"Bin dann mal weg!", hörte ich Joker rufen, mal wieder.
Ich antwortete nicht. Stattdessen stand ich auf und holte mir ein Blatt und einen Stift aus der Küche. Damit ging ich in mein Zimmer und setzte mich an den Tisch. Ich hatte mir überlegt, John Spencer um ein Treffen zu bitten. Ich wollte nochmal mit ihm reden und ihm vielleicht meinen kompletten Namen sagen, traute mich aber nicht, ihn persönlich nach einem Treffen zu fragen. Ich fing an, diesen Brief zu schreiben. Als ich fertig war packte ich ihn in einen Briefumschlag und legte ihn in meine Tasche. Danach ging ich schnell duschen und föhnte meine Haare. Aus meinem Schrank nahm ich mir ein paar frische Sachen und zog sie an. Ich nahm meine Tasche, ging zur Tür und zog mir meine Turnschuhe an. Danach ging nach draußen. Heute war es etwas kühler und windig. Der Himmel war leicht bewölkt, es sah aber nicht nach Regen aus. Ich machte mich auf den Weg in die Stadt. Mein Plan war es, zum GCPD zu gehen und jemandem, der mit John in Kontakt stand, den Brief für ihn zu geben. Ob es klug war, dorthin zu gehen, wusste ich nicht. An sich war ich nicht kriminell, aber ich war mit den Joker befreundet.. wenn man das schon Freundschaft nennen konnte.
Hoffentlich erkannte mich dort keiner..
Ich kam am Gebäude an und atmete tief durch. Ich war sehr nervös, durfte mir das aber nicht anmerken lassen. Langsam öffnete ich die Tür und ging hinein. Überall liefen Polizisten rum. Ich ging auf eine Frau zu, die an einer Wand stand und aus einer Kaffeetasse trank.
"Entschuldigen Sie bitte die Störung. Ich hätte da mal eine Frage", meinte ich zu ihr und lächelte.
"Worum geht's?", fragte sie mich freundlich.
"Kennen Sie Officer John Spencer?"
"Ja, wieso möchten Sie das wissen?"
"Ich wollte fragen, ob sie ihm vielleicht diesen Brief geben würden", sagte ich und zeigte ihr den Brief.
"Natürlich", erwiderte sie und nahm den Brief an sich.
"Vielen Dank. Ich müsste dann jetzt weiter, auf Wiedersehen", sagte ich lächelnd.
"Auf Wiedersehen", meinte sie und ich ging zur Tür hinaus.
< John Spencer P.o.V. >
Ich saß schon fast den ganzen Vormittag am Schreibtisch. Seit dem Brand im Jacobs-Heim war hier die Hölle los. Wir haben fast keine Anhaltspunkte. Das Einzige, was bisher feststand, war, dass es Brandstiftung war.
Ich stützte meinen Kopf auf meine Hände und griff danach seufzend zur Kaffeetasse.
"Hey, John"
Ich drehte mich um und sah Miranda, meine Kollegin.
"Hey, Miranda. Was gibt's?"
"Vor ein paar Minuten war ein junges Mädchen hier und gab mir einen Brief für dich. Hier", sagte sie und legte den Brief auf den Tisch.
"Danke. Ein junges Mädchen? Wie alt?"
"Ich würde sie so 18 bis 20 schätzen"
"Ähm okay. Danke dass du mir den Brief gebracht hast"
"Selbstverständlich. Ich geh wieder an die Arbeit", meinte Miranda noch bevor sie ging. Ich stellte die Tasse an die Seite und öffnete den Briefumschlag. Es stand kein Absender drauf. Ich faltete den Brief auf und begann zu lesen.
"Sehr geehrter Officer Spencer,
ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern können, aber ich bin das Mädchen, von dem Sie gestern versehentlich im Park angerempelt wurden. Dafür entschuldige ich mich hiermit noch einmal.
Das ist aber nicht der Grund, weshalb ich Ihnen schreibe. Ich würde mich gerne noch einmal mit Ihnen unterhalten.
Ich werde morgen Nachmittag im Park warten, dort, wo wir uns gestern unterhielten. Es würde mich freuen, Sie dort zu sehen.
Mit freundlichen Grüßen,
Clarke S. :)"
Beim Lesen des Briefes bildete sich ein Lächeln in meinem Gesicht. Ich legte den Brief in meine Tasche und trank noch einen Schluck Kaffee.
Morgen Nachmittag müsste ich eigentlich Zeit finden. Da musste ich nicht arbeiten.
Doch im Moment musste ich es, weshalb ich mir die Akten nahm und mich wieder an die Arbeit machte.
< Clarke P.o.V. >
Ich machte mich nach meinem Besuch beim GCPD auf den Weg zum Park. Unterwegs hielt ich an einem Kiosk und kaufte mir einen Kaffee und ein bisschen Weißbrot.
Im Park angekommen setzte ich mich auf eine Bank am See. Dort trank ich meinen Kaffee aus und fütterte ein paar Enten mit dem Brot. Nebenbei machte ich mir Gedanken über alles Mögliche.
Ich wünschte, ich hätte ein normales Leben.. Vielleicht hätte ich in dem Heim bleiben sollen. Dann hätte ich jetzt einen Schulabschluss und möglicherweise einen guten Job. Aber das Leben dort war schlimm, wie die Hölle.
Ich schob diese negativen Gedanken beseite und sah zum See. Mittlerweile hatten sich die Wolken mehr zugezogen. Es könnte jeden Moment anfangen zu regnen. Als ich das realisierte machte ich mich schnell auf den Heimweg.
DU LIEST GERADE
Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
Fiksi PenggemarDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
