"Willst du lieber, dass du in der Schule als die 'Verrückte' bekannt wirst? Gordon kann dafür sorgen, dass diese Asylum-Sache aus der Welt ist, vorrausgesetzt er ist damit einverstanden"
"Und wenn er nicht damit einverstanden ist? Ich will nicht wieder dorthin. Ich bin schließlich nicht abgehauen, weil mir langweilig war.."
"Mach dir nicht immer so viel Sorgen. Wir können uns ja zusammen mit ihm mal treffen und du zeigst ihm, dass du nicht verrückt bist, ja?"
"Wie soll ich ihm denn zeigen, dass ich nicht verrückt bin?"
"Sei einfach du selbst. Bei mir hat's doch auch geklappt", sagte John lächelnd.
"Und wann treffen wir uns mit ihm?"
"Vielleicht Samstag, wenn er Zeit hat. Morgen ist ja dein Leistungstest. Ich bring dich morgens zur Schule. Du hast dann für den Test bis mittags Zeit. Währenddessen muss ich ja arbeiten. Dort frag ich ihn mal."
"Wann erfahr ich eigentlich das Ergebnis vom Test?"
"Montag, du gehst normal zur Schule und dort als erstes ins Sekretariat. Der Schulleiter wird dir dort sagen, in welche Klasse du gehst."
"Und wo ist das?"
"Kann man nicht übersehen. Es ist links neben dem Eingang"
Ein Kellner kam zu unserem Tisch und stellte uns das Essen hin.
Wir bedankten uns und aßen während wir weitererzählten.
"Was kannst du mir noch so über die Schule sagen?"
"Nun, dort gibt es keine Schuluniform, aber es wird darum gebeten, vernünftig und gepflegt zu erscheinen. Es gibt ein Basketballteam und ein Fußballteam. Beide sind ganz erfolgreich. Was mir sehr gefallen hat, war der Schulhof. Ein großer Teil ist nämlich grün. Wiesen, Bäume, Sträucher und Blumen, ist sehr schön dort. Wird dir sicher gefallen, wenn du die Natur so sehr magst"
Ich lächelte kurz und aß weiter.
Nach einer Stunde bezahlte John das Essen und wir verließen das Café.
Unterwegs holten wir uns einen Kaffee und gingen durch die Stadt. Ein paar Minuten später wurde er angerufen.
"Hey, Miranda, was gibt's? .. .. hm, ich hätte da 'ne Idee, aber ob das so klappt weiss ich nicht .. .. damals bei dem Fall mit Dent hatte er geredet als eine bestimmte Fledermaus anwesend war .. .. aber versuchen kann man es doch .. .. ja, schon, das weiss man nicht, aber ich denke, er wird schon auftauchen .. .. das können wir morgen mal versuchen .. .. ja, bis morgen."
John steckte das Handy zurück in seine Tasche und sah zu mir. "'tschuldigung, Arbeit"
"Nicht schlimm, worum ging's?"
"Der Joker hat was geplant und will nicht sagen, was es ist.. Hat er dir damals irgendwas gesagt?"
"Nein, aber wieviel weisst du über ihn?"
Jetzt sah er mich leicht verwirrt an.
"Er ist nicht jemand, der plant. Er macht die Dinge einfach"
"Woher weisst du sowas?"
"Bevor ich ihn getroffen hatte, hatte ich Zeitungsausschnitte über ihn gesammelt, weil ich von ihm irgendwie.. fasziniert war.. Er scheint keine Angst zu haben und riskiert viel. Ich hab mir diese Zeitungstexte oft durchgelesen und mir ist nie aufgefallen, dass er einen Plan gehabt hätte. Und einen Zusammenhang haben seine Taten auch nicht. Es scheint als würde er das machen, weil er es einfach will."
John hörte mir aufmerksam zu und überlegte.
"Das hat er angeblich sogar selber gesagt. Er meinte, er sei wie ein Hund, der Autos hinterherjagt. Er wüsste gar nicht, was er machen sollte, sollte er mal eins erwischen. Er macht viel, er mordet, er zerstört Gebäude, hat auch eine Bank überfallen, aber ich glaube er hat nur einen einzigen Plan. Er will wissen, wer Batman ist"
"Damit er ihn töten kann und die Macht über Gotham hat?"
"Nein. Er und Batman gehören zusammen"
John sah etwas verwirrt aus, schien meinen Gedanken aber folgen zu können.
"Warum sollte er Batman töten? Er hat Spaß. Joker ist ein Mann, der die Welt einfach nur brennen sehen will. In einem Zeitungsausschnitt stand, dass er sagte, er sei nicht an Geld interessiert. Er meint, dass Gotham 'neue' Verbrecher braucht. Als ich bei ihm lebte, hab ich mitbekommen, dass er oft Nachrichten schaut. Er sucht sich anscheinend spontan aus, was er machen will. Wenn sich ihm jemand in den Weg stellt, wird er beseitigt. Weisst du noch, der Fall mit Lau und dem Mafiageld?"
"Ja"
"Zu der Zeit hatte es sich rumgesprochen, dass Gambol ein Kopfgeld auf den Joker ausgesetzt hat. Kurze Zeit später wurde Gambol tot aufgefunden. Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, wer ihn beseitigt hat"
"Du solltest nach der Schule bei der Polizei anfangen"
Ich lachte ein bisschen.
"Meinst du? Ich weiss nicht.."
"Du bist intelligent und kannst gut schlussfolgern. Es wäre von Vorteil, wenn du dort arbeiten würdest"
"Ich denke mal drüber nach"
"Ich muss nochmal kurz weg. Willst du schon nachhause oder noch ein bisschen in der Stadt bleiben?"
"Ich geh dann nach hause"
"Okay, hier", sagte er und gab mir einen Schlüssel.
"Danke"
Danach ging ich nach hause und legte mich auf die Couch. Doch sehr lange war ich dort nicht. Ein paar Minuten später stand ich auf und verließ die Wohnung. Ich wollte aufs Dach. Ich liebte es, auf Dächern zu sitzen.
Anstatt den Fahrstuhl zu nehmen, ging ich die Treppen hinauf. Ganz oben angekommen ging ich durch eine Tür, die zum Glück nicht abgeschlossen war. Ich ging über das Dach und sah mich um. Sehr viel war hier oben nicht und ich war allein. Ich setzte mich auf den Rand des Gebäudes und sah nach unten. Es war ziemlich hoch. Die Menschen schienen nur noch so groß wie Ameisen zu sein. Von hier oben sah man sehr viel. In der Ferne konnte man den Waynetower erkennen, nicht weit von dort war der Mainstreetpark. Einige Geschäfte waren zu sehen und auch die Mall, in der ich meine Sachen kaufte, war nicht zu übersehen. Ich saß hier oben den ganzen Tag. Wegen John musste ich mir keine Sorgen machen. Er hatte selber noch einen Schlüssel und ich hab ihm einen Zettel hinterlassen, der sagte, dass ich auf dem Dach war.
Langsam sah ich die Sonne untergehen und der Himmel färbte sich mit jeder weiteren Stunde dunkler, bis er schwarz war und man die vielen einzelnen Sterne erkennen konnte.
Nachts sah die Stadt viel schöner aus als am Tage. Die vielen verschiedenfarbigen Lichter ließen die Stadt wunderschön aufleuchten.
"Hey"
Ich drehte mich um und sah John an der Tür.
"Hi", rief ich zurück. Er kam zu mir und setzte sich neben mich.
"Wieso bist du hier oben?"
"Ich mag es, auf Dächern von Hochhäusern zu sitzen. Hier ist man oft allein und die Aussicht ist nachts sehr schön"
"Hast du denn keine Angst, hier runter zu fallen?"
"Nein"
"Pass bitte trotzdem auf. Ich geh wieder runter in die Wohnung. Bleib bitte nicht zu lange hier. Du musst morgen den Test schreiben"
"Ja, mach dir keine Sorgen", sagte ich lächelnd und er verschwand wieder nach unten.
Ich sah mir noch eine Weile die vielen Lichter an den Häusern und Autos an.
Doch dann sah ich etwas, bei dem ich mir erst gar nicht sicher war, ob ich es mir vielleicht nur eingebildet hatte.
Er sah aus, als wäre eine große Fledermaus ein paar Meter vom Haus entfernt entlang geflogen. Ich dachte sofort an Batman und musste überlegen, was wohl gerade passierte, dass Batman eingreifen musste. Es konnte alles mögliche sein. Doch leider sah ich ihn heute nicht mehr. Ich saß zwar noch fast eine Stunde hier oben, aber entdeckte Batman nirgendwo. Irgendwann ging ich dann schließlich zurück in die Wohnung und sah auf die Uhr, 10:38pm. Das ging ja noch, war noch nicht sehr spät. John saß vor dem Fernseher.
"Wann muss ich morgen los?"
"Um 8"
"Okay, danke. Ich geh jetzt schlafen"
"Gute Nacht"
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
