Authors Note
Ich würde euch gerne an der Stelle an ein Gespräch zwischen Elisa und Brad aus Kapitel 46 erinnern. Warum? Das werdet ihr gleich sehen – Viel Spaß beim Lesen!
„Du bist fünf Minuten spät."
„Und du bist wunderschön."
„Das ist das Kleid."
„Du hast Angst vor mir?", war wie erwartet ihr erster, nicht sonderlich ernst gemeinter Vorschlag, so seriös sie ihre Stimme auch klingen ließ. Und in diesem Moment brauchte er sie nicht anzusehen, um zu wissen, dass sich ein verschmitztes Lächeln in ihrem Gesicht ausbreitete, das er unbewusst erwiderte und dabei eine Augenbraue in die Höhe zog.
„Ja klar, du bist ja auch absolut angsteinflößend." Auch wenn Sarkasmus in seiner Stimme mitschwang, war ihm bewusst, dass doch ein Fünkchen Wahrheit in seinen Worten lag, zumindest, wenn man die richtigen Personen fragte. Vorzugsweise all jene, die den schweren Fehler begangen hatten, sich mit Elisa anzulegen.
„Hmmm", grübelte sie unterdessen laut vor sich hin und tappte weiterhin vollkommen im Dunklen. „Du hast Angst, dass ich dich wieder in der Rutsche vorm Burgerladen gefangen halte?"
„Sind wir dafür nicht schon etwas zu alt?" Amüsiert schüttelte er den Kopf, während Elisa seine Worte evaluierte.
„Es gibt nichts, für das wir zu alt sind, nur Dinge, für die wir alt genug sind." Eine Weisheit, die sie ihm im Laufe der Jahre immer wieder mitgeteilt hatte, vor allem, wenn er Bedenken zwecks etwas, das sie sich in den Kopf gesetzt hatte äußerte. Und das eine oder andere Mal hatte sie den Spruch auch verwendet, um ihn auf der Stelle rot anlaufen zu lassen, wenn sie ihn denn wieder einmal mit einem Mädchen herumknutschen gesehen hatte.
„Ich sollte vielleicht eher groß sagen." Ganz Unrecht hatte sie nicht, schon allein der Gedanke an die Rutsche, in der er nun vermutlich auch ohne Elisa gefangen wäre, ließ ihm einen Schauer über den Rücken laufen.
„Stimmt. Okay." Sie hob eine Hand, um ihn damit über das Kinn zu streichen, als wäre er es, der nachdenken würde. Eine Geste, die sie für sich entdeckt hatte, sobald ihm ein Bart gewachsen war und mit der sie ihn bis heute zum Schmunzeln brachte. „Du hast Angst, dass ich eure Musik nicht mag."
„Warum sollte ich Angst davor haben? Außerdem weiß ich zufälligerweise, dass es dir gefällt, was wir fabrizieren." Er wusste genau, dass seine Worte Elisa noch ein wenig mehr frustrierten, war es doch offensichtlich, dass sie wirklich keine Ahnung hatte, was sie mit seiner geheimen Angst zu tun haben könnte. Aber ein wenig würde er sie zu seiner eigenen Belustigung noch zappeln lassen.
„Ja gut." Sie seufzte und ließ den Kopf hängen, so gut das eben ging ohne dabei an seinen zu stoßen. „Ich komm einfach nicht dahinter."
„Denk an das Erste, was dir einfällt", gab er ihr einen weiteren Hinweis, auch wenn ihr das vermutlich nicht weiterhelfen würde. Denn wie auch er, und das wusste er jetzt mit Sicherheit, war sie meisterhaft darin, das Offensichtliche zu übersehen
„Das war, dass du Angst vor mir hast und das hätten wir ja schon geklärt." Sie machte mit ihren Händen eine kleine, verzweifelte Geste, ehe sie sich geschlagen gab. „Bitte sag es mir."
„Was habe ich davon?", fragte er sie spielerisch und bekam wie erwartet ein frustriertes Seufzen von ihr, wobei sie den Kopf in den Nacken warf und sie beide um ein Haar aus dem Gleichgewicht brachte, ehe sie sich wieder an ihn schmiegte.
DU LIEST GERADE
Break the Cycle |Linkin Park|
Fanfiction» Ich sag dir was, Mike, mal wieder. Du hast nur Angst davor, noch einmal jemanden zu verlieren, den du liebst. « Würdest du zulassen, dass deine Welt auf den Kopf gestellt wird, oder würdest du um jeden Preis versuchen, deine dunklen Geheimnisse un...
