Gerade als sie sich wieder gefasst hatte und alle Gefühle zurück in das Loch gedrängt hatte aus dem sie gekommen waren, erschien Cal vor ihr. Er bog von der Treppe in den Gang ein und blieb überrascht stehen als er sie sah.
„Ach da bist du! Ich dachte schon, ich müsste dich suchen." Er lachte auf. „Wollen wir jetzt den Filmabend machen? Ich hab schon Popcorn gemacht und ein paar Filme rausgesucht. Hoffe mal, dass sie dir gefallen, aber jetzt hast du sowieso keine Wahl mehr." Er grinste bösartig, lachte noch einmal auf und legte einen Arm um sie.
„Cal, ich geh schon einmal hoch und bereite alles vor. Du kannst ja das Essen holen." Sie gab ihm noch einen kurzen Kuss auf die Wange und flitzte nach oben in ihr Zimmer.
Eigentlich sollte sie wesentlich aufgeregter sein über das, was bald passieren würde. Sie sollte es, aber sie war es nicht. Nichts dergleichen regte sich in ihr, nur der Schmerz pulsierte gemächlich weiter.
Fast mechanisch trat sie an ihren Schrank und suchte einige Zeit bis sie Unterwäsche gefunden hatte, die einem solchen Anlass angemessen war. Eigentlich war sie ganz einfach, nämlich schwarz, nur der BH war in der Untergrundfarbe rosa und darüber lag eine Schicht schwarzer Spitze.
Sie lief damit und ihren Schlafsachen – eine Boxershorts und ein einfaches T-Shirt – zum Bad, wo sie sich schnell umzog.
Sie warf einen kurzen Blick in den großen Spiegel im Bad. Das erste, was ihr auffiel, war, dass sie nicht glücklich aussah. Wirklich kein bisschen. Ihre Haut war fahl und ihre Augen hatten – wie sollte man es nennen – kein Leuchten mehr. So, als würde die Seele fehlen.
„Leya?" Sie hörte Cals Stimme durch die geschlossene Badezimmertür.
Jetzt ging es los. Der Anfang vom Ende.
„Bin hier." rief sie, nahm einen tiefen Luftzug und trat zurück in ihr Zimmer. Cal stand am Fernseher und zippte mit einer Fernbedienung herum. Dann erschien wohl das Gesuchte, nämlich 'Herr der Ringe' und zwar die ganze Trilogie
„Da haben wir dann was zu tun." erklärte Cal zwinkernd.
Leya lächelte ihn an und setzte sich zu dem Popcorn auf ihr Bett. Cal schaltete den Film an und legte sich zu ihr.
Sie schmiegte sich an ihn bis ihr Gesicht auf seiner Brust und sein Arm um ihre Taille lag.
Die folgenden Stunden vergingen rasend schnell. Die ersten zwei Teile der Reihe waren schnell gesehen und Anfang des dritten unterbrach Cal schnell um sich etwas aus der Küche zu trinken zu holen.
Als die Tür zufiel, starrte Leya sie einen Moment an. Dann holte sie tief Luft, robbte an den Rand des Bettes und setzte sich dort hin. Die leere Popcornschüssel stellte sie am Boden ab. Jetzt war es wohl soweit. Länger konnte sie es nicht mehr herauszögern. Es tat ihr wirklich leid, dass sie etwas so schönes mit etwas so schrecklichem verbinden musste, aber es ging nun einmal nicht anders. Nur so konnte sie Cal lang genug beruhigen um hier wegzukommen.
„Ich wusste nicht genau, was du willst, also hab ich Wasser und Cola mitgenommen." Sobald Cal die Tür geöffnet hatte, stand Leya auf, trat zu ihm hin, legte ihre Arme um seinen Nacken und gab ihm einen langen Kuss. Erst stand er überrascht da, wohl unsicher, was er davon halten sollte, aber dann ließ er die Flaschen fallen und erwiderte den Kuss.
Am Rande nahm Leya wahr, dass die Tür weit offen stand, was aber unwichtig war. Um diese Uhrzeit schliefen alle anderen bereits. Immerhin stand der Mond schon unglaublich hoch, was man – überraschender Weise – sehr gut wegen der aufgerissenen Wolken sehen konnte.
Ja. Eigentlich sollten sich die Küsse, die sie gerade mit Cal austauschte, anfühlen wie kleine Explosionen, die ihren ganzen Körper erschütterten. Das taten sie nicht. Nicht mehr. Wäre alles anders, dann würden sie es noch tun, aber im Moment war da nichts außer Schmerz und der Angst vor dem Verlust.
In ihrem Verstand tat sich nichts, aber wenigstens reagierte ihr Körper noch auf Cal. Seine warmen, großen Hände fuhren zärtlich, aber dennoch leidenschaftlich über ihre Haut. Er hielt ihr Gesicht fest und küsste sie immer lustvoller bis schließlich niemand von ihnen mehr stehen wollte und sie auf das weiche Bett mit schwarzen Bettlacken fielen. Leyas Hände fuhren unter sein Shirt, betasteten die festen Muskeln seines Oberkörpers und fingen an ihn auszuziehen. Vorsichtig zog sie ihm das Hemd über den Kopf. Ihr Verstand hatte zwar noch immer nichts zu der Situation zu sagen und es fehlten die Gefühle bei der ganzen Sache, aber ihr Körper, ihre Triebe hatten übernommen.
Ihr Körper wollte Cal fühlen, Haut an Haut, ohne Stoff dazwischen. Ihr Körper wollte seine Wärme fühlen, seine Hände auf ihren Gliedmaßen. Ihr Körper wollte ihn küssen, ihn haben, ihn besitzen. Zumindest für diese eine, letzte und sogleich erste Nacht.
Denn vielleicht würde er es schaffen die eisige Kälte und den Schmerz kurz zu vertreiben. Vielleicht würden seine Berührungen es zumindest für Augenblicke zustande bringen Schauer über ihren Körper fahren zu lassen wie sie es früher getan hatte und wer weiß, vielleicht würde sie sogar kurz vergessen, was Zeit und Raum waren und was geschah in eben jenen.
Cals Finger schlossen sich um den unteren Rand ihres Oberteils, doch er wartete noch einen Augenblick, bevor er weiter machte.
„Bist du dir sicher?" Er hatte seine Küsse unterbrochen und blickte ihr fest in die Augen.
„Ja. Ich liebe dich, Cal." Sie lächelte ihn an und half ihm dabei ihr das Shirt auszuziehen.
„Ich liebe dich auch, Leya. Ich liebe dich so sehr." Bevor er weitersprechen konnte und mit seinen Worten ihren Schmerz vergrößerte, drückte Leya ihre Lippen wieder auf seinen Mund. Er sollte schweigen. Das waren gute letzte Worte.
Es dauerte nicht lange bis die übrige Kleidung sich zu den am Boden liegenden Oberteilen gesellte.
Cals Lippen und Hände brannten heiß und schön auf ihrem Körper. Seine Berührungen jagten Wonneschauer über ihre Haut und seine Blicke ließen Leya die Zeit vergessen, aber dennoch lief dieselbige weiter.
Es wurde morgen, Cal schlief ein und die Stunde der Wahrheit war gekommen.
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Da bin ich wieder und bei Gott hab ich euch heftig vermisst!XD
Ich hab auf dieser Pilgerung erfahren, dass Pilgern echt nichts für mich ist!XD Mir gings so krass beschsisen das glaubt man gar nicht und am ende bin ich krank geworden und hab fieber bekommen!XD Jey!XD Naja, mehr hab ich nicht zu sagenXD
Widmung:
rejecat !
Danke für alles!^^
Song:
Florence & the Machine - Seven Devils
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Götterstimme
ParanormalEr packte sie an den Armgelenken, bevor sie ihn ein weiteres Mal schubsen konnte. „Wieso lässt du mich nicht dein Held sein?!" schrie Cal Leya wutentbrannt in ihr regennasses Gesicht. „Weil es in meiner Geschichte keine Helden gibt. Ich werde unwei...
