New Outfit

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Eddie und ich setzten uns an den Küchentisch und tranken den Kaffee aus. Er las ein paar Zeitungsausschnitte, ich war an meinem Handy. Als Eddie die Zeitung auf die Theke legte bekam ich eine Nachricht. Die Nummer war unbekannt, doch es war offensichtlich, von wem die Nachricht kam.

'In drei Stunden vorm Devil, ich warte dort. Kannst selber entscheiden, ob Makeup oder Maske, ich hab falls eine..
J'

Ich speicherte die Nummer ein und legte das Handy auf den Tisch.
Danach ging ich duschen.
Nach dem Duschen zog ich mir einen Bademantel über und ging ins Schlafzimmer. Ich nahm mir ein paar Sachen aus dem Schrank, zog mir diese an und ging zurück ins Bad. Dort schminkte ich mich ein bisschen und lockte meine Haare.
Nach ein paar Minuten holte ich mein Handy aus der Küche.

Eddie kam aus dem Schlafzimmer. Er trug seinen typischen grünen Anzug mit ein paar schwarzen Fragezeichen. Ich ging lächelnd auf ihn zu und drückte ihm einen Kuss auf den Mund.
"Jetzt sind meine Lippen auch schön rot, oder?", fragte er lächelnd.
"Sieht aber gut aus, solltest du vielleicht öfter tragen"
"Vielleicht sollte ich das. Ich mein, es betont meine Wangenknochen sehr", sagte er und strich sich spaßeshalber über seine Wangen.
"Weißt du, ich.. ich hab mir überlegt, mir vielleicht auch etwas zu suchen, wodurch man sich an mich erinnert"
"Wie meinst du das?"
"Naja, du hast den grünen Anzug mit den Fragezeichen und deine Rätsel. Der Joker hat seine Narben und den lilafarbenen Anzug. Ich sollte mir vielleicht auch etwas suchen"
"Das ist keine schlechte Idee, was hast du dir denn so vorgestellt?"
"Vielleicht irgendwas in meinen Lieblingsfarben"
"Die wären?"
"Rot und schwarz. Ich könnte mir eventuell ein paar Sachen zusammennähen"
"Soll ich dir helfen?"
"Würdest du?"
"Natürlich! Wie viel Zeit hast du noch?"
"Jetzt? Ähm, ich hätte noch circa anderthalb Stunden"
"Das kriegen wir hin. Ich hab da schon ein paar Ideen", sagte er und ging mit mir zum Kleiderschrank.
"Hast du eine rote oder eine schwarze Lederhose?"
"Ich hab irgendwo eine, die schwarz und rot ist"
"Das wär perfekt"
Ich wühlte in meinen Sachen herum und fand die Hose auch recht schnell. Sie lag fast ganz unten.
"Hast du auch eine Jacke in den Farben?"
"Nein, aber eine weiße Jeansweste. Die könnte man doch färben, oder?"
"Ja, das dauert nicht lange"
"Für das Oberteil hab ich schon eine Idee", sagte ich und nahm mir ein weißes Top.
"Ich hol mal die Farben für die Weste", sagte Eddie und ging aus dem Raum. Ich ging in die Küche und holte mir eine Schere.
Damit machte ich mich auf den Weg zurück ins Schlafzimmer, setzte mich aufs Bett und schnitt ein bisschen vom Top ab. Ich zog es mir danach kurz an, um zu gucken wie kurz es war. Mit der Länge war ich zufrieden. Ich zog das Top aus und mein anderes Shirt wieder über.
Eddie kam zurück und setzte sich auf den Boden. Während er die Weste rot und schwarz färbte malte ich ein jokerähnliches Lächeln auf das Oberteil.
Ich stand auf und nahm mir einen Gürtel, ein paar Armbänder und ein lockeres Halsband mit Nieten.
Diese legte ich aufs Bett und nahm mir meine rot-schwarz gestreiften Stulpen. Ich zog mir eine der beiden über den Arm und holte meine Lederboots. Eddie war mit dem Färben der Weste mittlerweile fertig. Er hängte sie für eine halbe Stunde draußen über das Geländer in die Sonne. Die Farbe auf dem Top war fast trocken. Ich hängte es zu der Weste und ging in die Küche.
Eddie kam zu mir und stellte die Tassen in die Spülmaschine.
"In einer halben Stunde kommen die Weste und das Oberteil noch für zwanzig Minuten in den Trockner. Ich bin gespannt wie es am Ende aussieht"
"Und ich erst"

Fast eine Stunde später hatte ich endlich alle Sachen auf dem Bett liegen.
Die Weste ist richtig toll geworden, das hat Eddie sehr gut hinbekommen.
Ich zog mir alles an und ging mit den Boots in der Hand zu Eddie ins Wohnzimmer.
"Wooow", meinte er und kam mir entgegen. "Du siehst unglaublich aus"
"Danke", antwortete ich lächelnd und küsste ihn.
"Ich hab hier noch was für dich", sagte er und holte einen Gürtel mit einer Tasche für eine Pistole daran.
Diesen machte er mir um und setzte sich danach seine Maske auf.
Ich nahm mir eine Pistole. Die steckte ich in die Tasche. Ein Messer kam in die linke und mein Handy in die rechte Westentasche.

So machte ich mich auf den Weg zum Devil. Ich hatte das Gefühl, von allen Seiten angestarrt zu werden, doch es war fast niemand zu sehen.
Nach zwanzig Minuten bog ich in die Straße vom Devil ein. Gegenüber vom Eingang stand ein schwarzer Wagen mit getönten Scheiben. Ich ging langsam auf dem Fußweg entlang. Das eine Fenster wurde langsam herunter gefahren und ich sah den Joker am Steuer sitzen.

Whatever doesn't kill you simply makes you strangerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt