"Wo ist Edward?"
"Dürfte ich erstmal erfahren wer du bist?", fragte sie mich erneut.
"Ich bin seine Freundin"
Als ich das sagte fing sie an zu lachen.
"Wo ist er?", fragte ich angespannt. Dieses Miststück wurde mir immer unsympatischer.
"Ed ist beschäftigt. Ich kann dich leider nicht zu ihm lassen", meinte sie grinsend.
"Willst du mich verarschen?"
"Nein. Tut mir schrecklich leid", sagte sie sarkastisch.
"Query, wer ist da?"
Das war Eddies Stimme!
"Eddie, hier ist Clarke!", rief ich. Er kam schnell zur Tür und umarmte mich.
"Geh bitte zurück zu Echo", sagte er zur Blondine. Die sah mich verächtlich an und ging.
"Wer ist das?"
"Ach, jetzt bist du wohl eifersüchtig" Er stupste mir auf die Nase.
"Hab ich allen Grund zu, wenn ich meinen Freund besuchen möchte und mir eine halbnackte Blondine die Tür öffnet"
"Beruhig dich bitte. Es ist nicht so wie es aussieht. Query und Echo sind meine Assistentinnen, mehr nicht.."
"Und deshalb laufen sie halbnackt in deinem Haus rum?"
"Hey, sieh mich an. Denkst du wirklich, ich würde dich irgendwie betrügen?"
"Nein, aber-"
"Kein aber" Er küsste mich und ging mit mir in sein Arbeitszimmer.
Auf dem Schreibtisch waren viel Papier und einige Stifte.
"Stör ich gerade irgendwobei?", fragte ich als ich die Blätter sah.
"Nein, du störst nie"
"Und was machst du gerade?"
"Ich arbeite an einigen neuen Rätseln. Rate mal, wen ich zufällig gestern gesehen habe"
"Meinen Bruder?"
"Nein"
"Joker?"
"Nein, ist sehr unwahrscheinlich, dass du's errätst"
"Ich kenn ihn?"
"Ja"
"Stehen wir in einem guten oder in einem schlechten Verhältnis zueinander?"
"Eher schlecht"
"Entweder Crane oder Twoface"
"Und wer, denkst du, ist es?"
"Ich hab in den Nachrichten über keinen der beiden etwas gehört, also denke ich mal, dass es Crane ist"
"Stimmt"
"Och nee.." Ich lehnte mich gegen den Schreibtisch. "Der soll mir bloß fern bleiben.."
"Kann ich verstehen. Ich hab gehört, er hat irgendwas mit diesem Gas geplant. Aber wann und wo weiss ich nicht"
"Hauptsache ich bin dann dort nicht. Die letzte 'Therapie', wenn man es so nennen kann, war schrecklich und ich hab keinen Bock, sowas nochmal durchmachen zu müssen.."
"Am besten gehst du nicht so oft an öffentliche Plätze, da er das wahrscheinlich dort machen wird"
"Was ist eigentlich mit Twoface? Ist er immer noch im Asylum?"
"Das weiss ich nicht. Ich hab aber länger nichts mehr von ihm gehört. Wahrscheinlich ist er noch dort"
"Wenigstens eine gute Nachricht"
..
"Uhh, hat da jemand etwa ein Date?"
Ich stand vor dem Spiegel in meinem Zimmer und trug ein lilafarbenes knielanges Kleid mit schwarzen hohen Schuhen als John in mein Zimmer kam.
"Ich gehe mit Luke zu einer Spendengala. Aber an diese Schuhe muss ich mich erstmal gewöhnen.."
John lachte ein bisschen und lehnte sich gegen den Türrahmen.
"Mit dem Outfit ziehst du sicher alle Blicke auf dich"
Ich lächelte und setzte mich aufs Bett.
"Und, hast du für heute was geplant?"
"Nicht wirklich. Ich werd wahrscheinlich fernsehen. Wann ist Luke hier?"
"In ein paar Minuten. Er wird mich nachher auch wieder nachhause bringen"
Ich stand auf und ging ins Wohnzimmer. Dort sah ich aus dem Fenster und wartete. Kurz danach hörte ich die Klingel. John ging zur Tür.
Dort standen Luke und Alfred. Daran, dass Alfred einen Anzug trug, war ich schon gewöhnt, aber Luke habe ich selten so gesehen. Es stand ihm sehr gut.
"Clarke, du.. du siehst hübsch aus"
"Danke", erwiderte ich lächelnd.
Alfred fuhr uns zur Gala. Bruce war bereits dort, aber seine Begleitung kannte ich nicht. Hier waren sehr viele Menschen anwesend, weshalb ich mich ein bisschen unwohl fühlte.
Luke schien das bemerkt zu haben.
"Mach dir keine Gedanken über die Anderen. Ich werd manchmal mit einigen Leuten reden müssen, aber sollte dir irgendwas unangenehm sein, gib mir nur Bescheid", sagte er lächelnd. "Möchtest du tanzen?"
"Ich ähm ich kann nicht gut tanzen", erwiderte ich.
"Das ist nicht schwer. Ich bitte darum", versuchte er mich grinsend zu überreden und reichte mir die Hand.
"Hmm na gut, aber ich hab dich gewarnt"
Luke und ich tanzten für eine Weile und es war tatsächlich nicht allzu kompliziert, aber irgendwann taten meine Füße durch die hohen Absätze ziemlich weh. Wir setzten uns an einen Tisch, und ich sah mich ein wenig um.
"Wofür werden eigentlich Spenden gesammelt?", fragte ich nach einer Weile.
"Weiss ich gar nicht so genau", lachte Luke.
Ich lachte auch ein bisschen, bis ich Bruce auf uns zukommen sah. Seinen Gesichtsausdruck konnte man nur schwer deuten.
"Luke, ähm könntest du mal kurz mitkommen? Ist wichtig"
"Ja, äh Clarke?"
"Ist kein Problem. Geh ruhig. Lass mich hier aber nicht zu lange allein"
Luke nickte und ging mit Bruce schnell weg. Ich wartete, doch mir wurde schnell langweilig, weshalb ich beschloss, mich etwas umzusehen. Das Gebäude war sehr groß, aber recht übersichtlich.
Irgendwas war hier sicher los..
Das bestätigte sich auch, als ich von weitem zwei bewaffnete Männer sah. Sowas kann doch nicht normal sein.
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Whatever doesn't kill you simply makes you stranger
FanfictionDas Leben auf Gothams Straßen ist alles andere als einfach und sicher. Doch was passiert, wenn man auf eine Person trifft, die dieses Leben vollkommen auf den Kopf stellt? Genau das passiert Clarke, eine junge Taschendiebin, die eigentlich nur vers...
