.. ein halbes Jahr später ..
< Clarke P.o.V. >
"Och komm schon"
"Nein, ich hab Kopfschmerzen..", widersprach ich und drehte mich zur Wand. Dabei zog ich die Bettdecke über meinen Kopf.
"Na dann.."
Es klang, als würde sie gehen, doch im nächsten Moment zog sie die Decke weg. Ich fiel deswegen fast aus dem Bett.
"Spinnst du?"
"Du kannst nicht den ganzen Tag im Bett bleiben"
"Doch kann ich.."
"Nein, das kannst du nicht. Und jetzt komm mit", sagte sie und zerrte an meinem Ärmel. Ich seufzte und stand auf. Sue und ich gingen auf den Hof und sahen uns ein bisschen um.
Dabei gingen wir umher und erzählten.
Nach einer halben Stunde ging ich zur Zelle zurück. Ich wollte nicht draußen sein. Es war zwar nicht allzu kalt, aber ich wollte lieber in meiner Zelle herumliegen.
"99 bottles of beer on the wall, 99 bottles of beer. Take one down and pass it around, 98 bottles of beer on the wall", fing ich an zu singen, woraufhin Sue mit einstimmte.
"98 bottles of beer on the wall, 98 bottles of beer. Take one down and pass it around, 97 bottles of beer on the wall", sang sie.
Das ging ewig lange so weiter.
Bei 24 ging die Tür auf. "Zellenkontrolle", sagte der Mann an der Tür. Die Stimme kannte ich doch! Ich sah auf und.. tatsächlich, dort stand Eddie! Er grinste und schloss die Tür. Ich stand auf und fiel ihm in die Arme. Freudentränen liefen meine Wangen hinunter.
"Was machst du denn hier?", fragte ich und wischte die Tränen beiseite.
"Ich hol dich hier raus", antwortete er und küsste mich.
Ich sah kurz zu Sue. "Dein Freund?", fragte sie grinsend.
Ich nickte.
"Wir müssen schnell weg, sonst fällt es auf"
"Kann Sue mitkommen?"
Er überlegte kurz. "Ja, aber ihr dürft euch nicht auffällig verhalten"
Sue kletterte vom Bett und kam zu uns.
Eddie nahm die Handschellen von seinem Gürtel. "Muss das sein?", fragte ich.
"Ja, vertrau mir", sagte er und legte mir die Handschellen an. Sue bekam auch welche um.
Eddie öffnete die Tür und verließ mit uns die Zelle.
"Falls jemand fragt, ihr habt euch gestritten und kommt jetzt in Einzelhaft", sagte er und griff nach jeweils einem unserer Arme. Er zog uns den Gang entlang. Die Ausgangszeit war bereits zuende, weshalb uns nur gelegentlich ein paar Polizisten entgegen kamen. Keiner von ihnen sagte etwas.
Eddie brachte uns zu einem großen Raum mit vielen Fächern.
"Name?", fragte er und sah zu Sue.
"Sue Jackson"
Eddie öffnete den entsprechenden Spind und packte die wenigen Sachen in einen Beutel, in den er danach auch meine packte.
Er öffnete unsere Handschellen. Sue versteckte den Beutel unter ihrer Jacke während Eddie mir eine Pistole gab.
"Wartet kurz hier", sagte er und verließ den Raum. Nach einer halben Minute kam er zurück.
"Los, wir haben eine Minute"
"Immer noch unauffällig?"
"Relativ"
Wir verließen das Gebäude und gingen zum Tor.
"Hey! Ihr da!"
Ich drehte mich um und sah zwei Cops hinter uns.
Ich fluchte leise und schoss dem einen ins Bein. Daraufhin schoss der zweite, traf aber keinen von uns. Eddie öffnete das Tor mit einer Schlüsselkarte und zog uns mit sich. Wir stiegen schnell in den schwarzen Wagen mit dem er anscheinend her kam und fuhren los.
"Wow, diesmal wurde ich nicht getroffen", sagte ich lächelnd und lehnte mich zurück.
Sue lachte ein bisschen.
"Soll ich dich irgendwo absetzen?", fragte Eddie. Er meinte wahrscheinlich sie.
"Weißt du, wo die Iceberg Lounge ist?"
"Ja.."
"Irgendwo dort in der Nähe, wenn das okay ist"
Eddie nickte und setzte sie zwanzig Minuten später dort ab. Ihre wenigen Sachen packte sie in die Taschen ihrer Jacke.
Mit mir fuhr er zu sich nachhause. Ich zog mich schnell um und ging in die Küche. Eddie räumte ein paar Teller in einen der Schränke. Ich ging zu ihm und umarmte ihn von hinten. Meinen Kopf lehnte ich an seinen Rücken.
"Weißt du eigentlich, wie sehr ich das vermisst habe, wie sehr ich die Nähe zu dir vermisst habe? Fünfzehn Minuten sind viel zu kurz und mit einer Glasscheibe dazwischen ist es um einiges schlimmer. Du hast mir so gefehlt.."
Eddie drehte sich langsam zu mir und küsste mich.
"Die Zeit ohne dich war der Horror. Ich kann und will nicht mehr ohne dich leben müssen. Wie wäre es, wenn du das hier dein Zuhause nennen könntest?"
"Du möchtest, dass ich bei dir einziehe?", fragte ich lächelnd.
"Natürlich nur, wenn du das willst. Ich möchte dich schließlich zu nichts drängen"
Ich grinste und küsste ihn.
"Das ist wohl dann ein 'Ja'"
"Auf jeden Fall" Ich küsste ihn erneut.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
Fiksi PenggemarDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
