Kapitel 17 - Furchen - Part 5

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Es tat ihm im Herzen weh, aber dort würde er sie finden. Da war er sich sicher.

Sofort rannte er los, vergaß die Kälte, die sich beißend ihren Weg durch seine nasse Kleidung suchte und die Schmerzen in seinen nackten, mutierten Füßen – ja er hätte wohl doch Schuhe anziehen sollen, anstatt Zeit zu sparen. Er hatte nur noch ein Ziel, nämlich Leya zu retten. Egal, was er dafür geben musste.

Und doch wusste er nicht, was zu tun war, als er durch die letzte Baumreihe brach und sie – dieses wunderbare Mädchen, diesen Engel, der vom Himmel gefallen war – dort stehen sah. Am Rand der Klippe, von der sie einmal zusammen gestürzt waren. Nur mit einem weißen, zerrissenen, nassen Nachthemd bekleidet, voller Wunden am ganzen Körper, mit einem gebrochenen Bein und einem ausgekugelten Arm und der Schlaufe, des gerissenen Seils um den Hals, die bereits tiefe, blutige Spuren in ihre weiche, weiße Haut gegraben hatte.

Sie war herumgefahren, als sie gehört hatte wie Äste unter seinen Füßen brachen und blickte ihn nun an mit diesen wunderschönen Augen in dem zerschundenen Gesicht, die immer geleuchtet hatten, doch jetzt nur noch ein Schatten dessen waren, was sie einmal gewesen waren.

„Leya, bitte. Hör auf. Geh nicht weiter. Bitte." flüsterte Cal gebrochen. Jetzt liefen ihm die zurückgehaltenen Tränen aus den Augen. Er streckte seinen Arm aus, während er auf Leya zulief. Sein Herz schlug im Takt mit seinen Schritten. „Bitte. Bleib stehen. Tu mir das nicht an. Tu das uns nicht an. Ich liebe dich. Bitte bleib stehen."

Wie eine Porzellanpuppe sah die Halbgöttin aus mit ihrer weißen Haut und ihrem zierlichen Körper, nur das Blut das von überall her über ihre Glieder, ihr Gesicht lief und ihre Haare verklebte, störten das Bild.

Cal zitterte, als er weiter ging. Leya war tatsächlich stehen geblieben und beobachtete ihn.

Ihrem Gesicht konnte man keinen Ausdruck mehr entnehmen, so zerstört war es. Ihre Nase war gebrochen, ja Cal meinte sogar, das eines ihrer Augen – das helle - blind war. Überall waren Schnittwunden.

„Bitte. Es gibt für alles eine Lösung. Du musst nicht glücklich sein. Ich weiß, was du durchgemacht hast! Und es ist nicht deine Schuld! Nichts von der ganzen Sache ist deine Schuld. Du bist ein Opfer, Leya. Du bist ein Opfer wie deine Familie. Es. Ist. Nicht. Deine. Schuld!" Mit jedem Wort tat er einen weiteres Schritt auf sie zu. Seine ausgestreckte Hand zitterte und der eisige Wind, der hier auf diesem Felsvorsprung ungehindert toben konnte, stach auf seiner nackten Haut. „Bitte hör mir zu. Bitte. Bleib stehen. Bitte. Tu das nicht. Ich brauche dich. Und es gibt immer eine Lösung! Wir werden eine finden! Das schwöre ich. Bitte. Mach es nicht."

Man konnte ihr genau ansehen, dass der nächste Sprung sie töten würde, dass das Meer, das man selbst von hier oben aufgepeitscht gegen die Felsen donnern hören konnte, sie zerreißen und zerbrechen würde wie Porzellan.

Cal konnte das nicht zulassen. Wenn Leya starb, würde sie ihn mit in den Tod ziehen. Ohne sie konnte er nicht mehr leben. Er liebte dieses Mädchen über alles. Die Schmerzen, die ihr Tod verursachen würde, würden ihn zerreißen, zerstören bis er nicht mehr war als ein Häufchen Asche.

Er kam ihr immer näher. Sie bewegte sich nicht, aber auch er ging nicht besonders schnell, weil er Angst hatte, dass sie auf eine derartige Bewegung reagieren würde und nach hinten ausweichen würde. Und das wäre ihr tot, weil der Rand der Klippe nicht weit von ihr entfernt war.

„Bitte. Bleib einfach stehen." Seine Stimme war nicht mehr stark, sie war kaputt, gebrochen wegen der Furcht, dass die Teppiche Leya aus seinem Leben reißen würden.

Sie zeigte keinerlei Reaktion, weswegen Cal nicht wusste, ob ihn das beruhigen sollte oder nicht. Er war nur noch wenige Schritte von ihr entfernt. Gleich würde er sie erreichen.

Doch dann begann sie zu sprechen.

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Sorry, ihr lieben, aber mein Handy ist kaputt gegangen und deswegen konnte ich nicht updaten..:/ Aber hey, besser spät als nie!^^

Widmung: 

galita34

Danke für dein Bild!^^

Song:

Ryan Star - We might fall


Götterstimme Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt