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-Mina's Sicht-

Ich wusste, dass Samu heute zu dem Auftritt musste. Es stand ja schon lange fest. Außerdem hat er sich mega gefreut über die Einladung. Das würde ich ihm nie vermiesen. Er verabschiedete sich von uns und machte sich auf den Weg. Alleine war ich ja gottseidank nicht. Als Person war ja noch Maila da, aber Samu hat mir meinen neuen besten Freund an die Seite gestellt, seinen Eishockeyschläger. Den ich im Notfall auch benutzen werde. Ich stillte Maila und legte sie anschließend ins Stillkissen zu mir auf die Couch. Ich weiß, ein Baby gehört ins Bett, wenn es schläft, doch erstens fühlte ich mich dann wohler und zweitens genieße ich den Anblick, wenn die Maus schläft. Meinen Freundinnen habe ich schon jede Menge Bilder geschickt. Sie waren alle begeistert und wollten vorbeikommen. Natürlich kam hier direkt die Frage ob ich was von der PK wusste und obbich wusste was da abgehen würde. Das musste ich leider verneinen, sonst hätte ich nicht so reagiert.

Auch meinem Papa habe ich ein Bild von seiner Enkelin geschickt. Er hat sofort angerufen und sich gefreut. Allerdings wird er es nicht meiner Mama zeigen. Sie ist immer noch von Toms Unschuld überzeugt und empfindet Samu als schlechten Schwiegersohn. Nach der Trennung von SA hat sie zu meinem Papa gesagt, bin mal gespannt wie flott unsere Tochter angekrochen kommt, wenn der Kerl nicht mehr berühmt ist. Wann kapiert die Frau, dass mir egal ist ob er berühmt ist und vieles hier habe ich mir ohne sein Zutun erarbeitet. Von seiner Schwester hat er erfahren, dass sie mich jetzt als ihre Tochter betrachtet und das findet er gut.

Im Fernsehen schaute ich mir die Begrüßung beim Präsidenten an. Auf einmal hörte ich merkwürdige Geräusche im Haus. Ich dachte okay, dir kann ja nix passieren und schaute wieder auf den Fernseher. Mulmig war mir trotzdem.

Mein Handy klingelte ich zuckte regelrecht zusammen. Es war Samu, dann mal nix anmerken lassen.
"Hei Kultaseni, wie läufts."
"Hei Prinsessa, bin jetzt da. Osmo baut schon alles auf. Wie geht's euch?"
"Maila schläft und ich höre schon Geräusche."
"Alles gut Prinsessa. Ich bin bald wieder bei dir. Du kannst dich ja wehren. Sobald die Sendung rum ist komme ich direkt heim. Ich bin dann für dich da. Hat sich die Secyfirma schon gemeldet?"
"Ei!"
„Ich kümmere mich drum. Bis später Prinsessa!“
„Kyllä!“

Ich hatte ein ganz merkwürdiges Gefühl und schon wieder hörte ich Geräusche. Langsam bekam ich Angst. Ich fühlte mich gerade nicht wirklich sicher.

Auf einmal hörte ich wie ein Schlüssel eingesteckt wurde und die Tür öffnete sich. Ich stand auf, griff den Schläger und war bereit zuzuschlagen.

"Frau Haber, alles gut wir sind von der Securityfirma. Wir kommen jetzt rein."
"Stopp, wir haben jemand bestimmtes bestellt. Ich will keinen anderen."
"Frau Haber, Roope arbeitet nicht mehr für uns."
"Tja, dass ist Pech. Werfen sie den Schlüssel rein und schönen Tag wünsche ich. Der Auftrag ist hinfällig. Ich nehme keinen den ich nicht vorher kenne. Wir arbeiten schon länger mit ihrer Firma zusammen."
"Wir haben einen Auftrag, den werden wir erfüllen"
"Jetzt nicht mehr. Verlassen Sie die Wohnung, sonst benutze ich den hier. Tschüss!"

Sie schlossen die Tür und telefonierten, zumindest hörte ich die Worte „Saukkonen“ und „durchgedreht“ sowie „mit Schläger bewaffnet“.

Wie mein Handy klingelte, wusste ich bereits wer es war.
"Hei Mikko, was gibt's?"
"Mina warum lässt du die Secyfirma nicht rein?"
"Mikko, das waren unbekannte Gesichter und sie sind 2,5 Stunden zu spät. Ich will die nicht."
"Mina, ich kann sie nicht heimschicken, Samu erschlägt mich."
"No Chance! Musst du dir aussuchen, entweder erschlägt Samu dich oder ich die komischen Typen. Hei hei!"

Jetzt war ich erst recht unruhig und rief meine Äiti an.
"Äiti, ist Toni da?"
"Pilvi, ja. Was ist los? Warum redest du Saksaksi"
"Hier sind so komische Geräusche. Ich habe Angst. Auch bei den Secys fühlte ich mich nicht wohl. Es waren Neue und die musste Mikko heimschicken."
"Hei Sisko, ich habe mitgehört. Ich nehme Äitis Schlüssel und komme dich holen. Bis gleich. Wir packen dann gleich ein paar Sachen zusammen, okay."

Es dauerte nur 10 Minuten bis Toni kam. Ich hörte das Schloss und war in Obacht Stellung. Toni kam rein. Ich stand schon mit dem Schläger parat.
"Brüderchen, gottseidank.“
"Sisko, hätte ich gewusst, dass du Eishockey spielen willst, dann hätte ich die Ausrüstung mitgebracht. Hättest mir ja auch mal sagen können.“
„Mach dich ruhig lustig über mich.“
„Sisko alles gut. Dann pack mal ein paar Sachen ein. Ich genieße den Anblick meiner Nichte so lange und dann fahren wir zu unserer Äiti. Ich schreibe gleich noch Samu, wo er dich findet. Sonst denkt er wieder du wärst ihm weggelaufen.“
„Ist okay.“ Als ich fertig war fuhren wir los.

 

Sommer ohne Wiederkehr - Mina und Samu (Teil 2) - AbgeschlossenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt