Welcome back

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"Clarke, irgendwann reicht's mir auch mal!"
"Dir reicht's?! Du hast genug?!", ich sprang vom Stuhl auf und stützte mich auf den Tisch. "Ich habe genug! Mein eigener Bruder verpfeift mich, nachdem ich für ihn fast gestorben wäre! Weißt du eigentlich, wie verarscht ich mich fühle?!"
Die Tür ging auf und zwei Cops betraten den Raum. Der eine nahm meine Hände nach hinten und brachte mich aus dem Raum raus. Ich wehrte mich nicht.
Vor der Tür wurden mir Handschellen angelegt.
"Wozu?", fragte ich genervt.
"Sicherhaltshalber"
Ich seufzte und verdrehte die Augen.
Die zwei Cops brachten mich zu den Zellen in der Halle. Dort entfernten sie die Handschellen. Ich setzte mich auf den Boden und beobachtete alle im Raum. Nach einer halben Stunde beachtete mich niemand mehr.

"Wie lange habt ihr vor mich hier zu behalten?", fragte ich ein paar Minuten später als Jim an der Zelle vorbei ging.
"Noch ein paar Stunden. Dann kommst du woanders hin. Dort werden sie dir sicher helfen können"
"Ach, schonwieder? Müsste da nicht vorher noch ein Gerichtsprozess stattfinden?"
Er sah weg von der Zelle. "Es gibt Sonderfälle", sagte er und ging.

Ich legte mich hin und starrte Löcher in die Luft. Es vergingen einige Stunden, in denen nichts interessantes passierte.
Ein paar Minuten lang summte ich einige Lieder vor mich hin, doch das wurde langweilig. Ich stand auf und setzte mich auf die Bank.

"Hey, was machst du da?"
"Ich setze mich auf eine Bank. Ist das nun auch schon verboten?"
"Ein bisschen mehr Respekt, junge Dame"
"Sonst was?"

Der Cop stand auf und brachte ein paar Akten zu einem Regal.
Ich seufzte und lehnte mich zurück.

"Clarke, könn' wir reden?" Ich sah zur Zellentür. Dort stand John.
"Verschwinde"
"Hör mir bitte zu, ich-"
"Ich sagte, du sollst verschwinden!"
"Es tut mir leid"
"Es tut dir leid?! Hast du überhaupt nachgedacht? Wenn du eine Vermutung hast, die sich für mich negativ auswirken kann, dann solltest du erst mit mir reden und mich nicht beim GCPD in die Pfanne hauen!"
"Es tut mir leid", wiederholte er leise und ging.
Ich drehte mich zur Wand.
Ich war so enttäuscht von meinem Bruder. Er hätte doch mal überlegen können. Es ist doch klar, dass ich ins Asylum komme, wenn er Jim sagt, dass ich etwas damit zu tun hätte. Warum musste ich auch nachhause fahren? Ich hätte einfach bei Eddie bleiben sollen. Ich wollte zurück zu ihm. Er wusste wahrscheinlich nicht mal, dass ich gerade hier war.

Eine Stunde später wurde ich zum Arkham Asylum gebracht. Leider gab es bei mir keine Rettungsaktion.. Aber das hatte ich schon erwartet.
Mir wurde wie damals alles abgenommen, aber diesmal meinten sie, dass ich einen persönlichen Gegenstand behalten dürfte.
Damals wurde mir das nicht gesagt.
Ich entschied mich für meine Halskette, da ich sie nie ablegen wollte und dies auch jetzt nicht vorhatte.

Ein Cop brachte mich zu einer der Zellen. Er erklärte mir ein paar Dinge, doch ich hörte nicht zu. Ich musste die ganze Zeit über an Eddie denken..

Ich betrat die Zelle, und der Mann schloss die Tür.
Hier war niemand, ich war allein.
Seufzend ging ich ans Fenster und sah hinunter auf den Hof. Nichts schien sich verändert zu haben.
Und schonwieder war ich im Irrenhaus.. Ich hasste es. Es wäre um einiges erträglicher, wenn Eddie oder Jack hier wären.
Ja, Jack. Wir hatten uns zwar gestritten, aber ich hasste ihn nicht. Jack war.. anders, aber sein Lachen war ansteckend, und er munterte mich immer auf.

Ich legte mich auf das untere Bett und schloss meine Augen.

Whatever doesn't kill you simply makes you strangerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt