Seit meiner Einlieferung ins Irrenhaus verging bereits eine Woche. Ich war fast immer in meiner Zelle.
Ab heute musste ich wieder zu Therapiestunden.. Hoffentlich war nicht wieder Crane mein Therapeut.
Ich setzte mich auf den Tisch in meiner Zelle und sah zum Fenster heraus. Das Wetter war nicht sehr schön. Es regnete zwar nicht, aber der Himmel war bewölkt und dunkel.
Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. Ein Polizist betrat die Zelle. Ich sah ihn erwartungsvoll an.
"Therapie. Kannst du dich benehmen oder brauchen wir die hier?", fragte er und zeigte auf die Handschellen an seinem Gürtel.
Ich verdrehte die Augen und ging zur Tür.
Der Mann brachte mich zu dem Block mit den Therapieräumen.
"Wieder Crane?"
"Deine Therapeutin ist Dr. Maynard"
Ich nickte.
..
"Hallo, Clarke. Ich bin deine Therapeutin Dr. Maynard. Du kannst mich aber auch Kathrine nennen, wenn du das möchtest", begrüßte sie mich und reichte mir die Hand. Sie wirkte recht freundlich. 'Hoffentlich setzt sie sich nicht gleich eine Maske auf und wird zum Psycho', dachte ich mir während ich ihr ebenfalls die Hand reichte.
"Hi", sagte ich. Kathrine setzte sich auf ein Sofa und bat mich, mich neben sie zu setzen.
"Wie geht's dir?"
"Verständlicherweise geht's mir nicht gut"
"Ich hab auch nichts anderes erwartet"
"Wieso fragen Sie dann?"
"Einstiegsfragen"
"Achso. Und ähm, wie geht's Ihnen?"
"Mir geht es gut, danke. Ich habe einiges über dich erfahren, und du bist ein sehr interessantes Mädchen, aber eine Sache verstehe ich nicht genau. Wieso hältst du dich bei gefährlichen Kriminellen auf? Du bist intelligent und könntest so viel erreichen"
"Es klingt wahrscheinlich verrückt, aber diese Kriminellen, wie Sie sie nennen, verstehen mich und.. ich fühl mich irgendwie bei ihnen wohl. Sie hören mir zu und ich finde sie nicht allzu gefährlich"
"Aber es besteht doch durchgehend das Risiko, dass sie dir etwas antun könnten"
"Das stimmt, aber ich hab davor keine Angst"
"Ist denn soetwas schon einmal vorgefallen?"
"Ja, aber das war jemand, dessen Gegenwart ich so gut es geht meide"
"Du möchtest mir bestimmt nicht sagen, wer es ist, oder?"
Ich lächelte zustimmend ein bisschen.
"Trägst du wegen ihm diesen Verband am Hals?"
"Nein, das war nur ein Unfall"
Kathrine sah mich ungläubig an, beließ es aber dabei.
"Wieso fühlst du dich gerade du solchen Menschen hingezogen?"
"Weiss ich nicht.. das hat sich wohl einfach so ergeben"
"Wie meinst du das?"
"Ich war schonmal hier. Das war aber ein Missverständnis. In der Zeit hab ich hier einige Leute kennengelernt. Wen genau, sag ich nicht. Wie lange arbeiten sie schon im Asylum? Sie sehen noch sehr jung aus"
"Ich habe den Job seit ein paar Wochen"
"Warum wollten sie unbedingt hier arbeiten?"
"Arkham ist eine Herausforderung und ich mag das. So wird es nie langweilig"
Ich lächelte ein bisschen und sah zum Fenster.
Das Asylum mochte ich zwar nicht, aber Kathrine war sehr sympatisch. Sie war mir um einiges lieber als Scarecrow..
"Die Kette, die du trägst ist sehr schön. Wieso wolltest du unbedingt diese als persönlichen Gegenstand behalten?"
"Danke, sie.. sie gehörte meiner Mutter", sagte ich leise und griff mit der einen Hand zu dem Anhänger.
"Möchtest du mir von ihr erzählen?"
"Nein"
< Montie P.o.V. >
"Hey Montie, schon das Neueste gehört?"
"Kommt drauf an"
"Clarke ist in Arkham"
"Was? Bist du dir da sicher?"
"Ich hab's zufällig aufgeschnappt"
"Clarke ist in Arkham?"
Ich drehte mich zur Tür und sah Joker am Rahmen stehen.
"Ja, angeblich schon", sagte Nick.
"Interessant", sagte Joker und ging zurück ins Haus. Ich sah ihm verdutzt hinterher, sagte aber nichts.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
Fiksi PenggemarDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
