< John Spencer P.o.V. >
"John! Ich glaub, das solltest du dir angucken!"
Ich runzelte meine Stirn und sah zu Miranda die am Schreibtisch stand. Ich ging mit einem Becher Kaffee zu ihr.
"Was ist denn passiert?"
"Komm mal mit"
Wir gingen in einen Nebenraum. Dieser grenzte an den Raum zum Verhör an. Jim stand mit dem Rücken an der Wand und sah mich etwas beunruhigt an.
"Was ist denn passiert?", fragte ich erneut.
"Schau's dir an", meinte Jim und schaltete den Fernseher an der Wand an.
Ein Video startete und zeigte ein Mädchen, welches an einen Stuhl gefesselt wurde. Sie schien bewusstlos gewesen zu sein. Im Hintergrund lachte jemand.
Das Mädchen hob langsam ihren Kopf und sah sich um.
"Ist das Clarke?!"
"Ja, schau dir den Rest an", sagte Jim.
Ich sah mir den Rest des Videos an und ließ mich danach auf einen Stuhl fallen. Ich stützte meinen Kopf auf meine Hände.
"John.. ich weiss, das ist jetzt sehr viel auf einmal, aber wir sind für dich da"
"Ich muss zu ihr.. wisst ihr wo sie ist?"
"Nein.."
"Nein?! Sie ist allein mit Burningman und dem Pinguin! Wer weiss, was die mit ihr machen!"
Jim seufzte.
"Hat sie ein Handy?", fragte Miranda und durchbrach damit die Stille.
"Das ist es! Mira, orte du bitte das Handy. Ich ruf sie an und geh schonmal zum Wagen. Sag mir sofort bescheid, wenn du weißt, wo sie ist!", sagte ich und nahm mein Handy um Clarke anzurufen. Währenddessen rannte ich zu den Streifenwagen.
"John, bitte hilf mir", hörte ich Clarke flüstern.
"Clarke, wo bist du?!"
"Irgendein Lagerhaus"
"Versteck das Handy, leg aber nicht auf"
Ich startete den Motor und wartete auf die Nachricht von Mira. Sehr lange musste ich nicht warten. Per Funk teilte sie mir mit, woher das Signal kam. Es war eine Gegend mit alten Lagerhäusern.
< Clarke P.o.V. >
Ich steckte das Handy schnell in meine Jackentasche. Ich saß an einer Wand und beobachtete Samuel und Oswald. Sie saßen an einem Tisch und unterhielten sich.
"Wo ist sie?!", brüllte ein Mann, der mit Pistole in der Hand in die Halle lief.
Samuel stand auf und ging grinsend auf ihn zu.
"Eine Stunde, Respekt"
"Wo ist Clarke?!"
John klang ziemlich aggressiv.
Ich stand auf und ging vorsichtig zu den beiden.
"Clarke!", rief John und rannte zu mir. Er umarmte mich stürmisch.
"Ich bin so froh, dass du mich gefunden hast..", sagte ich leise.
"Ich kann dich doch nicht hier lassen"
"Hach ist das süß"
John drehte sich zu Samuel und bedrohte ihn mit der Pistole.
"Pack die Waffe weg, Jungchen"
"Wieso sollte ich? Was hast du mit Clarke zu tun? Warum hast du sie entführt?!"
Samuel lachte und schüttelte leicht seinen Kopf.
"Hat sie dir ihre Entdeckungen und Ideen noch nicht vorgestellt?"
John sah leicht verwirrt zu mir.
"Er ist unser Vater..", sagte ich leise.
"Er ist was?! Woher willst du das denn wissen?"
"Ich hab mich in der Stadt umgehört und hab seine Geschichte erfahren. Es passt alles zusammen. Du bist sein Erstgeborener, der entführt wurde. Ich bin seine Tochter, die nach einem Brand nie gefunden wurde.. John, er ist unser Vater.."
Er starrte mich an. Danach sah er zu Samuel, der in angrinste.
"Ich glaub dir kein Wort! Clarke, du kommst jetzt mit nachhause. Ich will nicht, dass du mit diesem Kriminellen in Kontakt stehst!"
"Ihr werdet nirgendwo hingehen. Denkst du ich will, dass du herkommst, um deine kleine Schwester abzuholen? Nene, so läuft das nicht. Ich werd meine Kinder nicht zweimal verlieren!"
"Woher soll ich wissen, dass du wirklich mein Vater sein solltest? Hast du irgendwelche Beweise?!"
Samuel holte einen Zettel aus einer seiner Taschen.
"Schwarz auf weiss. John, ich kann es verstehen, wenn du nicht begeistert bist. Du bist Polizist und ich.. ich habe eine komplett andere Bahn eingeschlagen", sagte er und lachte ein bisschen. "Aber ich will euch nicht noch einmal verlieren. Du kannst dir nicht einmal ansatzweise vorstellen, sie es ist, seine Kinder und die Frau, die man liebt, zu verlieren! Bei Clarke hatte ich nicht einmal Gewissheit, ob sie wirklich tot ist oder ob sie irgendwo in Gotham ist. Als sie vor ein paar Tagen vor mir stand war ich mit der Situation total überfordert! John, bitte! Ich kann euch nicht nochmal verlieren!"
Er schien nicht mehr so gefährlich und bösartig. Viel mehr reagierte er wie ein normaler Mensch.
"John..", sagte nun auch ich. "Ich hab mich so sehr bemüht, wenigstens irgendwas über meine beziehungsweise unsere Eltern herauszufinden und jetzt hab ich unseren Vater gefunden. Klar, er ist kriminell und du findest das nicht toll, aber du kannst mir jetzt nicht einfach so meinen Vater nehmen.."
John biss sich auf die Unterlippe und starrte auf den Boden.
"Ich.. ach man! Ja, ich bleibe.. unter einer Bedingung!"
"Und die lautet?", fragte ich.
"Das alles hier bleibt unter uns. Ich sage später einfach, dass ich dich von hier wegbekommen konnte und du" Er sah zu Samuel. "entkommen konntest.
Wir müssen vorher aber trotzdem noch zum GCPD. Sie haben unseren Standort, und wenn sie zu lange nichts von uns hören, werden sie Verstärkung schicken"
"Wir können uns heute Abend doch im Gray Devil treffen", schlug ich vor.
"Woher kennst du denn diesen Club?", fragte mich John.
"Lange Geschichte, ist jetzt egal. Heute Abend dort?", fragte ich Samuel, meinen Vater. Man, das klang ungewohnt..
"Ja, ich werde dort sein"
Er kam zu mir und umarmte mich vorsichtig. Ich erwiderte dies und lächelte ein bisschen. John umarmte er auch, aber er war ein bisschen distanzierter als ich.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
