< John P.o.V. >
"John, Großbrand in einer alten Fabrik", sagte mir Mira durchs Telefon als ich wie so oft in den letzten Wochen bei Clarke im Krankenhaus war.
"Bin sofort da"
Nach fünf Minuten war ich dort und fuhr mit Mira zu der Fabrik.
"Okay, was haben wir?", fragte ich und ging auf die Kollegen am Gebäude zu.
"Letzte Nacht hat die alte Fabrik gebrannt. Wir gehen von Brandstiftung aus. Genaue Uhrzeit ist nicht bekannt. Eine Leiche, Identität bisher unklar"
"Wo ist die Leiche? Mann oder Frau?"
"Es ist ein Mann. Wurde in der Nähe vom Eingang aufgefunden"
Ich nickte und ging an den Absperrbändern vorbei zum Eingang.
Die Leiche war abgedeckt, wie bereits erwartet. Ich hockte mich hin, hob die Plane leicht an und sah mir kurz den Kopf des Mannes an, viel war aber nicht mehr zu erkennen. Eines fiel mir dennoch sofort auf, da der Mund offen stand.
"Wo sind seine Zähne?", fragte ich einen der Männer, die neben mir standen.
"Wahrscheinlich bei einer Prügelei verloren"
"Ich hab nicht erfragt, wie er sie verloren hat, sondern, wo sie sind"
"Das wissen wir nicht. Vielleicht hat er einige verschluckt. Dann finden wir sie in der Autopsie"
Ich seufzte und ging durch den Raum.
Wenn es Brandstiftung gewesen ist, konnte ich mir schon denken, wer es gewesen sein konnte.
Ich nahm mein Telefon und wählte Samuels Nummer, die er mir vor ein paar Tagen mitteilte.
"John, was kann ich für dich tun?"
"Ich muss mit dir reden, sofort"
"Worum geht's?"
"Ich würd das gerne nicht am Telefon klären müssen"
"Ist jetzt aber etwas unpassend. Vielleicht in ähm sagen wir einer Stunde?"
"Und wo..?"
< Edward P.o.V. >
"Query, geh zurück an die Arbeit", sagte ich genervt.
"Och, Ed.. du siehst aber so traurig aus. Ich kann dich doch so nicht allein lassen", erwiderte sie mir und lehnte sich an meine Schulter.
Ich stand von meinem Schreibtischstuhl auf und ging zur Tür.
"Ich habe gesagt, dass du zurück an die Arbeit gehen sollst!"
"Warum denn heute so mürrisch?"
Ich reagierte darauf nicht mehr, sondern ging in die Küche und nahm mir ein Glas Wasser. Damit setzte ich mich ans Fenster. Als das Glas leer war ging ich zurück in mein Arbeitszimmer.
"Ich bin für ein paar Stunden unterwegs"
"Schonwieder? Du warst doch erst vorhin dort.."
"Und es ist schlimm genug, dass ich jetzt gerade nicht bei ihr bin!"
Ich verließ das Haus und fuhr zum Krankenhaus. Ich öffnete die Tür zu Clarkes Zimmer, doch der Raum war leer. Das Bett war leer. Keine Geräte waren zu sehen.
"Nein..", murmelte ich leise. Tränen bildeten sich in meinen Augen.
"Entschuldigung, aber sie sollten sich hier nicht aufhalten"
Ich drehte mich um. Eine Krankenschwester stand an de Tür.
"Wo ist Clarke? Clarke Spencer.. ist sie..?"
"Nein, nein. Um Gottes Willen.. Kommen Sie bitte mit" Die Frau lächelte warm und ging mit mir einen langen Flur entlang. Sie öffnete eine Tür. Ich betrat den Raum und sah sofort zum Bett. Dort war Clarke! Und sie.. sie war wach. Ich ging schnell zu ihr und küsste sie lange.
"Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht"
"Eddie, bitte beruhig dich. Hör auf zu weinen", sagte sie leise, doch ich konnte nicht aufhören.
< John P.o.V. >
"Bitte sag mir, dass du nicht die Fabrik angezündet hast!", sagte ich laut als ich Samuel sah.
"Wieso sollte ich das denn machen?", fragte er und lächelte ein bisschen.
"Ich bin nicht blöd. Deine Andeutungen habe ich genau verstanden, aber eine Fabrik anzünden und einen Mann tö-"
"Weisst du, wer der Mann war?!"
"Wer soll er denn gewesen sein?!"
"Er war der Typ, wegen dem Clarke im Koma liegt! Ich konnte nicht anders! Ewig lange hab ich nach diesem Mistkerl gesucht!"
"Was.. was hast du mit ihm gemacht?"
"Wieso sollte ich dir das sagen?"
"Ich weiss nicht.."
"Ich hab ihm die Zähne ausgeschlagen, ein paar Rippen gebrochen, und als er endlich nicht mehr aufstehen konnte hab ich die Fabrik in Brand gesetzt", sagte Samu emotionslos.
"Wieso?"
"Wieso?! Du weisst genau, wieso!"
"Aber du musst doch nicht desha-"
Mein Handy unterbrach mich. Ich stöhnte genervt, nahm den Anruf aber an.
"Officer Spencer, sie ist wach"
Ich war für einen Moment total weggetreten.
"Bitte was?"
"Clarke ist wach und ansprechbar"
"Ich bin sofort da!"
Ich beendete den Anruf.
"Was ist denn los?", fragte Samuel sichtlich verwirrt.
"Clarke ist wach!"
"Sie ist.. meinst du das ernst?!"
"Ja, komm!"
Meine Wut auf Samu war wie weggeblasen. Wir gingen schnell zu meinem Wagen und fuhren ins Krankenhaus.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
