♦ Benjamin ♦
Ihre Lippen sind die pure Versuchung. Wie eine Droge, die mich wieder und wieder anfixt und mich noch abhängiger macht. Es kostet mich meine ganze Beherrschung nicht wie ein wildes Tier auf sie loszugehen, mich meiner Sucht hinzugeben. Eigentlich rechne ich damit, dass es keine Sekunde mehr dauert und sie mich von sich stößt.
Doch ich täusche mich.
Ihre Mund prallt mit vollem Eifer auf meinen. Dieser Kuss ist nicht zurückhaltend, wie es der letzte war. Er ist leidenschaftlich, animalisch. Hart drückt sie sich an mich, unsere Zähne krachen aufeinander und ich stöhne ungehalten, als sich ihre Zunge durch meine Lippen schiebt und die meine massiert. Ihr zierlicher Körper presst sich an mich, sodass ich die Hitze ihrer Haut deutlich durch mein Hemd hindurch spüren kann. Und vorbei ist es mit meiner Selbstbeherrschung.
Ausgehungert, wie ich es nie für möglich gehalten habe, stürze ich mich auf sie, nehme sie in Besitz. Meine Hände umschließen ihr wunderschönes Gesicht, machen es ihr unmöglich, sich mir zu entziehen. Wäre ich kein Arschloch, dann würde ich dies wahrscheinlich nicht zulassen. Ich bin mir beinahe sicher, dass sie noch immer unter Schock steht, dass ihre Wut und der Schmerz für ihr exzessives Verhalten verantwortlich ist.
Aber ich bin nun mal ein Arschloch. Das habe ich nie verleugnet.
Scheiße, alleine ihr leises Seufzen klingt in meinen Ohren so heiß, dass ich mich zusammenreißen muss, um nicht wie ein pubertierender Teenager in meiner Hose zu kommen.
Meine Sicherungen brennen vollends durch, als sie sich in meine Haare krallt um mich noch näher, noch fester an sich zu drücken. Eine Gänsehaut überkommt mich, zieht sich über meinen Rücken und fegt über meine Lenden hinweg. Ich glühe. Ich brenne. Alles in mir schreit, sie einfach zu packen und mir zu nehmen, was ich so sehr begehre. Mit zittrigen Fingern lasse ich von ihren Wangen ab, packe mit einer ihren Nacken, fahre mit der anderen über ihren Rücken und dränge ihren Bauch an die Beule in meinem Schritt. Sie soll spüren, was sie mit mir macht, wie sehr sie mich quält.
Niemandem würde ich erlauben so mit mir zu reden, wie sie es getan hat. Mal ganz davon abgesehen, dass niemand es auch nur wagen würde, mich aus Jux und Tollerei anzubrüllen. Mein kleiner irischer Engel tut es und macht mich damit unglaublich scharf. Von mir aus darf sie mich immer anmeckern, wenn es auf eine Situation wie diese hinausläuft. Pussy, flüstert die Stimme in meinem Kopf. Erbärmliche, kleine Pussy.
Da ich mich nicht länger zügeln kann, hebe sie auf meine Hüften und drehe mich einmal um die eigene Achse, um sie gegen die nächste beste Wand zu drücken. Ihre Luft entweicht geräuschvoll, als ihr Rücken gegen die Wand donnert, doch sie lässt sich nicht beirren und küsst mich ungestüm weiter. Vor meinem geistigen Auge liegt sie bereits mit gespreizten Beinen auf meinem Bett und bietet sich mir an. Auch wenn ich weiß, dass ich das nicht tun werde. Zumindest nicht exakt das, was ich wirklich möchte. Sie zu markieren, sie voll und ganz zu meinem Eigen machen. Ich bin vielleicht ein Arschloch, aber eben auch ein verweichlichter Schlappschwanz, sobald sie sich in meiner Nähe befindet. Wenn auch Schlappschwanz gerade eindeutig die falsche Bezeichnung dafür ist. Mein Schwanz ist nämlich so hart, dass es bereits schmerzt.
Herrgott, die Kleine ist noch Jungfrau und wurde vor weniger als einer Stunde beinahe das Opfer einer Vergewaltigung! Die Situation ausnutzen und ihre Grenzen ausloten; ja. Sie überschreiten; nein. Wenn es so weit ist, dann will ich, dass sie mir ganz und gar verfallen ist. Nicht nur ihr Körper, sondern auch ihr Herz, ihre Seele.
Ein Knurren dringt tief aus meiner Kehle und ich grabe meine Finger in ihren Hintern um mich und sie daran zu erinnern, zu wem sie gehört. Um die Gedanken daran zu vertreiben, dass dieser Hurensohn seine Finger an meinem Mädchen dranhatte.
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Afraid of you
Mystery / ThrillerKolumbien. Gefangen bei einem der einflussreichsten Männer des Landes. Und es gibt kein Entkommen. "Auch er sieht mir direkt in die Augen. Er verzieht keine Miene. Kalt, wie die Farbe seiner Augen. Hart, wie die Muskeln an seinem Körper...
