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-Mina's Sicht-

"Hei Mikko, wie gehts?" "Hei, Mina alles gut! Soll ich jetzt Frau Haber sagen?" Ich schaute ihn an und sagte ganz trocken: "Musst du Samu fragen, er hat schon gesagt, dass er mich per Vertrag zum Eigentum übertragen bekommen hat." Samu hörte den Satz und sagte: "Genau Mikko, mun Pilvi gehört jetzt mir. Du darfst aber ruhig noch Mina sagen. Hast meine Genehmigung." Wir lachten. Samu öffnete mir die Beifahrertür und stieg selber noch auf den Fahrersitz während Mikko einlud. Als Mikko einsteigen wollte, merkte er Fahrer- und Beifahrerseite war schon besetzt. "Oh Mann Hapa, dass du immer fahren musst. Es nervt langsam." Ich grinste: "Genau Mikko beschwer dich, doch du weißt eh Samu hört auf dem Ohr sehr schlecht." Wir grinsten. "Mikko hörst du, meine Frau hat das schnell gelernt. Muss ich dir das endlich mal beibringen."

Kurz bevor wir zu Eve kamen rutschte ich auf meinem Sitz hin und her. Samu reagierte sofort: "Pilvi alles gut. Soll ich mal anhalten? Musst mal auf die Toilette?" "Ei kaikille." Samu griff meine Hand, was ihm einen Anschiss von Mikko einbrachte. "Hapa, beide Hände ans Lenkrad, dass ist mein Auto." Jetzt kam Samu: "Klappe Mik. Ich habe wichtige Fracht an Board also werde ich nicht leichtsinnig sein." Jetzt schaute Samu kurz zu mir. "Pilvi sag mir bitte was los ist!" Ich schluckte, denn er klang ernst. "Pilvi hast du Angst wegen deiner Täthi?" Ich nickte. "Kylää, ich hab Angst ob Täthi Helmi das noch ernst meint - sie sei meine Äiti" Samu ließ meine Hand los und streichelte meine Wange. In dem Moment bog er in Eve's Hof und hielt an. Ich schnallte mich direkt ab und stieg aus. So schnell war ich noch nie an Eve's Haustür. Ich klingelte. Samu war nicht so schnell. Eve öffnete und ich stürmte ohne was zu sagen rein.

Da saß sie. Sollte ich es sagen? Mag sie mich dann noch? Als ich sie sah rief ich:"Äiti?!?" Sie nickte und nahm mich in die Arme: "Pilvi, pieni hiiri!" "Äiti", sagte ich nochmal und fing an zu weinen. Sie drückte mich fester und wir verweilten so einige Minuten. Ich konnte nur weinen, denn bei mir kamen gerade die Emotionen hoch. Mir kam in den Kopf warum hat mir meine Mama das nie gegeben. Sie konnte es nie, mich in den Arm nehmen. Zum anderen kam mir in den Kopf dass hier, das vertraute Gefühl mit Helmi hätte ich schon vor 40 Jahren haben können. Wir lösten uns kurz. Ich hatte es mittlerweile geschafft ihre Bluse an der Schulter nass zu machen mit meinen Tränen. Samu stand hinter mir. Ehrlich gesagt hatte ich ihn gar nicht bemerkt. Er reichte mir ein Taschentuch und nahm mich in den Arm, wo ich nochmals weinte. Samu war so süß. Er hielt mich einfach nur fest und streichelte mir über den Rücken. Äiti hielt meine Hand um mir zu zeigen, auch sie war da. Samu flüsterte mir ins Ohr "Olen siellä!" Ich nickte leicht, löste mich und küsste ihn. Samu nahm anschließend mein Taschentuch und trocknete meine Tränen. Wir setzten uns und verstanden alle worum es ging, es brauchte keiner ein Wort zu sagen. Mikko wollte Samu in dem Moment nur winken um sich zu verabschieden und einfach gehen. Doch ich rief: "Pysäyttää!!!" Mikko zuckte kurz und blieb stehen. Ich ging zu ihm und umarmte ihn. Er hat das hier möglich gemacht. "Kiitos, Mik!" Anschließend küsste ich ihn auf die Wange. Samu verstand, dass hier ein blöder Spruch nicht angebracht war. Mikko nickte nur und ging wieder. Ich ging zu Samu und flüsterte ihm ins Ohr: "Sorry, wollte mich gerade nur bedanken, dass er das hier möglich gemacht hat. Ich hoffe du bist nicht böse wegen dem Kuss?" Sein Blick war total emotional. "Mun Pilvi, ich freue mich für dich und bin super super glücklich, dass Mik dass hier möglich gemacht hat. Ich hätte auch verstanden, wenn du ihn kurz auf den Mund geküsst hättest. Alles gut Prinsessa! Mir ist klar, was dir dies hier alles bedeutet und deshalb finde ich es süß dich bei Mikko zu bedanken. Setz dich ruhig wieder."

Eve kam mit dem Kahvi aus der Küche und schenkte jedem ein. Anschließend gab sie jedem ein Stückchen von der Hochzeitstorte. Mara und Robin kamen auch gerade dazu. Sie umarmten uns beide. Danach fragte Mara meine Äiti: "Wie soll ich zu dir sagen? Isöäiti, Helmi? Isotäthi?" "Mara, such dir aus wie du mich nennen möchtest, Hauptsache du lässt mich sowas wie eine Oma für dich sein. Du darfst jederzeit zu mir kommen. Deinen netten Freund darfst du dann auch gerne mitbringen." Mara nickte und schaute Eve an. Sie verstand und ging auf Mara zu. "Maramäuschen, keine Angst wenn du zu Helmi Isoäiti sagst dann bin ich dir nicht böse. Ich hab dich trotzdem noch lieb. Eifersüchtig bin ich nicht, es ist eine ganz andere Situation. Es hat ja jeder mitbekommen wie sich deine Saksa Oma verhalten hat und ich war nie Ersatz für sie. Wir zwei hatten ja schon ein Oma-Enkel-Verhältnis wo Samu noch nicht dein Papa war. Ich freue mich für dich. Dein Bett steht dir auch weiterhin zur Verfügung." Mara nahm Eve in den Arm. "Kiitos Granny. Sinä olet paras!"

Ich war einfach nur geflasht von der Situation und genosse den Nachmittag. Samu ließ mich auch relativ in Ruhe. Er war einfach nur für mich. Ganz ehrlich mehr wollte ich in dem Moment nicht. Äiti und ich erzählten viel. Ich fühle mich total geborgen bei ihr. Als es gegen Abend wurde versbschiedeten sich Äiti und Seta Juho von uns. Äiti sagte zu mir noch: "Pilvi, übermorgen kommst du nach deiner Vorlesung zu mir zum Essen und wir können uns weiter unterhalten. Bring ruhig Mara und Samu mit wenn du magst. Du darfst auch alleine komnen wenn du möchtest, dann machen wir uns einen schönen entspannten Tag. Machs gut pieni hiiri. Olen sinä rakas!"

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt