|Neunundfünfzig|

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,,Felix... Wir müssen reden."
,,Worüber willst du reden?"
,,Über das Geschehene und... dich..."
,,Okay.. Wenn es um mich geht, sollte ich es wahrscheinlich wissen. Worum geht's?"
,,... Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll..."
,,Wow... Das heißt es ist wichtig. Lass uns doch dann ins Wohnzimmer setzen."
Gesagt, getan.

,,Fang an, wenn du bereit bist. Lass dir Zeit und sag es einfach."
,,In meinen Rudel gibt es eine Ärztin... Dr. Hope... Sie hat sich auf einen bestimmten Bereich spezialisiert und hat sich damit einverstanden erklärt dir und Maxi zu helfen... Was Maxi dazu gesagt hat, weiß ich nicht, doch darum geht es jetzt nicht. Ich weiß nicht, wie du in den Händen von Constantin gelitten hast oder überhaupt. Doch ich weiß, dass du vorher schon nicht... in diesem Bereich auf der Höhe warst. Des--"
,,Warte, warte, warte... Möchtest du mich gerade fragen, ob ich mir von einer Psychologin aus deinem Rudel helfen lassen möchte?"
,,Ja... Würdest du es machen?"

,,Nein."

,,Warum nicht, es würde dir nur helfen. Du musst auch nicht in die Psychiatrie oder so, sondern kannst du bestimmten Terminen zu ihr."
,,Ich sagte, Nein!"

,,Warum nicht? Du kannst nur--"
,,Patrick, ich sagte 'Nein!'. Ich werde dort nicht hingehen", meinte er eindringlich. Dass er 'Patrick' sagte und nicht 'Pat', sprach auch von der Ernsthaftigkeit.

,,Warum nicht? Es ist nichts schlimmes. Es wären nur ein paar Termine. Dann ist es--"
,,Nein, heißt Nein! Und das bleibt auch so! Ich werde nicht zu ihr gehen!"

Nun wurde Patrick auch wütend.
,,Lass dir doch einfach helfen! Ich merke doch, wie scheiße es dir geht!"
,,Ich weiß es auch! Trotzdem werde ich. nicht. hingehen!"
,,Dann gib mir eine Erklärung! Warum nicht?!"

Tränen der Wut flossen über Felix' Wangen. Dann schrie er in voller Lautstärke: ,,WEIL MAN MIR VERDAMMT NOCHMAL NICHT HELFEN KANN! ICH WERDE NIEMALS GESUND! WAS KANN ÜBERHAUPT GESUND FÜR DICH BEDEUTEN?! ES GEHT MIT GUT!"

,,Wenn es dir gut geht, warum lachst du dann nie? Wieso redest du weniger? Warum lässt du kaum jemanden an dich ran? Warum trinkst du dann kaum? Warum möchtest am liebsten allein sein und dann doch nicht allein sein? Warum gehst du dann so selten duschen? Warum putzt du dir dann nie die Zähne? Warum bist du dann so in dich gekehrt? Warum ist dir dein Körper dann völlig egal? Warum vegetierst du dann nur vor dich hin? Sag es mir, Felix, warum?" Patricks Stimme war nun wieder sanft, ruhig und nun auch verzweifelt. Doch Felix reagierte nicht darauf.

,,HALT DICH AUS MEINEN PROBLEMEN RAUS! MEIN LEBEN BLEIBT MEIN LEBEN! DA IST ES MIR SCHEIẞ EGAL, OB WIR MATES SIND ODER NICHT!"

,,Felix--"
,,Nein, Patrick. Entweder gehst du jetzt oder ich geh!"
,,Lass uns doch--"
,,Okay, wenn du nicht gehen willst, dann gehe ich und du wirst mir nicht folgen! Ich will weder dich noch Mike sehen! Wenn du mir folgst, lehne ich dich als Mate ab und lebe mein eigenes Leben. ALLEIN!"

Mit diesen Worten rannte Felix, ohne noch etwas mitzunehmen, davon. Patrick sah ihm durch die Haustür verzweifelt und traurig zugleich nach. Carolin stieg aus ihrem Auto, welches sie vorher in der Einfahrt geparkt hatte. Dann ging sie verwirrt zu Patrick.

,,Was ist passiert? Warum rannte Felix vor dir weg und warum siehst du so aus, als ob du gleich zusammen brichst?"
,,Ich hab' scheiße gebaut..."
,,Komm, wir gehen jetzt erstmal ins Wohnzimmer und ich gebe dir etwas Wasser. Dann sagst du mir, was passiert ist und warum mein Sohn davon läuft."

Im Wohnzimmer wieder angekommen, echzte Patrick das Glas Wasser auf und erzählte dann Felix' Mutter, was passiert ist.
,,Oh, ja, du hast riesige scheiße gebaut. Felix ist bisher nur einmal abgehauen. Es war kurz nach dem Tod seines Vaters."
Carolin legte eine sentimentale kurze Pause ein.
,,Dann durfte ich ihn in der Notaufnahme besuchen. Wir müssen ihn dringend finden."
,,Aber wenn ich ihn suche, lehnt er mich ab. Das kann ich nicht riskieren."
,,Patrick, ich habe keinen Plan von diesem Mate-Ding. Mir ist aber gerade das Überleben meines Sohnes wichtiger!"
,,Wenn er mich ablehnt, sterben wir beide früher oder später am Herzschmerz. Das können wir nicht einfach annehmen. So verlierst du deinen Sohn auch." Dann fügte er verzweifelt hinzu: ,,Ich kann dir nicht helfen, so gern ich es möchte."

,,Ich rufe ihn erstmal an. Vielleicht geht er ran. Ansonsten muss ich Maximilian um Hilfe bitten."
Dies tat sie dann auch und kurz darauf klingelte es im Haus. Sie folgten dem Geräusch und fanden kurz darauf Felix' Handy in dessen Zimmer am Akkukabel. Direkt legte Carolin auf und nahm das andere Handy in die Hand.

Ohne zu zögern schaltete sie es an und ging auf die Notruffunktion, wofür man das Handy nicht entsperren musste. Sie hatte mit Felix zusammen die Notrufnummern eingespeichert – genau wie bei ihrem eigenen Handy. So wusste sie, dass sie nur noch auf die 2 gehen muss und dann anzurufen. Ziemlich schnell ging der Besitzer der Nummer ran.

,,Hey, Felix, was gibt's?"
,,Hallo, Maximilian, hier ist Carolin."
,,Ist etwas mit Felix passiert?"
,,Um genau zu sein, weiß ich das nicht ganz. Patrick hat ihn verärgert und er ist abgehauen."

,,Wir müssen ihn sofort finden! Ich bin gleich mit Flori da!"

Sie mussten sich beeilen.

Sonst ist es zu spät

[870 Wörter]

Boys & Werewolves [German] Boyxboy²Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt