♦ Emily ♦
Es kostet mich unglaubliche Überwindung, meine Nacktheit nicht vor seinen ungenierten Blicken zu verdecken. Meine Beine zucken, wollen sich schließen und meine Arme kribbeln vor dem Verlangen, sie über meine Brüste zu legen. Doch ich bleibe stark. Ich bleibe Bens eisblauen Augen ausgeliefert, die nun dunkler wirken als je zuvor. Wie ein feuchter Mädchentraum steht er nur in Anzughosen vor dem Bett, seine ausgeprägten Muskeln lassen seine Stärke vermuten und die gebräunte Haut, die sich straff darüber spannt, sorgt dafür, dass man ihn unbedingt anfassen möchte. Er ist wunderschön. Dunkel und rau und männlich. Und seine Worte kreisen wie eine Spirale durch meinen Kopf. Ich verspreche dir, dass du das Leben leben wirst, welches du dir gewünscht hast und ich werde alles dafür tun, jeden deiner Wünsche zu erfüllen. Es wird anders. Ich verspreche... ich schwöre dir bei meinem Leben, dass alles gut werden wird.
Niemals hätte ich auch nur zu denken gewagt, dass ich solche Worte aus seinem Mund hören werde. Himmel, das ist Ben. Ben, der schroffe, gefühlskalte Vollidiot. Auch wenn er danach wieder alles kaputt gemacht hat, so weiß ich doch, dass es eben seine Art ist, seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Von ihm zu erwarten, dass er plötzlich zum Romantiker wird, wäre selbst für meine Verhältnisse total bescheuert.
„Das...du...da...", stottert er und ich muss trotz meiner Scham lächeln, „du bist so verflucht schön."
Er kniet sich zu meinen Füßen auf die Matratze ohne mich aus den Augen zu lassen und umgreift meine linke Fessel, hebt mein Bein leicht an. Langsam senkt sich sein Mund auf meinen Knöchel, küsst mich und wandert nach oben. Zentimeter für Zentimeter bedeckt er mit seinen Lippen meine Haut. Gänsehaut überzieht meinen Körper und ich richte mich leicht auf, da ich keine Regung von ihm verpassen möchte. Meine Schamgefühle sind passé. Unmöglich, dass es etwas Erotischeres gibt, als Bens markantes Gesicht dabei zu beobachten, wie es sich Stück für Stück meiner Mitte nähert.
Seine Bartstoppeln kitzeln die Innenseite meiner Oberschenkel, seine Augen machen mich bewegungsunfähig. Automatisch spreize ich meine Beine weiter, während sein Kopf nach oben wandert und seine freie Hand den gleichen Weg an meinem rechten Bein nachzeichnet, den seine Lippen bereits gegangen sind. Vor Erwartung beginne ich zu Zittern, beiße mir auf die Unterlippe, um mein Stöhnen zu verhindern. Meine Klitoris pocht und bettelt um seine Aufmerksamkeit, doch anstatt seinen göttlichen Mund auf meine intimste Stelle zu senken, wie er es vor einiger Zeit schon getan hat, lässt er den Bereich komplett aus und küsst sich über meinen Venushügel nach oben.
Ich seufze frustriert auf, was ihm ein leises Lachen entlockt, ehe ich mich nach hinten fallen lasse und meinen Kopf in das Kopfkissen presse. Angespannt kralle ich meine Hände in das Bettlacken und beuge meinen Rücken durch, als seine Zunge hauchzart über meine Brustwarze leckt. Er umkreist sie einige Male, bis er seine Lippen um den kleinen Knoten legt und anfängt zu saugen.
„Ben", hauche ich.
Ich hatte nicht geglaubt, dass ich nach der Aktion mit seinen Fingern noch schärfer werden könnte. Damit habe ich mich eindeutig getäuscht. Seine Zähne knabbern leicht, dann saugt er wieder, leckt, knabbert. Es macht mich verrückt. Dieses Gefühl schießt mir wie brennende Lust zwischen die Beine und macht mich so feucht, dass ich meine Nässe bereits an den Oberschenkeln spüren kann.
Ich winde mich, seufze und flüstere unzusammenhängende Worte, während er sich durch das Tal meiner Brüste küsst und das gleiche Spiel an meinem anderen Nippel fortführt. Meine andere Brust wird von seiner Hand geknetet.
„Oh Gott, bitte."
„Das gefällt dir, oder?" Bens Stimme ist belegt und feuert mich in meiner Ekstase nur noch mehr an. „Was möchtest du, Darling?" Sein Kopf taucht vor meinem Gesicht auf und er küsst mich leidenschaftlich, wild. „Soll ich dich noch wo anders küssen?", fragt er und ich erhasche einen Blick auf sein spitzbübisches Grinsen. Prompt schießt mir Blut ins Gesicht und ich kann nur verlegen nicken. Der Mistkerl weiß ganz genau wo ich seine Lippen spüren möchte und will mich nur noch mehr quälen.
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Afraid of you
Mistério / SuspenseKolumbien. Gefangen bei einem der einflussreichsten Männer des Landes. Und es gibt kein Entkommen. "Auch er sieht mir direkt in die Augen. Er verzieht keine Miene. Kalt, wie die Farbe seiner Augen. Hart, wie die Muskeln an seinem Körper...
