich fiel auf das kalte Eis. Viel mehr hatte ich damit gerechnet, im Wasser zu landen und von Haien zerfleischt zu werden. Ich stand erst gar nicht auf. Ich blieb liegen und atmete tief ein und aus. Ich musste mich irgendwie beruhigen.
Nach ein paar weiteren tiefen Atemzügen stand ich vorsichtig auf. Ich drückte mich von der Statue weg und trieb mit der Scholle zum Geländer rüber. Ich zitterte immer noch ein wenig, und das lag nicht nur an der Kälte. Am Geländer zog ich mich langsam hoch und ging zur Tür. Ich lehnte mich dagegen und seufzte.
"Ist es noch weit?", fragte ich einmal laut.
"Kommt drauf an, was du unter 'weit' verstehst"
Ich seufzte und öffnete die Tür. In diesem Raum war es erstaunlich warm.
"Ist hier irgendwas, was ich wissen müsste?"
"Nein, aber wo du lang musst, sag ich dir nicht"
Ich sah mir den Raum genau an. Ich konnte drei Türen entdecken. Eine links mit einem Wassergraben davor. Die Zweite gegenüber von mir und die Dritte rechts daneben.
"Lass mich raten, wieder Haustiere?"
Ich bekam erneut ein schrilles Lachen als Antwort. Dies deutete ich als 'Ja'.
Ich kletterte an der Leiter vor mir herunter und wollte zuerst zu den zwei einfachen Türen. Die Linke war verschlossen. Die Tür daneben führte in einen leeren kleinen Raum. Ich schloss die Tür wieder und sah zu der Tür beim Graben. Ich wollte gar nicht wissen, was in diesem Graben war..
Langsam ging ich in diese Richtung, nahm Anlauf und sprang. Ich sprang ein bisschen zu weit und stieß gegen die Tür, aber es tat nicht weh. Ich öffnete die Tür und sah unbeschreiblich viele Schlüssel.
Alle konnte ich nicht austesten. Ich hatte schließlich nicht den ganzen Tag Zeit. Deshalb versuchte ich sehr einfach zu denken. Wenn ich einen Schlüssel brauchte, wo fand ich ihn?
Ich drehte mich um und sah einen Schlüssel im Türschloss. Diesen nahm ich und sprang über den Graben zurück zu den anderen Türen. Und tatsächlich, der Schlüssel passte. Ich schloss die Tür auf und kam zu einem langen Gang. Pinguin sagte nichts.
Ich ging bis zum Ende des Gangs und öffnete die angrenzende Tür.
Der Raum, in den ich kam, war etwas dunkler als die anderen.
"Hallo?", fragte ich und sah mich so gut es ging um.
Ich zuckte kurz zusammen als ich jemanden langsam aber laut klatschen hörte.
"Bravo..bravo..ich hätte eigentlich gedacht, dass du im letzten Raum länger brauchst"
Es war Pinguin. Er trat langsam aus dem Schatten hervor. Das Licht ging an.
"Du wolltest also.. mit mir reden?"
"Ja"
"Worüber?"
"Mir ist zu Ohren gekommen, dass du mit Burningman in Kontakt stehst"
"Und?"
"Ich wollte fragen, ob du mir sagen kannst, wie ich zu ihm kommen kann"
Er lachte und ging in den hinteren Teil des Raumes. Ich blieb stehen und sah ihm hinterher.
"Du möchtest also zu Burningman..warum?"
"Wegen meinen Eltern"
"Wie soll ich das verstehen?"
"Ich würde das gerne mit ihm besprechen"
Pinguin kam langsam auf mich zu. Ich blieb immer noch stehen und sah ihm ins Gesicht. Innerlich war ich sehr nervös, aber ich versuchte es nicht zu zeigen.
"Und..wieso.. bist du dann zu mir gekommen?"
"Ich weiss nicht, wie ich ihn finden soll. Wie gesagt habe ich gehört, dass du mit ihm in Kontakt stehst, und ich wollte fragen, ob du mir sagen kannst, wie ich zu ihm kommen kann"
Er grinste und ging zurück zu einigen Bildschirmen an der Wand.
"Ich könnte es dir sagen, aber ich..könnte es auch lassen"
"Es ist sehr wichtig. Ich muss unbedingt mit ihm sprechen.."
"Also heute wird daraus nichts mehr.. aber ich könnte dafür sorgen, dass du ihn morgen hier antriffst..vielleicht"
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
