Maite
Paddy und Angelo lagen in ihrem Bett und waren sehr schnell eingeschlafen. Ich dagegen konnte einfach nicht schlafen. Das Gerät, an dem Paddy angeschlossen war, war ziemlich laut. Aber wenigstens ging es Paddy damit besser und das war das Wichtigste. Bald kam Barby nach oben und nahm mich in den Arm. Bald darauf war ich endlich auch eingeschlfen.
Am nächsten Morgen wurde ich vor allen anderen wach. Leise zog ich mich an und wollte nach unten gehen. Da sah ich, dass Paddy ebenfalls wach war. "Soll ich die anderen wecken?", flüsterte ich ihm zu und er nickte. Also würde heute mal ich das Wecken übernehmen. Ich schlich mich zu Joey und schaltete seine Musikanlage an. Sofort dröhnte Hotel California aus den Boxen und alle wachten auf. "Maite, du kleines Biest", knurrte Jimmy verschlafen und verfolgte mich die Treppe nach unten. Dort gab er dann aber auf und lief wieder nach oben, um sich anzuziehen. Inzwischen war es im Bus so kalt, dass wir Jacken tragen mussten. Ich kochte Tee und bereitete das Frühstück vor, während meine Geschwister sich fertig machten. Als erstes kam John mit Paddy herunter. Paddy lachte und es schien ihm endlich wieder besser zu gehen. Er hatte auch wieder rote Wangen und leuchtende Augen. John setzte ihn in seinen Sitz und half mir dann, den Tisch zu decken. Nach und nach kamen auch die anderen herunter und setzten sich an den Tisch. Irgendwann ergriff Kathy das Wort:" Paddy, wir müssen uns so langsam überlegen, wie das mit den Konzerten weitergehen soll. Du kannst natürlich jederzeit mit uns auftreten, aber ich möchte nicht, dass du dich überanstrengst. Von mir aus kannst du in den nächsten Wochen immer für ein paar Lieder mit auf die Bühne kommen und so lange bleiben, wie es dir gut geht. Am besten wäre es, wenn du auch immer nur bei einem Konzert pro Tag dabei bist. Du musst erst langsam wieder fit werden und dich an die Belastung bei den Konzerten gewöhnen. Außerdem wirst du vermutlich den Sauerstoff auf der Bühne brauchen, die Belastung für deine Lunge wäre ohne im Moment einfach noch zu groß." Paddy nickte ergeben. "Ich will auf jeden Fall mit auf die Bühme, das Auftreten hat mir so gefehlt. Am liebsten würde ich gleich nachher mit euch auftreten", sagte er dann und Kathy stimmte zu. So kam es, dass sich Paddy nach dem Frühstück nochmal hinlegen musste, denn Kathy wollte, dass er sich noch ein bisschen ausruhte. Ich kümmerte mich um die Küche und ging danach noch schnell mit Barby zusammen einkaufen. Wir brauchten drigend frisches Obst und Gemüse und auch Milch, Mehl und Käse wurden knapp. Allein konnte ich aber gar nicht alles tragen, deshalb musste Barby immer mit. Wir kauften alles ein und kamen eine Stunde später schwer beladen zurück zum Bus. Dort saß Paddy inziwschen am Tisch und hatte seine Gitarre auf dem Schoß. Er sang leise vor sich hin, was aber ziemlich außer Atem klang. "Paddy, geht es dir gut?", fragte ich sofort besorgt. "Ja, little Sister, Ich bin es nur gar nicht mehr gewöhnt zu singen und das ist irgendiwe doch ziemlich anstrengend. Aber nachher gehe ich auf jeden Fall mit euch auf die Bühne, mit dem Suaerstoff wird das schon klappen", antwortete er. Ich ging zu ihm und drückte ihn fest an mich.
Nach dem Mittagessen machten wir uns alle für das Konzert fertig. Heute mussten wir uns schon ziemlich warm anziehen. Paddy hatte zwei Geräte für den Sauerstoff bekommen, ein großes für den Bus und ein kleines, mit dem er raus konnte. Dieses kleinere Gerät hängte Kathy hinten an den Rollstuhl und wir gingen alle zusammen zur Bühne. Unterwegs merkte ich, wie nervös Paddy war. „Du schaffst das", flüsterte ich ihm zu und lächelte aufmunternd. Dann waren wir auch schon hinter der Bühne angekommen. Paddy schob sich den Schlauch in die Nase und John schaltete das Gerät an. Sofort entspannte sich Paddy. Anscheinend war es für ihn doch anstrengend, ohne Unterstützung zu atmen. Dann gingen alle bis auf mich und Paddy auf die Bühne. Kathy erklärte dem Publikum, was mit Paddy los war, ließ aber die Details wie das Gift weg. Dann schob ich Paddy auf die Bühne und das Publikum jubelte. Paddy hatte Tränen in den Augen und Barby heulte mal wieder. Jimmy gab Paddy seine Gitarre und wir legten los. Zuerst sangen wir die Lieder, bei denen Paddy Solo sang, da keiner wusste, wie lange er durchhalten würde. Nach etwa 45 Minuten wurde er langsam immer blasser und wirkte ziemlich erschöpft. Joey erzählte dem Publikum gerade einen Witz und so fragte ich Paddy, ob er das Konzert beenden wollte. Er nickte und ich schob ihn von der Bühne. Wir warteten dahinter, bis die anderen kamen. „Paddy, soll ich den Sauerstoff wieder wegmachen? Jetzt musst du dich ja nicht mehr anstrengen", fragte ich. „Lass mal lieber. Das Konzert hat mich ziemlich fertig gemacht und Kopfschmerzen habe ich auch, obwohl ich ja den Sauerstoff habe", meinte Paddy. Ich ging vor ihm in die Hocke und nahm ihn den Arm. „Das geht wieder vorbei. Aber du hast heute viel länger durchgehalten als gedacht. Ich dachte, du schaffst keine halbe Stunde und John hat Dir sogar noch weniger gegeben", erzählte ich ihm. Paddy strahlte jetzt wieder. „Da hab ich es euch wirklich gezeigt", meinte er dann und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Bald war das Konzert dann auch vorbei und die anderen kamen zu uns. Alle waren sehr stolz auf Paddy und er freute sich wahnsinnig. Wir gingen alle zusammen wieder zum Bus, wo sich Paddy hinlegen wollte. Auch wollte er, dass ihn Patricia an den Sauerstoff anschloss, weil er Kopfschmerzen hatte. Deshalb erhöhte Kathy dann auch den Sauerstoff, damit es Paddy schnell wieder besser ging. Das half auch wirklich und schon eine halbe Stunde später saß er im Bett und unterhielt sich mit Angelo. Barby und ich saßen daneben und amüsierten uns ziemlich über die Gespräche der beiden.
DU LIEST GERADE
Manchmal kommt alles anders
FanfictionDie Kelly Family tourt gerade durch Deutschland, als sich das Leben aller Mitglieder plötzlich verändert. Paddy rettet seiner Schwester das Leben, doch dies hat dramatische Folgen für ihn. Doch auch für die anderen Familienmitglieder verändert sich...
