Ich versuchte, meine andere Hand zu befreien, es funktionierte aber nicht. Stattdessen nahm er seine zweite Hand von meinem Mund und drückte damit meine andere Hand auch gegen die Wand. Er kam mir immer näher und versuchte mich zu küssen, bekam es aber nicht hin, weil ich hektisch herumzappelte. "Lass mich los, du Sackpfeife", rief ich, aber er hörte nicht auf.
Kurz darauf sprang eine Person von einem Balkon aus herunter und landete hinter dem Typen. Das nächste was ich mitbekam war, dass der Typ laut schrie und auf den Boden fiel. Ich sackte zusammen und saß schweratmend auf dem Boden. 'Mein Retter' reichte mir die Hand und ich ergriff sie um auf zu stehen.
"Perfektes Timing, oder? So, das ist jetzt das zweite Mal, dass ich dir helfen musste"
Ich sah auf und blickte in das Gesicht von Catwoman.
"Danke"
"Was machst du beim 'Gray Devil'? Wolltest du nicht versuchen, dein Leben auf die Reihe zu bekommen?"
"Woher weisst d-"
"Wände haben Ohren, wieso suchst du mich?"
"Ich brauch deine Hilfe"
"Wobei?"
"Der Joker ist, wie du sicher schon weisst, den Cops in die Arme gelaufen und ich will ihn da irgendwie rausboxen"
"Und allein schaffst du das nicht. Darum möchtest du, dass ich dir helfe?"
"Ja, ich weiss nicht genau, ob du dich mit ihm relativ gut verstehst, oder ob du ihn hasst oder sowas in der Art, aber ich hoffe trotzdem, dass du mir hilfst."
"Wieso sollte ich dir helfen?"
"Du musst das von einem anderen Standpunkt aus betrachten. Der Joker ist einer der mächtigsten Verbrecher Gothams. Ohne ihn wird es einen Machtkampf wie vor zwanzig Jahren geben"
"Woher willst du wissen, was vor zwanzig Jahren war?"
"Hab in 'ner Bibliothek was darüber gelesen, willst du, dass nochmal sowas passiert?"
"Nein, aber ich kann dir da nicht helfen"
"Wieso?"
"Ich hab Besseres zutun"
Ich stöhnte genervt auf und ging zur Straße.
"Wo willst du jetzt hin?"
"Nachhause. Ich bin müde und war nur draußen um dich zu finden. Ich hab dich gefunden und du willst mir nicht helfen"
"Ich würd dir ja gern helfen, hab aber keine Zeit"
"Jaja, passt schon"
Ich ging nachhause, aber als ich vor der Wohnungstür stand und meinen Schlüssel aus der Jackentasche holen wollte merkte ich, dass ich noch die Pistole dabei hatte.
"Scheiße!", nuschelte ich. Ich öffnete die Tür und ging schnell in mein Zimmer. Die Pistole versteckte ich unter der Matratze und ging danach ins Bad. Nach ein paar Minuten zog ich mir in meinem Zimmer Schlafsachen an und legte mich hin.
Am nächsten Morgen wachte ich etwas unsanft auf. Ich war aus dem Bett gefallen. Kurz darauf ging die Tür auf und ich hörte jemanden lachen. Müde drehte ich meinen Kopf zur Tür und murrte. "Hilf mir bloß nicht, lass mich einfach so elegant auf dem Boden liegen"
"Bist du ausm Bett gefallen?"
"Nein. Ich hab den Boden so lieb, dass ich mir dachte, er hat eine Umarmung verdient"
John lachte und kam zu mir rüber. Er half mir beim Aufstehen. Aber sehr lange stand ich nicht. Ich ließ mich sofort aufs Bett fallen.
"Ich war gerade dabei Frückstück zu machen. Willst du auch was oder möchtest du noch schlafen?"
"Ich schlaf noch 'n bisschen"
"Fall nicht wieder ausm Bett"
"Hahaha", meinte ich sarkastisch und legte mich wieder schlafen.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
