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-Mina´s Sicht-

Ich hasse es so bei vollem Bewusstsein im OP zu sein. Die Ärzte erzählen sich nur Paska. Die beiden Ärzte, die bei mir waren erzählten, ohne zu wissen wer ich genau war, von der PK heute Morgen. Wie die Fans geheult haben und dass es doch mit Sicherheit nur ein Marketing Gag war. Sie würden jetzt eine große Tour bestreiten und dann würden sie in 2 Jahren wiederkommen und es wäre so wie immer. Einer fragte, habt ihr mitbekommen, die Frau von dem Sänger ist da zusammengeklappt. Reden die zu Hause nicht darüber oder war das auch Teil der Strategie. Sorry, aber da musste ich mitreden.

„Darf ich zu dem Thema auch was sagen?“ Der eine Arzt schaute mich an. „Wenn sie was sagen möchten sehr gerne.“ Jetzt kam ich wieder. „Soweit ich weiß war die Frau schwanger und hat dort ihr Kind bekommen, weil der Schock über die Trennung ihre Wehen auslöste.“ Der andere Arzt antwortete: „Soll schon mal vorkommen. Also doch keine Strategie um es zu dramatisieren. So jetzt können wir alles vernähen und gleich sind sie wieder draußen.“ Er machte alles fertig und man befreite mich unter den OP-Tüchern. Ich wollte das Gespräch so jetzt nicht beenden. „So, danke hierfür. Darf ich noch mehr über ihre Meinung zu der PK erfahren? Ich war nämlich auch da!“ Jetzt wurden sie neugierig. „Sie waren auch da und wie haben sie das so empfunden? Waren sie einer der Fans?“ „Ich war keiner der Fans, denn ich bin die Frau die da umgekippt ist und nein, ich wusste bis heute auch nicht alle Details, der PK. Wenn sie mich rausbringen, dann dürfen sie gerne den Sänger höchstpersönlich fragen.“ Der eine Arzt sagte: „Touché, erwischt. Shame on me! Ich komme gerne mit raus und unterhalte mich mit ihrem Mann.“ Jetzt schoben mich drei Ärzte raus, die zwei Operateure und der Arzt der mich untersucht hatte.

Samu guckte überrascht, weil so viele kamen. „Hei Kultaseni, die beiden Herren hinter mir unterhielten sich eben, dass die PK ja nur eine Marketingstrategie wäre und die Frau des Sängers aus diesem Grunde umgekippt sei. Demnächst warnst du mich bitte vor, wenn ich Teil eines Marketinggags sein soll, dann kann ich mich moralisch auf meine Rolle vorbereiten und nicht so einen Schock wie heute Morgen.“ Ich grinste. Samu verstand sofort. „Na kaikkis, tja habt ihr wohl die falsche Diskussion angefangen. Es war kein Marketingdinsbums, es war Realität und meine Frau wusste nichts vom Ende der Band. Sonst hätte sie anderes reagiert. Auch die Fans, die dort waren hatten keine Ahnung von dem Grund ihrer Anwesenheit.“ Jetzt waren beide relativ klein mit Hut. „Sorry, Herr Haber. Wir wollten nicht in ein emotionales Wespennest stechen.“

Der andere Arzt erzählte von der OP und wann ich wieder nach Hause darf, dass war doch Musik in meinen Ohren. Warum Mara und Robin sich keppelten wusste ich noch nicht, fand den Grund aber mega lustig wie ich es erfuhr. Leider konnte ich nicht lachen, denn da tat mir alles weh. Süß wie Maila auf Samus Brust lag. Er wollte sie auch nicht hergeben. Eric verabschiedete sich genauso wie Mara und Robin, die allerdings nur Sachen für Samu und mich holen sollten.

Als wir wieder im Zimmer waren, setzte sich Samu zu mir ans Bett. Er hielt immer noch unsere Pieni-Prinsessa auf seiner Brust.

„Samu ihr zweit seht so süß zusammen aus. Soll ich so ein Foto von euch machen und das stellst du auf deine Seite oder hast du schon eins gepostet?“

„Pilvi, gemacht ja, aber nicht gepostet. Ich gebe dir mein Handy und dann kannst du loslegen. Mach bitte ganz viele. Wie geht’s dir?“

Ich knipste drauf los, es waren mega süße Bilder

„Kultaseni, ganz gut. Mir ist nicht mehr kalt. Sollen wir unser Gespräch fortführen?“

„Pilvi, wenn du magst, dann habe ich es hinter mir.“

„Schatz, dann leg mal los. Ich lass dich reden und höre dir zu. Darf ich deine Hand halten?“

„Tyhmä kysymys, tietysti voit! Also, dann fange ich mal an. Zunächst einmal du bist nicht schuld. Es hat nichts mit uns beiden zu tun. Nur mit mir alleine. Du hast eher meinen Kopf aus diesem Sumpf hochgezogen, dass ich nicht ganz versinke. Doch retten konntest du mich nicht alleine, dafür war ich zu tief drin. Mir wurde alles zu viel ständig unterwegs zu sein. Ich war froh, dass du bei SA angestellt bist und mich begleiten konntest, so war mein Hotelzimmer nicht ganz so einsam. Doch als du nicht mitfahren bzw. fliegen konntest, da war ich einsam und da habe ich beschlossen, ich möchte was ändern. Außerdem merke ich, dass ich Ruhe brauche, der gamla gubbe kann nicht mehr so springen wie ein junger Gott. Ich habe gemerkt, alleine schaffe ich es nicht und habe mir schon Hilfe besorgt. Ich werde demnächst eine Therapie anfangen und mit der Ärztin so wie jetzt mit dir über alles reden. Pilvi, ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mich auf diesem Weg begleiten könntest, denn ich will nichts sehnlicher als mit dir alt werden. Ich liebe dich. Solltest du jetzt Zweifel an unserer Beziehung haben, dann sag es jetzt bitte, dann weiß ich wo ich dran bin.“

Ich drückte seine Hand fester so dass er erstmal nicht mehr weitersprach.

„Samu, ich liebe dich in guten und in schlechten Tagen. Ich möchte dich auf diesem Wege begleiten und es macht mich irgendwo auch glücklich, dass nicht ich der Grund bin. Sondern dass du meine Hilfe möchtest. Ich will alles mit dir durchstehen. Du standest mir nach der Paska mit Tom zur Seite auch wenn ich ungenießbar war und dieser Fels in der Brandung möchte ich jetzt für dich sein. Wir haben so viel durchgemacht und ich will unsere gemeinsame Zeit nicht wegwerfen. Wir schaffen das. Denk dran, du wirst von kolme Frauen gebraucht, guck mal auf deine Brust und an deiner Hand sind schon mal kaksi. Sei bitte nur so lieb und erzähle mir in Zukunft alles offen und ehrlich. So ein Schock wie heute Morgen, möchte ich nicht nochmal.“

„Pilvi, danke dass du für mich da bist. Ich liebe dich! Auch ich möchte euch nicht verlieren. Wir machen nach der Tour einen ganz langen Urlaub und genießen die Zeit zusammen. Bevor ich es vergesse, Mikko hat mit Maras Schule telefoniert. Mara wird per Stream unterrichtet und sitzt in der Zeit im Studio. Entweder sitzen Toni oder Alina in ihrer Nähe, damit sie keinen Blödsinn anstellt und Mikko betreut die Arbeiten. Es sind ja nur 6 Monate und danach geht sie hier in Helsinki in die Schule und macht ihr Abitur.“

„Ich merke schon, dir ist deine Familie verdammt ans Herz gewachsen, dass du dich da so reinhängst. Deshalb hat der Finne auch mal Zeit für sich verdient. Übernimm dich bitte nicht mit der Tour. Wir brauchen noch einen Babysitter oder wolltest du Eve mitnehmen. Die freut sich bestimmt. Mara kommt mit, so kann sie bei ihrem Abschluss live dabei sein.“

Samu nickte und kuschelte sich an mich. Er genoss die halbe Stunde, die er seine Pieni noch für sich hatte. Ehe sie nach Mama und ihrer Nahrungsquelle rief.“

Nachdem Stillen, übernahm Samu sehr gerne wieder das mit dem Bäuerchen, denn ich konnte ja noch nicht aufstehen und er genoss es mit ihr durch den Raum zu gehen.

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt