209. Die Wahrheit

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-Mina's Sicht-

Samu weckte mich als wir in der Tiefgarage waren. Offensichtlich war er schon so nett, alles auszuladen. Wir gingen gemeinsam mit Liisa und Mikko hoch. Anscheinend war es wichtig, dass beide schon da waren. Kurze Zeit später klingelte es an der Tür. Es war die Polizei und gleichzeitig noch Riku und Eve. Ich dachte, ist Samu zu schnell gefahren oder hat ihn jemand angezeigt. Sie baten uns Platz zu nehmen. Ich wollte aber stehen. Im Nachhinein hätte ich mal besser gehört.

Sie sagten: "Frau Orava, Herr Haber wir müssen ihnen leider mitteilen, ihre Tochter Mara...." Paska, was war hier los. Ich krallte mich an Samu fest. Was ist mit Mara? "...wurde gestern Abend auf offener Straße aus dem Auto ihres Freundes kurz vor Turku entführt." Ich schrie: "Nein!" Mir kamen die Tränen. "Das darf doch nicht wahr sein! Gibt es schon Hinweise. Gibt es eine Lösegeldforderung?" Jetzt passierte etwas womit ich absolut nicht gerechnet hatte. Samu nahm sein Handy und zeigte ein Bild was er vorgestern bei der Verfolgung und gestern bei der Erpressung bekommen hat. Das war zuviel für mich. Ich riss mich von Samu los und musste ins Bad mich übergeben auf dem Rückweg versagte mir der Kreislauf und mir wurde schwarz vor Augen.

Als ich wieder wach wurde, befand ich mich auf einer Trage und hatte eine Infusion an mir. "Mein Baby, was ist mit ihm." Der Arzt sagte: "Frau Orava, es wird alles gut. Wir bringen sie ins Krankenhaus. Sie hatten einen Schwächeanfall erlitten. Herr Haber möchten sie ihre Verlobte begleiten?" Samu schaute mich verzweifelt an. Ich sagte: "Samu, bitte fahr mit. Ich brauche dich da. Alleine schaffen wir zwei das nicht. Ich weiß, dass du mich in meinem Zustand schonen wolltest. Ich liebe dich! Was will der Entführer eigentlich?" "Prinsessa, sorry dass ich dir nicht direkt was gesagt habe. Ich wollte das du die Zeit auf Satulinna unbeschwert genießen konntest. Ich liebe dich auch. Klar komme ich mit, ich lass euch doch jetzt nicht alleine. Die Entführer verlangen, dass ich dich verlasse, dann kommt Mara zurück." Ich weinte. Der Arzt bat uns zu fahren um nach dem Baby zu schauen.

Mikko untersützte die Polizei und Samu gab ihnen sein Handy, um die Nachrichten zu analysieren und eine Fangschaltung einzurichten. Er fuhr mit im Krankenwagen. Wir hatten ja mein Handy dabei, falls was ist. Samu rief Eric an und bat ihn auch ins Krankenhaus zu kommen.
Als wir dort ankamen wartete er schon auf uns. Der diensthabende Arzt nahm mir Blut ab um die Werte zu kontrollieren. Anschließend machte er eine Ultraschalluntersuchung. Samu hielt dabei die ganze Zeit meine Hand und wich mir nicht von der Seite. Klein-Haberchen ging es gut. Die Werte waren zwar etwas erhöht, doch dass kam durch die Aufregung. Man wollte mich über Nacht da behalten. "Nein, ich will heim!" Eric fand es auch besser für mich, die Nacht hier zu verbringen.

"Prinsessa, zu Hause können wir nichts machen. Wir bleiben beide heute Nacht hier und morgen früh kann uns Riks abholen. Du musst jetzt auch an Haberchen denken. Er will doch seine große Schwester kennenlernen." Ich nickte und krallte mich an Samu fest. Er hat ja Recht. Eric verabschiedete sich und sagte wir sollten übermorgen zu ihm zur Kontrolle kommen. Samu nahm mein Handy und wählte Mikko's Nummer. "Moi ihr beiden, wie geht's?" "Moi Mikko, es war nur ein Schwächeanfall, die Werte sind zwar erhöht, aber Haberchen geht es gut. Sie wollen Mina über Nacht hierbehalten. Ich bleib bei ihr, sonst bleibt sie nämlich nicht hier. Kann uns Riks morgen früh abholen.? Gibt es was Neues?" Mikko war ganz aufgeregt"Ja, gibt es. Der Entführer beobachtet dich und hat mitbekommen, dass ihr ins Krankenhaus seit. Er hat geschrieben, dass ihr euch trennen sollt und du es in der Presse bekannt geben musst. Dann lässt er Mara frei. Die Polizei hat vorgeschlagen, dass du eine Pressemitteilung rausgibst und ihr euch morgen ruhig hier in der Wohnung aufhalten dürft. Allerdings kommt ihr nicht zusammen hierhin. Mina wird mit einem Polizeiauto in Zivil in die Tiefgarage gefahren und Riks holt dich ab und ihr steigt vor der Haustür aus. Allerdings mußt du so tun als ob dir die Trennung zu schaffen macht. Ich weiß es ist schwer, doch es ist vorerst die einzigste Möglichkeit für euch."

Ich überlegte, da blieb uns echt nichts anderes übrig. Samu zögerte, er wollte nicht nachgeben, doch es geht um unsere Tochter. Samu sagte: "Ja, Mikko ist gut. Bereitest du die Pressemitteilung vor, schick sie mir gleich auf Mina's Handy und nach meinem OK kannst du sie rausgeben. Was ist mit der Tour? Ich kann das nicht, so lange hier nichts geklärt ist." "Hapa, ich kontaktiere die Veranstalter und verschiebe die Termine auf unbestimmte Zeit. Ich bring das mit in den Pressetext, dass wirkt noch dramatischer." "Bis morgen Mikko. Ich sag dir Bescheid wenn wir abgeholt werden können."
Ich legte auf und kuschelte mich an Mina.

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt