214. Die Jungs

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-Samu's Sicht-

Nochmal Glück gehabt, dass wir noch Schlimmeres verhindern konnten. Ich hätte glatt wieder mit meiner Süßen ins Krankenhaus gemusst. Mina kann ich gut verstehen, ich konnte auch noch nichts essen, doch sie muss an unser Haberchen denken. Sauer konnte ich ihr nicht sein.

Ich war ja froh, dass sie so gut die Nerven behalten hat. Während Mina auf mir lag und wenigstens etwas schlief, lenkte ich mich mit Insta ab. Ich hatte vor der Pressemitteilung ein Screenshot meiner Follower gemacht, schon heftig wie viele da abgesprungen sind. Gute Freunde fragten mich was ich denn für ein Asshole wäre. Erin schrieb ganz bitterböse. 'Samu, was du da abgezogen hast, geht gar nicht. Es ist ja schon paska, dass Mina das Kind verloren hat. Sich aber deshalb von ihr zu trennen, wie sch.... ist dass denn.' Mir tat es echt weh darauf nicht antworten zu dürfen. Lauri kam direkt auf den Punkt. Er schrieb: 'Solltest du dass nicht mehr gerade biegen, Alter, dann bist du für mich gestorben. Ich möchte dann keinen Kontakt mehr zu dir.' Mikko's Handy klingelte. Es war Osmo, der wissen wollte ob was dran ist an der Meldung und was sich das Asshole, in diesem Fall ich, dabei denkt. Mikko versuchte ihn zu beruhigen und er solle morgen einfach mit mir Reden. So ging das jetzt mit Raul, Sami, Leo und Markasimo weiter. Ich hatte echt keinen Nerv darauf zu reagieren auch die ganzen Kommentare in Insta, wo ich erwähnt wurde waren heavy. Da waren doch echt welche erleichtert, dass ich wieder Solo bin. So, wäre ich für sie zu haben. Echt krass was ich da teilweise für Fans habe. Muss ich mir mal Gedanken darüber machen. Andere fragten, ob ich meine Medikamente noch regelmäßig nehmen würde. Mina hatte ebenfalls jede Menge Nachrichten, allerdings waren die überwiegend positiv.

Mina schlief tief und fest. Ich unterhielt mich gerade mit Liisa als Mina auf einmal mehrmals "Nein" schrie. Sie war klatschnass. Liisa und ich beruhigten sie, so dass sie merkte es war nur ein Traum. Auf mein Anraten hin ging sie erstmal duschen. Sie soll nicht noch krank werden. Alleine hatte sie allerdings Angst, deshalb begleitete Liisa sie. Ich würde es ja auch machen, doch was ist wenn der Entführer sich meldet. Außerdem habe ich Bammel, dass ihr der Kreislauf wieder versagt, deshalb lasse ich sie nicht alleine gehen. Die Warterei lässt mich verrückt werden.

-Mara's Sicht-
Ich hab's geschafft. Jetzt schnell raus, bevor jemand kommt. Treppe hoch und ich stand in einem Hof. Fuck, wohin? Geradeaus war die Strasse aber nix zum verstecken. Links war der Wald und rechts Stallungen. Ich entschied mich für den Wald. Ich lief erstmal ziellos durch die Gegend und fand einen geschützten Platz. Ich nahm mein Handy heraus. Wer kann mir jetzt helfen, da fiel mir nur Einer ein. Mikko und Samu, ging nicht falls die Entführer sich meldeten. Robin, der kann in dieser Situation nicht klar denken. Also blieb Riku.

Ich wählte seine Nummer. Er kam ganz zögernd dran.
"Kyllä!"
"Riks, ich bin's. Ich konnte abhauen." "Sweety, mir fällt ein Stein vom Herzen. Gottseidank du lebst. Wo bist du? Wissen Mama und Papa Bescheid."
"Im Wald. Kannst du mich abholen? Nein, ich wollte keine Aufruhr, denn Mama leidet bestimmt schon genug."
"Was siehst du denn?"
"Riku, such mich auf deinem Handy. Du hast du dieses Kontrolldingsbumsda drauf."
"Sweety, stimmt. Da hätte ich nicht dran gedacht. Da! Ich sehe dich. Du musst immer gerade aus gehen, dann kommt Papa's Mökki. Warst du schon mal da? Ich komme zu dir."
"Riku, du legst nicht auf? Nein, da wollte ich vor der Tour mit Robin hin."
"Sweety, ich sitze jetzt im Auto und komme sofort zu dir. Ich telefoniere die ganze Zeit mit dir. Du brauchst keine Angst zu haben. Es ist gleich vorbei."
Ich lief einfach weiter während Riku mir was erzählte. Eine ganze Weile lief ich so, eh ich auf eine Art Hütte oder so was traf. Kurze Zeit später sah ich auch ein Auto. Ich traute mich aber nicht raus. Der Typ stieg aus und schaute auf sein Handy.
"Sweety, ich bin am Mökki. Siehst zu mich?"
"Riku, ich komme."
Ich kam hinter dem Baum hervor und lief Riku in die Arme, es war vorbei.

Mir kamen die Tränen. Ich zitterte am ganzen Körper. Riku beruhigte mich und sagte: "Sweety, alles gut. Ich fahre jetzt zu Mama und Papa. Lass uns das schnell machen, deine Mama ist vorgestern schon umgekippt. Dann mussten sie in der Presse erklären sie hätten sich getrennt und das Baby verloren. Sweety, davon stimmt nix, gar nix. Mach dir keine Gedanken. Haberchen leidet zwar mit, aber der Kleine ist stark. Sie sind beide zusammen in der Wohnung. Ich erzähle es dir einfach, während wir dahin fahren."

Riku erzählte mir die ganze Story auch er als Paketbote. Er war ylpeänä oder auch proud, dass ich ihn angerufen habe.
"Riku, wie geht's Robin?"
"Sweety, der ist fix und fertig. Er konnte an dem Abend nicht alleine sein und hat in deinem Bett bei Eve geschlafen. Der befindet sich mit Eve auch in eurer Wohnung. Er macht sich Vorwürfe, dass er dir nicht geglaubt hat und es zu der Entführung kam. So, Sweety ich fahre jetzt in die Tiefgarage. Ich weiß nicht, ob wir beobachtet werden, deshalb krabbelst du auf meiner Seite raus und ich packe dich in einer Decke ein. So trage ich dich hoch. Geht's dir sonst gut. Haben die dir wehgetan?" Ich nickte und sagte: "Man hat mich zwar gefesselt, doch ansonsten gut behandelt." Ich war froh jetzt in Sicherheit zu sein.

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt