219. Nicht nochmal

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-Mina's Sicht-

Als Eric mir sagte, ich habe das Gleiche wie bei Mara nur halt noch keine vorzeitigen Wehen, fiel für mich eine Welt zusammen. Ich wollte einfach nur heim und dann meint Samu auch noch über meinen Körper bestimmen zu dürfen, nur weil es sein Kind ist.
Ich wollte das Thema nicht nochmal durchmachen. Genau das war meine Angst. Samu weiß genau, dass ich Krankenhäuser hasse und dann will er mich in den OP schieben. Behauptet der doch einfach ich sei stur wie ein Panzer. Es reicht. Ich lief nach vorne und wollte dem Asshole eine scheuern. Meine Hand bewegte sich in die Richtung seines Gesichtes, doch er konnte sie abfangen. Danach wollte ich einfach nur weg. Samu stelle sich mir in den Weg, ich hätte strikte Bettruhe und würde diese Wohnung jetzt nicht verlassen. Nachdem er mich ins Schlafzimmer geschickt hat, rief ich ihm noch ein: " Vihan sinua! Jätä mut rauhaan, kusipää!", hinterher. Ich schmiss mich auf's Bett und weinte.

Liisa kam ins Zimmer und fragte ob ich reden wollte. "Ei, ich will hier raus. Kannst du mich mitnehmen. Es tut mir zwar für Mara leid, doch ich will hier weg. Das ist genau die Situation vor der ich die ganze Zeit Angst hatte. Samu lässt mich ja nicht weg. Bitte nimm mich mit zu euch. Ich kann heute nicht hier schlafen, sonst hab ich dem Kerl was angetan. Auch wenn ich ihn eben übelst beschimpft hab, ich liebe ihn und brauche Abstand. Biiiittte! Wenn du erst Mikko fragen musst, dann kann ich das verstehen oder wenn ich dir komplett auf den Geist gehe. Ahhhh, ich reg mich zu sehr auf. Pfffff! Ich muss mich beruhigen. Es zieht. Ganz heftig. Auaaaaaa. Jetzt kommt das nächste Thema. Ich wette das sind vorzeitige Wehen. Auaaaaa!" Ich schrie laut.

Samu kam angerannt. "Liisa was ist?" "Samu ruf den Krankenwagen, Mina hat vermutlich vorzeitige Wehen. Sie hat sich zu sehr aufgeregt. Samu setzte sich zu mir und rief den Krankenwagen an. Er erklärte das Problem und sie versprachen in 10 Minuten zu kommen. "Prinsessa, tut mir leid, dass ich dich so aufgeregt habe. Wir schaffen das. Wenn du möchtest fahre ich mit ins Krankenhaus. Wenn dir Liisa lieber ist, dann verstehe ich das auch." Ich weinte und er streichelte mir über den Kopf. Seine Hand hielt ich fest. "Schatz, bleib bei mir. Ich schäm mich für meine Worte. Das war genau meine Angst, dass ganze Thema wollte ich nicht mehr. Du nimmst mich aber gleich wieder mit. Zu Not sollen sie das Band machen. Ich will wieder heim, versprich mir dass du mich mitnimmt. Spätestens morgen. Sonst haue ich ab." Ssmu streichelte mir über drn Kopf. "Prinsessa, alles gut. Ich packe ein paar Sachen ein und kläre das mit den Secys. Mara müssen wir noch unterbringen. Du sagst mir was ich einpacken soll." Liisa sagte: "Samu, ich nehm Mara mit und ich pack für Mina die Tasche. Kläre das andere. Wir schaffen das."
Kurze Zeit später war der Krankenwagen da. Samu nahm meine Tasche. Mich trug man mit einer Trage runter, nachdem man mir den Wehenhemmer angehangen hatte. Ein Beamter fuhr bei uns mit. Er erklärte dem Notarzt warum. Ich hielt krampfhaft Samu's Hand.

Im Krankenhaus wurde ich direkt an ein CTG angeschlossen. Wie ich vermute, es waren vorzeitige Wehen. Samu hatte in der Zwischenzeit noch Eric angerufen, der auch sofort kam. Auch Eric schaute sich alles an. Gemeinsam mit dem diensthabenden Arzt vereinbarte er, dass sie über Nacht den Wehenhemmer dran lasse und wenn es sich morgen beruhigt hatte, würden sie die Cerclage anordnen. Er erzählte ihm, dass ich eine Krankenhausphobie habe und sonst in ein paar Tagen fragen würde wann ich raus darf. Der Arzt verabschiedete sich und Eric kam zu uns. "Mina, ich sag nix. Du weißt selber, dass du es mit deinem Ausraster provoziert hast. Ich veranlasse, dass du morgen die erste Celestan-Spritze bekommst und dann gebe ich dir in 2 Wochen die nächste. "Jep, du hast mit allem Recht, Eric. Sagst du Kaisa Bescheid." Er nickte und verabschiedete sich. Ich beschloss Samu aufzuklären. "Schatz, was Eric eben meinte, dass sind Spritzen, dass die Lungenreife beschleunigt wird. Verzeihst du mir meine Worte eben?" Er nahm mich in den Arm und streichelte mir über den Kopf. "Prinsessa, alles gut. Es ist gegessen. Es geht nicht mehr um das was war. Jetzt geht's nur noch um meine beiden Frauen, dass ich euch bald wieder daheim habe. Ich ruf mal Mikko und meine Mum an." Samu wählte erst Mikkos Nummer und sagte, dass ich es richtig vermutet hatte und bis morgen müsste ich definitiv hierbleiben. Mikko meinte, wir sollten uns keine Gedanken machen. Egal wie lange es dauert Mara wäre versorgt.

Anschließend wählte Samu die Nummer von Sanna, da Eve heute dort ist. Eine von Samu's Nichten hatte Geburtstag. Fanny war auch als erste dran.
"Hyvää syntymäpäivää Fanny! Gibst du mir mal Granny."
"Onkel Samu, kommst du noch?"
"Fanny, heute nicht. Dafür ein anderes Mal. Gibst du mir jetzt Granny, es ist wichtig."
"Hei, mein Sohn. Was gibt es?"
"Mum, nimm dir bitte Sanna mit in die Küche und stell auf laut."
"So, Brüderchen, was gibt es? Welche Ausrede hast du dieses Mal parat."
Jetzt schaltete ich mich ein.
"Hei Sanna, hei Eve. Wir würden liebend gerne kommen. Glaub mir den Ort hier würde ich sehr gerne verlassen auch wenn ich ihn mir selbst eingebrockt hab. Mara ist bei Mikko und Samu und ich sind im Krankenhaus. Ich hänge gerade am Tropf, der meine Wehen hemmen soll. Wenn es sich bis morgen beruhigt hat, dann wollen sie den Muttermund verschließen."
"Mitä?", sagte Sanna.
"Mina, mein Sohn, was ist passiert und wie geht es dem Baby?"
"Mum, der kleinen Haberin geht es gut. Es wird ein Mädchen. Mina hat eine Zervixinsufienz und Eric wollte eine Cerclage machen. Ich wollte es auch, doch der Sturkopf neben mir war anderer Meinung und hat sich so aufgeregt, dass die kleine Frau dann auch mitreden wollte. Die Cerclage soll morgen gemacht werden, wenn sich alles beruhigt hat. Allerdings wird sie sich schonen müssen und wahrscheinlich nicht mit auf Tour dürfen. Da könnte ich einen Babysitter gebrauchen."
Sanna klang schockiert: "Ihr macht mir Sachen, ihr zwei. Bruder die Ausrede ist genehmigt und um Mina kümmern wir uns dann schon. Hei hei."
Ich weinte immer noch.

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt