"Er hat nicht mal ansatzweise versucht mich zu töten!"
Er war erneut still und umklammerte fest das Lenkrad. Mittlerweile fuhren wir weiter.
"Er hat mir zugehört und 'nen recht ruhigen Eindruck gemacht. Als ich fertig war hat er ganz normal mit mir gesprochen und ist danach sofort abgehauen.."
"Was hat er gesagt?"
"Er meinte, dass er bezweifelt, dass ich seine Tochter sein könnte.. Er ist der festen Überzeugung, dass sie damals in dem Feuer gestorben ist.."
"Und du willst ihn sicher vom Gegenteil überzeugen?"
"Ja, aber ich hab keine Ahnung, wie ich das anstellen soll"
"Also, vom einfach so zu ihm gehen rate ich dir dringend ab..du könntest aber mit Pinguin sprechen"
"Meinst du, das ist 'ne gute Idee?"
"Begeistert bin ich nicht, aber du machst eh was du willst", sagte er und fing wieder an zu grinsen. "Soll ich dich hinfahren?"
"Nein, ich wollte heut zu dir"
Er nickte und parkte den Wagen.
Wir stiegen aus und gingen zu seiner Wohnung.
"Geh schonmal hoch, ich muss noch kurz was klären"
Ich nickte und ging in seine Wohnung. Dort legte ich mich aufs Sofa und nahm mein Handy heraus. Nach einigen Minuten öffnete sich die Tür und Joker setzte sich neben mich.
"Ich-", wollte ich anfangen, wurde aber durch laute Schüsse unterbrochen.
"Och man, was soll denn das jetzt wieder..", murmelte Joker, nahm sich eine Pistole und verließ die Wohnung. Es fielen immer mehr Schüsse. Ich nahm nun auch meine Pistole und ging langsam zur Tür. Diese öffnete ich und blickte direkt in das Gesicht von einem fremden Mann. Ich schlug die Tür sofort wieder zu und verriegelte sie. Danach versteckte ich mich hinter der Couch und suchte nach einem anderen Weg aus der Wohnung. Es dauerte nicht lange bis die Tür aufgebrochen wurde. Ich wartete ein paar Sekunden und schoss dann einmal nach oben zur Ablenkung. Danach rannte ich schnell zur Tür, stieß dabei jedoch gegen jemand anderen, der mir ruckartig ein Tuch, welches stark nach irgendeiner Chemikalie roch, auf Mund und Nase drückte. Ich hielt die Luft an und versuchte mich zu befreien, doch sofort als ich kurz Luft holte wurde mir sehr schwindlich, und Sekunden später bekam ich nichts mehr mit.
"Aufwachen, Kleine", hörte ich jemanden sagen. Diese Person stand direkt vor mir und lachte leise. Ich war an einen Stuhl gefesselt und hatte starke Nacken- und Kopfschmerzen.
"Gut, ich dachte schon, du würdest nie mehr aufwachen."
"W..wo bin ich? Wer bist du..?"
"Erst suchst du mich, und dann, wenn ich dich suche, erkennst du mich nicht? Ich muss zugeben, es ist nicht sehr gentleman-like wie ich dich hierher hab bringen lassen, aber es ging nicht anders.."
Ich sah nach oben in das Gesicht des Mannes.
"Samuel, jetzt quäl sie doch nicht so!", hörte ich jemanden von weiter hinten sagen. Es schien Cobblepot gewesen zu sein.
Ich kniff mehrmals die Augen zusammen und sah mich kurz um.
Ich war in einer Lagerhalle.
"Warum bin ich hier?"
"Ich möchte etwas testen"
"Und was?"
"Weißt du.. als wir dort an der Bar saßen, und du meinstest, du seist meine Tochter, da kam mir ein Gedanke, ein.. nennen wir es Geistesblitz. Solltest du tatsächlich meine Tochter sein, dann ist es möglich, meinen Sohn zu finden"
"Ich kann dir nicht so ganz folgen.."
"Ich habe mich über dein Leben informiert und herausbekommen, dass du bei deinem Bruder lebst, John Spencer. Seit dieser Information bin ich auch der Annahme, dass wir verwandt sein könnten. Du musst wissen, mein Erstgeborener trug den Namen John. Er wurde entführt, aber ich glaube davon hast du bereits gehört. Ich werde ihn hierher bekommen"
"Du spinnst doch-"
"Nicht in diesem Ton, Fräulein!"
"Du willst also deine Tochter gefangen halten und warten bis vielleicht irgendwann die Cops hier auftauchen?!"
"Nicht genau so, aber ja. Ich habe das alles auf Band. Siehst du diese kleine süße Kamera da vorne? Dieses Band schicke ich zum GCPD"
Nun drehte er sich von mir weg und blickte in die besagte Kamera.
"Nun, John.. mein Sohn.. ich würde mich sehr geehrt fühlen, wenn du uns einen kleinen Besuch abstatten würdest. Aber bitte bring keine deiner Freunde mit. Es soll doch ein wundervolles Familientreffen werden.. Du hast vierundzwanzig Stunden!"
Er drückte auf einen Knopf und warf die Kamera einem Typen an der Seite zu. Danach ging er langsam zu mir.
"Vierundzwanzig Stunden bis was? Erst meinst du, dass ich deine Tochter bin und dann willst du mich töten? Tolle Vatergefühle!"
Er fing laut an zu lachen.
"Ich werde dich nicht töten. Denkst du echt, ich trauer jahrelang um den Verlust meiner Kinder und töte sie dann, wenn ich sie finde?"
Er lachte laut und verrückt. "Nene, das wäre doch dämlich oder..unmoralisch, ja, unmoralisch ist das richtige Wort dafür"
"Was macht Oswald hier?"
"Das ist Zufall. Er war gerade hier als du her gebracht wurdest"
"Was ist denn nun in vierunzwanzig Stunden?"
"Sollte mein geliebter Sohn hier bis dorthin nicht erscheinen, werde ich stündlich einige Häuser anzünden"
"Und ich soll hier jetzt die ganze Zeit lang gefesselt auf diesem Stuhl sitzen?"
"Nein, warte"
Er löste die Fesseln und half mir beim Aufstehen. Ich stand noch sehr unsicher auf den Beinen.
"Ein Fluchtversuch ist zwecklos", sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Er war wohl fast so verrückt wie der Joker! Kaum zu glauben, dass soetwas überhaupt möglich war..
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
