-Mina’s Sicht-
In der Wohnung waren die Jungs schon sehr gut gelaunt. Sie hatten noch ein Büffet aufgebaut, wie ich erfahren habe stammt es von Samu´s Junggesellenabschied. Wir begrüßten uns alle. Liisa und Mara waren glücklich ihre Männer wieder zu sehen. Eve und Sanna begrüßten Samu und machten es sich auf der Couch gemütlich.
Samu nahm mich in den Arm und hielt mich fest. Okay, hat der Kerl was angestellt oder bedrückt ihn was? Hat er Angst wegen dem Livestream gleich. Es war sein Vorschlag und es wusste aber noch keiner da draußen.
„Prinsessa, hattest du einen schönen Tag?“ „Kyllä und du?“ „Joo, ich auch. Zuerst war ich bei Timo, dann waren wir im Studio mit Eishockey-Simulator und Konzert von Anna inklusive leichtbekleideten Tänzerinnen. HIFK inkl. Cheerleader waren da und zum Schluss saß Anna auf meinem Schoß obwohl Jukka da war. Sonst war ich brav. Riks hat aufgepasst.“ „Genau, Rakas, habe ich.“ „Okay, wir waren wegen Kleidern unterwegs, Maniküre und anschließend in der Praxis. Dort warteten Masseure und leichte Männer auf uns. Auch ich war brav. Zu Not frage deine Mum.“ Zur Bestätigung nickte Eve.
Doch ich merkte irgendwas beschäftigte Samu. Ich konnte mir zwar denken was, doch er kann es ruhig offen ansprechen. Timo hatte mir eine Nachricht geschrieben, dass sie ein Männergespräch hatten. Ich sollte mir aber keine Gedanken machen, er hat keine Angst mich zu heiraten, sondern eher Angst morgen alles falsch zu machen. Er wäre mega nervös. Wenn ich nicht ein Frack haben wollte, sollte ich mit ihm reden, denn der Kerl könnte sonst nicht schlafen. Vielmehr hat er Angst ob er das mit der Verantwortung für Maila und der Geburt alles hinbekommt. Bis zur Sendung dauerte es noch eine halbe Stunde also ergriff ich die Gelegenheit.
„Samu, alles okay bei dir? Was schwirrt dir in deinem Kopf rum? Hast du Angst vor Morgen oder willst du mich nicht mehr und traust es dich nicht mir zu sagen?“
„Quatsch, Prinsessa. Denk so einen Kram nicht. Lass uns ins Schlafzimmer gehen und wir reden.“
Ich gab Eve ein Zeichen, dass sie uns gleich ruft, wenn es los geht. Als die Nachricht kam hatte ich kurz vorher mit ihr darüber gesprochen und sie meinte auch, rede noch mit ihm, sonst wird er von Zweifel zerfressen und kommt auf blöde Ideen. Als wir im Schlafzimmer waren setze sich Samu aufs Bett und bat mich es ihm gleich zu tun.
„Prinsessa, ich habe Angst. Psst, lass den gamla gubbe ausreden. Ich liebe dich über alles. Meine Angst liegt vielmehr darin, morgen irgendwas verkehrt zu machen. Das Falsche zu sagen oder einfach nur mich daneben zu benehmen. Was mich mehr belastet, ich habe Angst wie das ist mit Maila und der Geburt wird. Kann ich, dass? Meine Tochter liebe ich und freue mich, doch werde ich ein guter Vater für sie sein? Nochmal ich will dich heiraten und mit dir alt werden, gut letzteres bin ich ja schon. Es sind keine Zweifel an deiner Person, es ist ein Einschnitt, für mich wie auch für dich ändert sich was. Andererseits freue ich mich aber auch sehr darauf. Verstehst du mich?“
Samu schaute verschämt auf den Boden. Ich nahm seine Hand und hielt sie fest. Anschließend hob ich seinen Kopf etwas an, so dass er mich anschauen musste.
„Samu, ich liebe dich über alles und wir schaffen, dass schon. Ich weiß es ist ein Einschnitt bzw. ein neuer Lebensabschnitt. Du brauchst keine Angst zu haben. Das klappt morgen! Du bist heute nervös, doch morgen ist dein Adrenalinspiegel so hoch, du spulst, dass so toll ab wie auf der Bühne. Wir bringen erst Mal den morgigen Tag rum und dann kommt der nächste Schritt. Bei der Geburt musst du nur für mich da sein. Mir meine Hand halten und mich am Weglaufen hindern, denn das wollte ich bei Mara. Ich hatte keine Geduld mehr und es dauert mir zu lange. Alles andere mache ich mit der Hebamme und Eric. Auch darfst du mir da nicht übelnehmen, wenn ich dann Mist erzähle oder dich anschnauze. Das bin nicht ich, dass ist eine Ausnahmesituation. Ich weiß hinterher nichts mehr davon. Denk da dran. Anschließend lernen wir gemeinsam wie die Erziehung und Pflege unserer Tochter funktioniert. Ich wusste bei Mara auch nicht wie das geht. Es spielt sich alles ein. Wir schaffen das gemeinsam. Auch hier gibt es kein Patenrezept. Frag mal deine Mum, sie hat zwar drei Kinder großgezogen, doch jedes war anders. Unsere Liebe kann alles schaffen. Wir müssen nur für einander da sein und wenn einer was auf dem Herzen hat, so wie jetzt, miteinander reden. Wir werden immer mal an unsere Grenzen kommen und ich versuche dir den Rücken frei zu halten, wenn du am nächsten Tag beruflich eingebunden bist. Wir stimmen unsere Termine miteinander ab. Mikko macht es ja schon mit meinen Vorlesungen und mit allem anderen wachsen wir zusammen. Zu Not nehmen wir uns einen Tag für uns und Maila hat so viele liebevolle Babysitter, die sich gerne um unsere Tochter kümmern!“
„Danke Süße, dass wir darüber gesprochen haben und dass du da bist. Du konntest mir ein großes Stück meiner Angst nehmen. Mir geht es schon viel besser. Gehen wir jetzt meinen Tag gucken?“
„Ja, Schatz und wenn du möchtest können wir nachher vor dem Schlafen gehen nochmal reden.“
„Da weiß ich aber was Besseres!“
„Schick dich, nicht vor der Hochzeit, du weißt doch ich bin streng katholisch erzogen.“.
Samu zog eine Schnute und sagte: „Och, komm schon!“
„Quatschkopf!“
In dem Moment rief Eve und wir gingen zu den anderen. Eve schaute mich fragend an und ich nickte ihr zu. Sie verstand was es bedeutet.
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Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - Abgeschlossen
FanfictionIm Leben von Mina und Samu geht's weiter. Es warten noch ein paar spannende und freudige Ereignisse auf sie.
