Die nächsten Wochen lief alles ziemlich gleich. In der Schule passierte nichts besonderes. Hin und wieder trafen sich die Gefährten und die besten Freunde. Die Zeit verging schnell. Felix und Patrick kamen sich näher und Felix dachte darüber nach, ob er dem Beta sein Geheimnis verraten soll und wann er von ihm markiert werden kann.
Gerade saßen sie im Unterricht, als Felix' Handy vibrierte.
Scheiße... Ich dachte, es wäre auf stumm. Hat der Lehrer es mitbekommen?
Felix sah zum Lehrer, der gerade ruhig etwas an die Tafel schrieb. Felix seufzte stumm erleichtert. Sein Handy wird nicht einkassiert. Unauffällig stellte er es stumm. Gleich in der Pause würde er auf Toilette schauen, wegen wem sein Handy vibrierte.
Wie spät ist es? 10:43 – noch 7 Minuten zur Pause, perfekt!
Eilig schrieb der Blonde den Text von der Tafel ab und steckte alles schnell ein, als er die Klingel hörte. Nächste Stunde haben sie wieder in diesem Raum, deshalb konnte er seine Tasche stehen lassen.
,,Ihr könnt schon vor gehen. Ich komm gleich nach", sagte er fix zu Maximilian und Patrick. Letzterer sah den Erstgenannten fragend an, doch dieser zuckte nur mit den Schultern. Felix ging zur Toilette. Eigentlich bekam er nie in der Schule Nachrichten, deshalb wird es etwas besonderes sein. Und dabei hatte er Recht. Es war seine Mutter.
»Du musst heute Leyla nicht abholen. Sie ist Zuhause«
»Ist etwas passiert?«
»Erzähle ich dir später. Mach dir nicht zu große Sorgen«
Jetzt machte Felix sich Sorgen. Hoffentlich ging der Schultag heute schnell vorbei. Das tat er zum Glück auch. Felix beeilte sich auf dem Rückweg, sodass Patrick sich auch Sorgen machte. Doch dies bemerkte der Blonde nicht. In seinem Kopf schwirrte alles nur um Leyla. Leyla war ihm sehr wichtig. Wegen ihr lebte er weiter. Er möchte sie beschützen, sich um sie kümmern. Unbedingt wollte er verhindern, dass Leyla früh die schlechte Seite der Menschheit mitbekam. Dafür war er ihr Schutzschild – bis zum Ende.
Felix verabschiedete sich vom Beta und ging ins Haus. Direkt traf er seine Mutter.
,,Was ist passiert?"
,,Ich musste vorhin Leyla von der Schule abholen, weil sie nicht aufgehört hat zu weinen. Niemand konnte sie beruhigen. Sie schluchzte nur hin und wieder deinen Namen. Jetzt liegt sie in deinem Zimmer. Vorhin schlief sie etwas, doch jetzt weint sie wieder."
,,Hat sie dir etwas verraten?"
Carolin schüttelte verneinend den Kopf.
,,Okay, ich gehe zu ihr."
Ohne auf eine Antwort zu warten, ging er in sein Zimmer. Von draußen hörte er das junge Mädchen weinen. Sanft klopfte er an dir Tür.
,,Geh weg", hörte er von innen leise.
,,Möchtest du reden?"
Keine Antwort. Die Tür wurde langsam geöffnet und ein verweintes Gesicht kam zum Vorschein. Direkt schmiss sich das kleine Mädchen in die Arme ihres älteren Bruders. Dort weinte sie weiter. Felix hob das zierliche Mädchen hoch, schloss die Tür geschickt mit seinem Fuß und setzte sich mit ihr auf das Bett. Tröstend strich er über den kurzen Rücken. Nach einer Weile beruhigte sie sich, doch hing weiterhin in Felix' Armen. Geduldig wartete der Blonde bis seine Schwester sprach.
,,Heute in der Schule kam ein Junge zu mir, Lennart sein Name. Ich glaube, er ist in der vierten Klasse... Sonst lächelte er mich vom Weitem immer an... Er ist richtig gruselig... Heute hat er mich erschrocken... Ich hatte riesige Angst... Marie umarmte mich und wollte mich beruhigen... Da hat Lennart sie geschlagen und meinte, es sei sein Job... Er packte mich schmerzhaft am Arm... Ich rannte zur Lehrerin und bat sie um Hilfe... Sie reagierte sofort... Kurz darauf saßen wir zu viert in einen Raum...Ich weinte nur, Marie wollte mich beruhigen und Lennart schnaubte und sah genervt zur Seite... Die Lehrerin meckerte ihn an... Dann gingen Marie und er in den Unterricht... Mama kam zu mir und wollte mich trösten... Doch ich wollte nur zu dir... Irgendwann sind wir Heim gegangen und hab mich in dein Bett verkrochen... Dann warst du endlich da..."
,,Jetzt bist du in Sicherheit... Soll ich morgen Mal mit ihm reden?"
Leyla sah verwundert auf. ,,Würdest du das wirklich tun?"
,,Natürlich. Für dich werde ich alles machen."
,,Dann wär' das sehr lieb von dir."
,,Okay, morgen vor der Schule gehen wir zusammen zu Lennart. Vielleicht ist Patrick auch dabei, wenn du es möchtest."
,,Das wäre noch besser!"
,,Wollen wir ihn fragen?"
,,Ja!"
Felix fischte sein Handy aus der Hosentasche und suchte Patricks Kontakt. Kurz darauf rief er bei ihm an und es dauerte nicht lange bis Patrick dran ging.
,,Hey, Kleiner."
,,Hey, Pat! Leyla hat eine Frage an dich."
,,Okay."
,,Du Patrick... Wir brauchen morgen deine Hilfe...", fing sie an.
,,Worum geht es?"
,,Da ist so ein doofer Typ an meiner Schule und der war heute gemein zu mir. Fel möchte mit ihm reden und braucht Unterstützung..."
Felix kicherte leise, als er seinen Spitznamen hörte.
,,Okay, das ist kein Problem."
Felix sagte wieder etwas: ,,Das ist toll. Dann müssen wir herausfinden, ob er so ist wie Florian, so ähnlich oder gar nicht." Einen Moment dauerte es bis der Beta verstand, dass Felix die Wandler damit meinte.
,,Geht klar. Soll ich dann gleich nochmal vorbei kommen oder nicht?"
,,Was sagst du, Leyla?"
,,Mir egal."
,,Da hast du die Antwort."
,,Okay, ich würde gerne heute vorbei kommen, aber Paps will mir bezüglich meiner Zukunft etwas zeigen." Dieses Mal musste Felix kurz überlegen, bis er verstand, dass Patrick über die Beta-Pflichten sprach.
,,Kein Ding."
,,Gut, dann bis--"
,,Ähm, bevor du auflegst, ich muss Morgen mit dir über ein bestimmtes Thema reden."
,,Das was ich mit dir vorhabe?"
,,Genau. Unter vier Augen."
,,Gut, ich freue mich schon."
,,Das dachte ich mir schon."
Die beiden Gefährten lächelten und verabschiedeten sich. Dann gingen Leyla und Felix etwas essen und verbrachten den restlichen Tag miteinander. In der Nacht schlief Leyla sogar bei ihrem Bruder, weil sie nicht allein sein wollte.
[971 Wörter]
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Boys & Werewolves [German] Boyxboy²
Lupi mannari»Am Ende siegte die Kraft der Liebe, trotz allen Problemen, die auf ihren Weg lagen« In diesem Buch sind zwei Geschichten, die ineinander übergehen. 1) Der Junge Felix hat ein schlechtes Leben - wenig Geld, fiesen Stiefvater und keine gesunde Psyche...
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